Meinungsbeitrag von Klaus Ulinski
Über Sicherheit darf man diskutieren. Über Strukturen auch. Was man in einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik jedoch nicht tun sollte, ist ein Sicherheitsproblem zu suggerieren, das nachweislich nicht existiert. Zukunft Wermelskirchen tut dies mit seiner jüngst veröffentlichen Pressemitteilung.
Nun gut. „Zukunft Wermelskirchen“ formuliert Bauchgefühle, wir präsentieren dagegen Fakten, die eine ganz andere Sprache sprechen:
Die Kreispolizei stellt ausdrücklich fest, dass in Wermelskirchen keine kritische Kriminalitätslage vorliegt. Die Zahlen lassen daran keinen Zweifel. Im Jahr 2024 wurden 1.447 Straftaten registriert. Einige Jahre zuvor waren es 1.609, davor 1.354. Das sind normale Schwankungen über die Jahre hinweg, kein Anstieg, kein Trend, keine Zuspitzung. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote deutlich gestiegen und liegt inzwischen bei über 62 Prozent. Auch im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Entwicklung stabil bis rückläufig: 13.597 Straftaten im Jahr 2024 nach 13.670 im Jahr zuvor. Der Kreis gehört weiterhin zu den sichersten Regionen in Nordrhein-Westfalen, und Wermelskirchen zählt innerhalb des Kreises zu den sicheren Kommunen.
Realitätsfremder Populismus
Trotz dieser klaren Faktenlage wird nun politisch ein „Sicherheitsquartier“ ins Spiel gebracht – begründet mit einem diffusen Wunsch nach mehr Präsenz. Genau an diesem Punkt wird aus Sachpolitik Stimmungspolitik. Denn wenn Behörden Entwarnung geben, aber politisch Handlungsdruck erzeugt wird, dann basiert der Vorschlag nicht auf Realität, sondern auf einem erzeugten Gefühl. Populismus pur. Nichts anderes.
Hier zeigt sich ein bekanntes Muster: Zuerst wird Unsicherheit beschrieben, dann wird eine neue Ordnungseinheit vorgeschlagen. Heute heißt sie Sicherheitsquartier, morgen kommunaler Ordnungsdienst mit erweiterten Befugnissen,der „damit über die bestehende Ordnungspartnerschaft mit der Polizei“ hinausgeht.
Diesen Satz muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Der Schritt von der bestehenden Ordnungspartnerschaft mit der Polizei hin zu einer kommunalen Eingreiftruppe ist dann kein großer mehr. Ungute Erinnerungen an braune Uniformen werden hier wach. Und erfahrungsgemäß dauert es anschließend nicht lange, bis Forderungen nach permanenter Videoüberwachung folgen – weil man das zuvor rhetorisch konstruierte Problem ja konsequent „lösen“ muss.
Das ist keine Unterstellung, sondern politische Erfahrung. Erst wird die Lage dramatisiert, dann werden Maßnahmen normalisiert, die ohne diese Dramatisierung niemals mehrheitsfähig wären. Am Ende steht ein wachsender Sicherheitsapparat ohne reale Gefahrenlage. Genau so entsteht kommunaler Sicherheitspopulismus: Nicht aus steigender Kriminalität, sondern aus politisch verstärkter Unsicherheit.
Wer unter stabiler und niedriger Kriminalitätslage zusätzliche Sicherheitsstrukturen fordert, betreibt keine Prävention, sondern symbolische Ordnungspolitik. Und wer dabei unterschwellig den Eindruck erweckt, unsere Stadt entwickle sich in eine gefährliche Richtung, handelt unverantwortlich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die hier nachweislich sicher leben.
Die Realität lautet: Wermelskirchen ist sicher.
Die Botschaft der Pressemitteilung lautet: Wermelskirchen ist unsicher.
