Wie die Krankenversicherung reformiert werden soll?

Dass unser Gesund­heits­sys­tem so wie es jetzt auf­ge­stellt ist nicht mehr finan­zier­bar ist, soll­te eigent­lich jedem klar sein.

Nun hat die Finanz­kom­mis­si­on der Bun­des­re­gie­rung 66 Vor­schlä­ge erar­bei­tet, mit denen rund ca. 42 Mil­li­ar­den Euro ein­ge­spart wer­den könn­ten.

Was sagen eigent­lich die Dellmänner:innen dazu?

Hier nur eini­ge der zur­zeit heiß dis­ku­tier­ten Vor­schlä­ge.

Leis­tungs­strei­chun­gen
Pati­en­ten wären von der emp­foh­le­nen Strei­chung eini­ger Leis­tun­gen betrof­fen, so etwa homöo­pa­thi­sche Medi­zin, die Erstat­tung von Can­na­bis­blü­ten, die regel­mä­ßi­ge flä­chen­de­cken­de Früh­erken­nung von Haut­krebs und die “Begren­zung von poten­zi­el­ler Über- und Fehl­ver­sor­gung in der kie­fer­or­tho­pä­di­schen Ver­sor­gung”. Die ange­setz­ten Spar­be­trä­ge lie­gen jeweils meist zwi­schen 100 und 300 Mil­lio­nen Euro im Jahr.

Kon­sum­steu­ern
Zur Stär­kung der Prä­ven­ti­on schlägt die Kom­mis­si­on höhe­re Steu­ern auf Tabak (1,2 Mil­li­ar­den Euro) und Alko­hol (0,6 Mil­li­ar­den Euro) sowie eine neue Steu­er auf zucker­ge­süß­te Geträn­ke (0,1 Mil­li­ar­den Euro) vor. Das Gesamt­vo­lu­men liegt bei rund 1,9 Mil­li­ar­den Euro. Doch der Vor­schlag soll nicht nur mehr Geld brin­gen, son­dern auch den Kon­sum zurück­drän­gen.

Finan­zie­rung durch den Bund
Allein um 12 Mil­li­ar­den Euro könn­te die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung ab 2027 ent­las­tet wer­den, wenn der Bund die Bei­trä­ge für Bür­ger­geld­emp­fän­ger aus Steu­er­geld finan­zie­ren wür­de.

Ein­nah­men durch Bei­trä­ge
Hier sol­len rund 4,8 Mil­li­ar­den Euro zusätz­lich auf­ge­bracht wer­den. Maß­geb­lich sind die Abschaf­fung der bei­trags­frei­en Ehe­gat­ten­ver­si­che­rung (3,5 Mil­li­ar­den Euro). Betrof­fen wären schät­zungs­wei­se 1,6 Mil­lio­nen bis­her kos­ten­los ver­si­cher­te Män­ner und Frau­en, die pau­schal 240 Euro im Monat zah­len müss­ten. Das soll nicht für Eltern klei­ner Kin­der und auch nicht für Rent­ner gel­ten. Die Erhö­hung des Bei­trags­sat­zes bei Mini­jobs soll 1,3 Mil­li­ar­den brin­gen.

Zah­lun­gen durch Pati­en­ten
Pati­en­ten sol­len durch höhe­re Zuzah­lun­gen und eine Absen­kung des Kran­ken­gel­des mit rund 4,1 Mil­li­ar­den Euro betei­ligt wer­den. Die Zuzah­lungs­be­gren­zun­gen sol­len um 50 Pro­zent stei­gen (1,9 Mil­li­ar­den Euro) und der Kran­ken­geld-Zahl­be­trag soll sin­ken (1,3 Mil­li­ar­den Euro).
Auch die Erhö­hung der Zuzah­lun­gen für Medi­ka­men­te ist im Gespräch .

Kom­men­ta­re und Mei­nun­gen will­kom­men!

Foto: Le Chat KI

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