Manchmal sind es kleine Gesten, die besonders berühren.
Kurz vor dem Abendessen kamen heute Ulla Schrage und Ingrid Thomas aus Dabringhausen zu uns. Sie stellten sich den Kindern ganz einfach als „Oma Ulla“ und „Oma Inge“ vor – und hatten eine wunderbare Überraschung dabei.
Für jedes unserer Kinder aus Nikopol hatten sie einen liebevoll geschmückten grünen Umschlag vorbereitet. Darin: 30 Euro Taschengeld für jedes Kind.
Ulla und Ingrid wollten sicher sein, dass die Kinder, die aus einer der derzeit am härtesten vom Krieg betroffenen Regionen der Ukraine zu uns gekommen sind, während ihres Aufenthalts auch ein wenig eigenes Geld zur Verfügung haben. Natürlich wurde die spontane Hilfe zuvor mit den Betreuerinnen und der Projektleitung besprochen.
Und plötzlich musste sogar unsere Planung für die nächsten Tage ein wenig geändert werden: Jetzt gehört auch der Besuch eines Shoppingcenters zum Programm.
Für viele der Kinder wird es das erste Mal in ihrem Leben sein, dass sie selbst durch ein Einkaufszentrum gehen und sich von ihrem eigenen Taschengeld etwas aussuchen können. In ihrer Heimatstadt Nikopol, der ukrainischen Partnerstadt Leverkusens, die nahezu täglich von russischen Angriffen getroffen wird, gibt es einen solche Chance nicht.
Die Kinder bedankten sich bei „Oma Ulla“ und „Oma Inge“ mit langem, herzlichem Applaus.
Nicht nur bei Ulla und Ingrid wurden die Augen feucht.
Foto: Deutsch-Ukrainischer Hilfsverein / Lothar Dähn

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