Quellen:
Stadt Wermelskirchen – Bürgerabend Sicherheit / Polizeiliche Lageeinschätzung 2025:
Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis – Kriminalitätsentwicklung 2024:
https://rheinisch-bergischer-kreis.polizei.nrw/artikel/kriminalitaetsentwicklung-2024
Pressemappe Polizeiliche Kriminalstatistik Rhein-Berg 2024:
https://in-gl.de/wp-content/uploads/2025/03/pressemappe_pks_2024.pdf
Radio Berg – Einordnung Sicherheit Wermelskirchen:
https://www.radioberg.de/artikel/wermelskirchen-buergerabend-zum-thema-sicherheit-kommt-2149953.html
Foto: Klaus Ulinski


Kommentare
30 Kommentare zu „Sicherheit erfinden statt Sicherheit machen: „Zukunft Wermelskirchen“ und das „Sicherheitsquartier““
Für den Bürgerverein FREIE WÄHLER Wermelskirchen nimmt dessen Vorsitzende Anja Güntermann die vom Bürgerverein ZUKUNFT Wermelskirchen ausgesprochene Einladung zu einem Diskurs über das Thema gerne an und nimmt hierzu wie folgt Stellung:
Die FREIEN WÄHLER teilen grundsätzlich die von ZUKUNFT erarbeitete Analyse der Lage und der schwierigen Rahmenbedingungen.
Objektive Zahlen aus den Statistiken, subjektives Empfinden der Bürger, Pläne des Innenministers hinsichtlich der Übertragung polizeilicher Aufgaben auf die Kommunen sowie die personelle und finanzielle Situation dieser finden sich in einem auf den ersten Blick kaum auflösbaren Spannungsfeld wieder.
Nur wenn die Verwaltungen, Polizei, Politik und Bürgerschaft hier an einem Strick ziehen, werden sich angemessene und machbare Lösungen finden lassen.
Die schwierigen Rahmenbedingungen würdigend sind eine realistische Betrachtung der Lage und daraus resultierend Priorisierung der Aufgaben, Nutzung von Synergieeffekten, aber auch das Denken neuer Konzepte Gebote der Stunde.
Wir müssen uns die Frage stellen, was uns unter Berücksichtigung der kurzfristig nicht veränderbaren finanziellen und personellen Ressourcen wichtig und richtig ist und daraus eine Prioritätenliste erarbeiten, wer was wie wann bearbeitet.
Die Entscheidung, ob sich dies am besten mittels einer Stadtwache oder eines Sicherheitsquartiers als erstem Schritt darstellen lässt, möchten die FREIEN WÄHLER den Fachleuten in Polizei und Verwaltung überlassen. Für die FREIEN WÄHLER ist jedoch unbestritten, dass sich in diese Richtung organisatorisch und optisch, sprich sicht- und erlebbar kurzfristig etwas tun muss.
Für die FREIEN WÄHLER stehen hinsichtlich der Bekämpfung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auch Prävention, Abschreckung und Ermittlung der Täter im Fokus.
Es wird schlechterdings aber nicht möglich sein, an jeden potentiellen Ort einer Stadt mit 75km² Fläche für jede potentielle Tat vorsorglich eine Sicherheitskraft abzustellen.
Wie andere Länder jedoch eindrucksvoll bewiesen haben, lässt sich dieser Anspruch, wenn nicht in Gänze so doch großflächig signifikant durch den Einsatz punktueller Videoüberwachung erreichen.
Den FREIEN WÄHLERN ist bewusst, dass dafür rechtliche Hürden auf Landesebene abgebaut werden müssen – und hier ist Innenminister Herbert Reul (CDU) gefragt. In dessen Ministerium sind nicht nur die innere Sicherheit, sondern auch die Gesetze und Regelungen zum Datenschutz angesiedelt.
Herr Minister Reul, steuern Sie in diesem Spannungsfeld um 180° um! Geben Sie Opfer- und Sachschutz Vorrang vor Täterschutz! Ändern Sie und der Landtag Gesetze so, dass dies möglich ist. Dafür wurden Sie von den Bürgern dieses Landes gewählt!
Hier eine KI-generierte Zusammenfassung aus Google, wenn man dort “Innenminister Reul gefühlte Sicherheit“ eingibt:
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) betont regelmäßig, dass Sicherheit nicht nur eine Frage der Kriminalitätsstatistik ist, sondern maßgeblich vom subjektiven Empfinden der Bürgerinnen und Bürger abhängt – der sogenannten “gefühlten Sicherheit”.
