Glückwunsch

Eine gro­ße Über­schrift auf Sei­te 1 einer bekann­ten Zei­tung springt mich beim Bäcker an: „Jens Spahn ist Papa gewor­den“. So ganz rich­tig ist das ja wohl nicht, denn Spahn spricht doch immer von „mei­nem Ehe­mann“.

Das kann doch nur bedeu­ten Jens Spahn ist „Mama“ gewor­den.

Wie auch immer: die bei­den haben wohl genug finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten sich über die bestehen­den Geset­ze der Bun­des­re­pu­blik hin­weg zu setz­ten. Das macht sich bei einem Berufs­po­li­ti­ker rich­tig gut. Und wer dann noch Wert auf das gro­ße „C“ im Namen sei­ner Par­tei legt und einer Par­tei ange­hört, die mas­siv gegen die Leih­mut­ter­schaft ein­tritt, hat alles rich­tig gemacht. Ach, das wird sicher alles pas­send hin­ge­bo­gen. Und wie sag­te er zu sei­ner Rol­le in der Coro­na­zeit: „Ich habe mir alles ver­ge­ben. Bin mit mir im Rei­nen“. Na bit­te, geht doch.

Ob er wohl die Eltern­zeit nutzt? Ob er in den ers­ten Jah­ren viel­leicht nur noch halb­tags arbei­tet um sich aktiv um das Kind zu küm­mern? Poli­ti­ker neh­men ja auch ger­ne ein Über­brü­ckungs­geld. Eine klei­ne Aus­gleichs­zah­lung um in die Rol­le der Mama rein zuwach­sen. Krie­gen wir hin, kein Pro­blem – zah­len wir alles.

Also, ganz herz­li­chen Glück­wunsch und für die Zukunft alles Gute.

Zeich­nung: Wal­ter

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