So zwischen Tür und Angel, also halbherzig und mit halbem Ohr, habe ich von einer neuen Regelung unserer Regierung gehört. Die Benzinsteuer soll gesenkt werden und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten eine Einmalzahlung von bis zu 1.000 Euro zahlen – steuerfrei. Das Ganze soll sich finanzieren durch die vorgezogene Erhöhung der Tabaksteuer. Alles klar? Verstanden?
Vielleicht muss man sich das auch gar nicht merken, weil es nächste Woche schon anders aussieht oder anders kommt oder auch nicht. Oder ein Bedenkenträger kommt aus einer Ecke, verklagt die Regierung und ein Gericht kippt die ganze Sache. Vielleicht wurde auch irgendeine Minderheit nicht berücksichtigt. Wer weiß, alles denkbar.
Fakt ist: Nicht rauchen ist unsozial. Schließlich wird doch viel Gutes mit der Tabaksteuer getan. Und wenn ich mich recht erinnere rauche ich doch auch schon jahrelang für die Mütter-Rente. Jetzt aufzuhören, auch bei steigenden Preisen, das gehört sich nicht. Jetzt erst recht heißt die Devise, schließlich geht es um einen guten Zweck. Also qualmen bis der Arzt kommt.
Und man muss ja auch bedenken, dass man mit kräftigem rauchen möglicherweise die Lebenserwartung senkt. Was dann wieder positiv bei der verkürzten Rentenzahlung zu Buche schlägt. Also wieder ganz sozial gedacht.
Nein, weitermachen und durchhalten. Zum Glück habe ich einen Vorrat an Pastis – damit geht’s.
Foto: Walter Schubert


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