Hier sind die zentralen Aspekte zu Reuls Haltung und Aussagen:
Wachsendes Unsicherheitsgefühl: Reul hat wiederholt eingeräumt, dass es in der Bevölkerung ein wachsendes Gefühl gibt, dass es unsicherer wird. Er nimmt diese Sorgen ernst und betont, dass die gefühlte Sicherheit ein “wichtiger Indikator” ist, den man nicht kleinreden darf.
Dunkelheit und Ordnung: Reul verbindet Unsicherheit oft mit sichtbaren Faktoren im öffentlichen Raum. Orte, die durch “Dunkelheit und Dreck” geprägt sind, fördern laut Reul die Angst der Bürger.
Reaktion auf Messerangriffe: Im Kontext zunehmender Messerangriffe betont Reul, dass Sicherheit mehr Polizeipräsenz, Beleuchtung und Kontrollen (z. B. Messerverbotszonen) erfordert. Er sieht hier einen direkten Zusammenhang zwischen konkreten Vorfällen und dem Rückgang des Sicherheitsgefühls.
Ehrliche Kommunikation statt Schönfärberei: Reul verfolgt den Ansatz, Probleme klar zu benennen – etwa bei der Clan-Kriminalität oder bei der Herkunft von Tatverdächtigen –, auch wenn dies unangenehm ist. Er argumentiert, dass Vertrauen nur zurückgewonnen werden kann, wenn Sorgen ernst genommen und Probleme offen angesprochen werden.
Zusammenhang von Migration und Sicherheit: Reul äußert sich offen dazu, dass Migration das Sicherheitsgefühl verändert hat, insbesondere wenn Rechtsstaatlichkeit nicht anerkannt wird oder Gewaltanwendung als normal angesehen wird.
Bücher und Thesen: In seinem Buch “Sicherheit – Was sich ändern muss” behandelt er das Thema “gefühlte Wahrheit” in der Landespolitik.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Herbert Reul zwar auf Erfolge in der Kriminalstatistik verweist (z.B. Rückgang bei Einbrüchen), aber gleichzeitig aktiv das Gespräch über die “gefühlte” Sicherheit sucht, um dem Empfinden einer wachsenden Unsicherheit durch sichtbare Polizeipräsenz und klare Kante entgegenzuwirken.
Herr Reul hat wenigstens ein Buch dazu geschrieben und keine Petition. Aber auch dieses Buch und die Schlussfolgerungen des Herrn Reul, unterliegen der Kritik, wie sollte es anders sein. Mit der Eingabe in die Suchfunktion bei Google, findet man dazu zwei Artikel, die ich empfehlen möchte: 1. Herbert Reuls Buch: Gefühlte Wahrheit , eine Kritik Von Tobias Zacher, WDR und 2. “NRW-Innenminister als Buchautor -
Reuls Reality Check”, SZ von Christoph Koopmann. Ein weiterer Hinweis sei mir erlaubt, der zu tun hat mit der Entscheidung des Bundes, bei Integrationskursen sparen zu wollen. Ein Bericht über die Kritik dieser Entscheidung des Bundes von der NRW-Integrationsministerin Schäffer, findet mensch ebenfalls in einem Artikel des WDR mit dem Titel: “Weniger Integrationskurse – Kritik aus NRW”. Denn eine prophylaktische Maßnahme gegen die von Reul beschriebenen Straftaten, neben den polizeilichen, sind meiner Auffassung nach insbesondere die Integrationskurse. Deswegen bin ich besonders dankbar über die Initiative “Willkommen in Wermelskirchen”. Sinnvoll wäre es, die Integrationskurse für alle Geflüchteten zugänglich zu machen, aber auch andere Möglichkeiten der Integration in die Gesellschaft zu ermöglich. Ein weiteres Thema wäre in diesem Zusammenhang die Opferhilfe, also den Menschen zu helfen, auch institutionell, die der von Reul beschriebenen Gewalt ausgesetzt waren. Es gibt deutsche Straftäter, so wie auch solcher anderer Nationen, ebenso bei den Opfern. Als wäre neben der Opferhilfe auch Hilfe für die Straftäter notwendig, Resozialisierungshilfen.
