Nein, so geht das nicht! Es ist einfach zu unübersichtlich und ein Preisvergleich ist einfach nicht möglich. Zum Schutz der Kunden sollte die EU oder unser Parlament oder die Regierung oder wer auch immer dafür zuständig sein könnte – es muss gehandelt werden!
Ich spreche hier das Thema „Toilettenpapier-Einkauf“ an. Sie kennen sicher das riesige Angebot: Einlagig, zweilagig, dreilagig, vierlagig. Für ganz Harte als Recycling-Version (Abteilung Schmirgelfix), in normal für Normale und soft und super soft für Weicheier. Unzählige Gebindegrößen und das Ganze natürlich von vielen verschiedenen Anbieter. Verschiedene Papierstärken und völlig unterschiedliche Mengen, also Blätter pro Rolle, machen es nahezu unüberschaubar. Dazu kommen noch aktuelle und abgelaufene Angebote, Bonus- und Rabattaktionen: „Nimm 3, zahle 4“ oder so ähnlich.
Ich wünsche mir mehr Übersicht und Klarheit. Und deshalb spreche ich mich für eine Kennzeichnung „Preis pro Blatt“ aus. Ähnlich wie bei vielen Artikeln wo „Preis pro 100g“ oder „Preis pro Kilogramm“ oder „Preis pro Stück“ angegeben wird.
Dieses Thema ist schon lange überfällig und sollte nun mal zeitnah bearbeitet werden. Und schon das nächste Problem: Politik und zeitnah sind ja Dinge die sich ausschließen. Beratung, Prüfung durch Sachverständige, Einsprüche, Widersprüche und neue Beratungen, auch gendergerecht und schon sind 5 Jahre rum. Und weil das alles ganz schwierig ist rechnen wir mal mit einer Übergangsfrist von ca. 8 Jahren – also quasi zeitnah.
Foto: Walter Schubert
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Kommentare
5 Kommentare zu „Neue Kennzeichnungspflicht“
Hallo zusammen!
Da kann man mal sehen: Wenn ein wirklich wichtiges Thema angesprochen wird gibt es viele Kommentare und dadurch entstehen ganz tolle neue, erfrischende Ideen. Dankeschön!
*Nachdenk* – warum eigentlich so viel TamTam um ein völlig überflüssiges Produkt? Statt Moleküldichte, Holzfreiheit der Einzellagen, Saugfähigkeit und Reissfestigkeit der Perforation zum Maßstab zu machen, ließe sich ein höchst innovatives Verhalten mit Prestigecharakter konditionieren: Die Dellfrauen- und Männer nehmen für den zentralen Reinigungsakt nur noch den leicht gekrümmten Mittelfinger, in der Spur gehalten durch die Assisstent von Zeige- und Ringfinger. Der Mittelfinger kann dann anschließend mit einem einzigen Blatt Toilettenpapier abgewischt werden. Kurse über “Die Kunst des achtsamen Wischens” (korrekte Handhaltung) gibts dann vielleicht über die VHS ‑auch mehrsprachig. Und die Stadt schenkt jeden Bürger 10 Rollen pro Jahr, ca. 600 Blatt), welche am Jahresanfang an den Ausgabestellen zusammen mit den gelben Säcke zu erhalten sind. Naaaa, deal?
Lieber Stefan.… Daumen hoch für dein Statement!!
Ich könnte mir vorstellen dass die VHS da mitmacht, wenn nicht.…vielleicht ein Baumarkt mit einem Do it yourself Schnell- Heimwerkerkurs.
Ob die Stadt da mitmacht Naturalien zu verteilen bezweifle ich, in neueren Verwaltungsvorlagen wird doch deutlich gemacht, dass die Finanzlage weiterhin angespannt ist.
Gut, das mit der angespannten Finanzlage stimmt.
Da wurde halt auch in den entscheidenden Gremien in der Vergangenheit eine Menge Sch… gemacht.
Aber bestimmt ließen sich der jährliche Rollenbedarf leicht über die avisierte Verpackungssteuer finanzieren. 😉
Lieber Herr Schubert, tolle Idee.…man sollte das auch für Kleenex Tücher vorschlagen.
Die Preisauszeichnung könnte bei allen Angeboten bzw Größen wie folgt aussehen:
Super Sonderangebot:
„Das Blatt liegt bei unter 1 Cent bzw
das Blatt kostet weniger als 0,01 €.