Die umfängliche Diskussion hier zeigt, dass das Thema, das aus Sicht bestimmter Kreise keines sein darf/soll/kann, offenbar doch eines ist, was im Übrigen auch gleich gelagerte Diskussionen in den Nachbarstädten wie auch Aussagen des Innenministers bestätigen.
Hallo Herr Ulinski, danke für die Klarstellung. Ich hatte es tatsächlich anders gelesen – und bin auch nach wie vor der Meinung, dass Ihr Beitrag hier zumindest missverstanden werden könnte, eben weil Aufgaben und Befugnisse der Kommunalen Ordnungsdienste nicht dem lokalpolitischen Diskurs unterliegen, sondern vom Gesetzgeber abschließend geregelt sind.
Aber das sei jetzt dahingestellt. In der Kritik an der politischen Argumentation bin ich vollständig Ihrer Meinung.
Über den populistischen und wenig faktenbasierten Ansatz von Herrn M. und seiner Randgruppierung ist alles gesagt. Die Tatsache, dass der Autor hier allerdings Kommunale Ordnungsdienste mit “unguten Erinnerungen an braune Uniformen” assoziiert, ist geschmacklos und verunglimpft alle Mitarbeitenden, die in diesem Berufsfeld tätig sind. Die Kommunalen Ordnungsdienste sind eine wichtige Säule in der Sicherheitsarchitektur des Landes NRW und daher vom Gesetzgeber mit weitgehenden Befugnissen (insbesondere auch solchen aus dem Polizeigesetz NRW) ausgestattet.
Sehr geehrter Herr Richter, Ihre Kritik beruht offenbar auf einem verkürzten Lesen der Passage. Im Beitrag wird nicht der bestehende kommunale Ordnungsdienst oder dessen Mitarbeitende bewertet oder herabgewürdigt. Bezugspunkt ist ausschließlich die konkrete Formulierung aus der Pressemitteilung von Zukunft Wermelskirchen, in der von einem
„kommunalen Ordnungsdienst mit erweiterten Befugnissen, der damit über die bestehende Ordnungspartnerschaft mit der Polizei hinausgeht“
die Rede ist. Genau diese angekündigte Ausweitung über die heutige Aufgabenstruktur hinaus wurde politisch eingeordnet und kritisch kommentiert. Ohne diesen Zusatz kann man den Abschnitt tatsächlich missverstehen – mit ihm wird jedoch deutlich, dass es um eine sicherheitspolitische Entwicklung und deren Begründung geht, nicht um eine Abwertung der Beschäftigten kommunaler Ordnungsdienste oder ihrer gesetzlichen Aufgaben.
Unsere Kritik richtet sich daher gegen die politische Argumentation hinter der Forderung, nicht gegen die Menschen, die in diesem Beruf arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Ulinski
Forum Wermelskirchen
Ich finde keinen Zusammenhang zwischen unserer Pressemitteilung und diesem Meinungskommentar. Das Thema Kriminalitätsrate wird hier zwar ausführlich besprochen und spielt jedoch in der Pressemitteilung – vor allem argumentativ – keine Rolle. Warum auch, Thema der Pressemitteilung ist das Sicherheitsquartier. Das ist die Bündelung von bereits vorhandenen Ressourcen effizient an einem Ort. Die Leser hier sollten fair informiert werden. Dazu zählt auch, dass die Quelle, die man hier angreift, wenigstens zur Einsicht zur Verfügung steht. Dann kann sich wenigstens jeder seine eigene Meinung bilden.
Und genau darin, Herr Müßener, liegt das Problem. Wenn es Ihnen nur darum gehen sollte, Ihren Verein “Zukunft Wermelskirchen” bekannt zu machen, reicht der inhaltliche Umfang ihrer Petition. Dessen Widersprüchlichkeit ihnen sicher bewußt sein wird, in dem Hinweis auf die Zuständigkeit der Landesverwaltung und der Kosten für dieses “Sicherheitsquartier”. Haben Sie Gespräche geführt, z.B. mit dem Ordnungsamt, mit der Polizei? Sind ordnungspolitische Maßnahmen zweckmäßig, oder bringt z.B. die Unterstützung der Vereine, der Jugendzentren, der Kulturschaffenden der Stadt mehr, als polizeiliche Maßnahmen? Sie sollten also Herrn Ulinski dankbar sein, für seine Mühe, die Statistiken mit Quellenangaben zur Verfügung zu stellen, eine Arbeit, die Sie hätten leisten müssen, in Vorbereitung der Petition.
Die Kernbotschaft der Petition ist die sicherheitspolitische Debatte unter den Parteien und Wählervereinen. Diese ist dringend notwendig, weil unsere wesentlich kleineren Nachbarkommunen bei dem Thema nicht nur diskutieren, sondern aktuell bereits tätig werden. In den letzten Jahren konnte Wermelskirchen im Bereich der Sicherheit (drei Bankautomatensprengungen, zwei Brandnächte) und Ordnung (Vermüllung, zahnloser Ordnungsgeldkatalog) kaum positiv in dem Bereich glänzen. Die Schließung unserer eigenen Wache ist nun verjährt, bleibt aber ebenfalls eine Negativnachricht. Wir möchten thematisch nun auch mal Fortschritte erzielen. Der Bereich Ordnung bleibt kommunal, der Bereich Polizei ist durch die Bezirksbeamten ebenfalls abgedeckt. Wir sind beim Thema Sicherheitsquartier also unabhängig von der Landespolitik. Die passenden Räumlichkeiten wurden im Pressetext ebenfalls genannt. Und wer die Idee trotz alledem nicht gut findet, der ist durch die Petition weiterhin eingeladen, andere und bessere Konzepte zu liefern.
Wußte gar nicht, dass man als Ratsmitglied dafür Petitionen schreiben muss. Man lernt nie aus. Denke mal, dass ihre KollegInnen im Rat, ihre Vorgehensweise nicht goutieren werden. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die Parteien und Wählervereinigungen der Stadt dafür eine Einladung per Petition benötigen. Insofern ist ihre Petition als Kritik am Bürgermeister, der Stadtverwaltung und den im Stadtrat sitzenden Parteien und Wählervereinigungen zu verstehen. Geben Sie bitte Bescheid, wann Sie dazu im Stadtrat oder in einem der Ausschüsse vortragen.
Wermelskirchen ist sicher. Die Aufklärungsquote der Polizei hat sich erfreulich auf 62 % im Kreis, also auch in Wermelskirchen gesteigert.
Die aktuelle Frage ist: Wie können die Bürger in Wermelskirchen die Ermittlungen der Polizei verbessern, damit sich diese Quote erhöht? Die 2. Frage lautet: Was können die Bürger präventiv unternehmen, damit weniger passiert?
Es zählen Fakten und Daten.
Gefühlte Einschätzungen und Mutmaßungen helfen überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Sie verunsichern und bieten keinerlei Lösungen.
Lieber Herr Ulinski,
wer kennt eigentlich die Kriminalitätsrate in Wermelskirchen ?
Sie nicht, ich nicht und auch die Polizei nicht.
Die viel zitierte PKS ist lediglich ein Tätigkeitsnachweis
der Polizei aller Ereignisse die sich im Hellfeld befinden.
Zur tatsächlichen Lage zählt aber nun auch mal das Dunkelfeld.
Da dieses Dunkelfeld auch lt. Polizei als recht groß einzuschätzen
‑nicht aber in Zahlen auszudrücken ist-
setzt selbst sie auf Prävention und Aufklärung,
um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken.
Der Begriff “Populismus” ist m.E. hier komplett unangebracht.
M.f.G.
Stefan Schäfer
Ich hab das auch auf Facebook gelesen. Eigentlich sollte man auf solche Minderheitsparteien wie sie Zukunft Wermelskirchen und auch die Freien Wähler ja sind gar nicht so ernst nehmen. Aber leider machen sie Stimmung mit der Unsicherheit statt sich mal um wichtigere Dinge zu kümmern. Danke an Forum und den Herrn Heidbüchel, das Sie mal die Zahlen hier reingeschrieben haben. Das sagt doch alles. Und man sollte solche Minderheitsparteien einfach nicht so ernst nehmen.
Herr Ulinski,
Zukunft WK argumentiert gar nicht mit Kriminalitätsfallzahlen wie kommen sie darauf ?
Sie haben die Pressemitteilung gar nicht gelesen. Die Bürger wollten die Polizeistation behalten und das ist nicht möglich. Es gab dazu Petitionen die eine große Anzahl von Bürgern unterstützt haben. Die Ableitung ist das Sicherheitsquartier.
Sie sollten Bürgeranliegen mehr in ihre Überlegungen mit einbeziehen und respektieren.
Das ist ja genau das Problem, dass die von Zukunft gar nicht mit Kriminalitätszahlen argumentieren. Wahrscheinlich kennen sie die gar nicht. Ansonsten würden die auch nicht auf so einen Quatsch kommen. Aber so wie sie dort immer argumentieren, dauert es auch nicht mehr lange und dann haben wir hier eine “Ordnungspartnerschaft” mit braunen Uniformen. Wenn die in Minnesota nicht mehr gebraucht werden, könnt ihr die von Zukunft Wermelskirchen ja hier einstellen.
Ich lese nicht ein sachliches Argument. Das ignorieren von Bürgerbegehren ist brandgefährlich und höchst undemokratisch.
Dann hier nochmal in verständlicher Form: Straftaten 2021 = 1609 / Straftaten 2024 = 1447 / Aufklärungsquote Anstieg von unter 50% auf 62%…
Sind das keine sachlichen Argumente?
Das Argument wurde auch nicht benutzt. Machen sie doch einfach mal einen Gegenentwurf und fragen die Wermelskirchener ob sie kein Sicherheitsquartier und oder Polizeiwache haben wollen. Das wäre der demokratische Weg.
Nun, diese Art Populismus’ ist ungangssprachlich: “einen Luftballon aufblasen, um ihn dann selbst zum Platzen zu bingen”. Pure Schaumschlägerei – wobei fatalerweise schon die “Schlägerei” in der Methode steckt.
Was uns alle eint, sind Ängste! Damit zu spielen ist Populismus!
Vom Rhombusquartier über das Innovationsquartier nun also auch ein Sicherheitsquartier? Diese Idee, so scheint es, entspricht bereits dem Bürgerwillen – zumindest nach Einschätzung des zwar mit großem politischen Instinkt gesegneten Fraktionschef, dem zuletzt allerdings großer Wahlerfolg versagt blieb, Henning Rehse.
Dass unsere Stadt seit vielen Jahren zu den sichersten in Nordrhein-Westfalen zählt, lässt Bürgerversteher Rehse dabei offenbar nicht gelten? Dem Sicherheitsbedürfnis eines vermeintlich verunsicherten Wermelskirchen sollte man, so verstehe ich Rehse, besser nicht mit Zahlen und Fakten begegnen. Schließlich geht es doch auch um die gefühlte (Un-)Sicherheit.
Wer das nicht versteht, nimmt die Sorgen der Bürger angeblich nicht ernst – und darf sich dann nicht wundern, wenn die Wähler ihr Kreuz bei der nächsten Wahl wieder an der „falschen“ Stelle setzen. So belehrt, solle Autor Ulinski statt weiterhin eine faktenbasierte Meinung zu verbreiten, wohl endlich seine ideologische Verblendung ablegen und die „wahre“ Stimmung in der Bürgerschaft erkennen.
Ein Schelm, der da etwas falsch verstanden hat!?
Mit Platz 4 bei der Bürgermeisterwahl kennen Sie sich ja bestens betreffs des Abholens von Bürgern aus, wie Herr Gunter vom Stein an anderer Stelle in diesem Forum bereits zutreffend ausgeführt hat 😉
Was für ein Ergebnis haben Sie denn eigentlich mit Ihrer Partei gemacht? Mit so einem mikrigen Ergebns meinen Sie die Mehrheit von Bürgern in Wermelskirchen zu vertreten? Hören Sie auf mit diesem Thema Unsicherheit. Damit machen Sie sich unglaukbwürdig. Oder hat man hier die falschen Zahlen als Quellen veröffentlicht? Oder haben Sie “alternative Fakten”?
Was mir aber gerade generell noch auffällt:
Ich finde den Beitrag sprich die in Rede stehende Pressemitteilung, auf die sich der „Meinungsbeitrag“ von Herrn Ulinski bezieht, hier trotz intensiven Suchens nicht.
Das wundert mich umso mehr, als doch hier im Forum permanent Worte wie Transparenz, Respekt, Fairness, Toleranz und Wahrheit im Munde geführt werden.
Mal schauen, ob die in Arbeit befindliche Stellungnahme der FREIEN WÄHLER in ein paar Tagen nach ihrer Fertigstellung hier zugelassen wird…
Gucken sie mal auf Facebook – da sind Sie ja sonst auch immer so viel unterwegs… Wer sucht der findet…!
Ich lese keine Botschaft „Wermelskirchen ist nicht sicher“.
Ich lese, dass es eine, und das zeigen Gespräche mit ihnen, nicht geringe Zahl von Bürgern gibt, die sich nicht sicher fühlen. Die gilt es abzuholen.
Hier sind die aktuellen Informationen zur Kriminalitätslage in Wermelskirchen aus (Nordrhein-Westfalen, DE) – basierend auf den zuletzt verfügbaren statistischen und polizeilichen Daten…aus Chat GPT.
📊 Kriminalitätsentwicklung – Allgemeines
Die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis bewertet die Kriminalitätslage in Wermelskirchen derzeit als nicht kritisch – das heißt: kein außergewöhnlich hohes Niveau an Straftaten im Vergleich zu früheren Jahren. Die Stadt wird als überwiegend sicher eingeschätzt. �
Wermelskirchen +1
Laut einer lokalen statistischen Übersicht für 2023 registrierte die Polizei in Wermelskirchen insgesamt etwa 1.316 Straftaten (Stand: 2023). Darunter waren z. B. Körperverletzungsdelikte, Diebstähle, Rauschgiftdelikte und Sachbeschädigungen. �
Wermelskirchen
🔍 Entwicklung über die Jahre
Im Vergleich der Fallzahlen der letzten Jahre zeigt sich ein leichter Anstieg:
• 2015: ~1.354 Straftaten
• 2021: ~1.609
• 2024: ~1.447 registrierte Straftaten
– Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote deutlich von unter 50 % auf über 60 % in den letzten Jahren. �
Wermelskirchen
Die Polizei betont, dass einzelne Delikte, z. B. Wohnungseinbrüche, zugenommen haben, sieht aber insgesamt keine ernsthafte Eskalation der Kriminalität. �
Wermelskirchen
🧑⚖️ Einzelne Delikte und Meldungen
Auch wenn die Statistik insgesamt nicht außergewöhnlich hoch ist, sind natürlich einzelne Vorfälle möglich und werden lokal berichtet. Dazu gehören z. B.:
vereinzelte Raubdelikte (z. B. bewaffneter Raub an einer Bushaltestelle) �
BILD
Meldungen zu Einbrüchen in Geschäfte oder Häuser �
BILD +1
vereinzelt polizeilich verfolgte Gewaltdelikte oder versuchte Sexualdelikte �
BILD
Diese Einzelfälle sind typisch für Städte mittlerer Größe und lassen sich nicht unbedingt als generelle Kriminalitätswelle deuten.
📍 Fazit
Kriminalitätsrate in Wermelskirchen wird nicht als außergewöhnlich hoch eingeschätzt.
Insgesamt sind die Fallzahlen über die Jahre relativ stabil, mit einigen Schwankungen, aber ohne klare, starke Zunahme.
Die Aufklärungsquote hat sich verbessert, was auf eine effektivere polizeiliche Arbeit hindeutet.
Was mich interessieren würde wie hoch die %uale Quote vorher, also in den letzten 2 Jahren der Polizeiwache (WK Zentrum) vor der Umstellung gewesen ist.
Lieber Herr Ulinski, würde man in diesem Land die Bürger und ihre Sorgen und Meinungen ernst nehmen und nicht alles und jedes, was von den Bürgern kommt, einem selbst aber ideologisch und inhaltlich nicht in den Kram passt, runterputzen, brauchten Sie nicht von Wahl zu Wahl darüber zu jammern, dass die Bürger ihr Kreuz da machen, wo sie es jetzt machen.