Autor: Klaus Ulinski
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Hier stimmt was nicht
Ein persönlicher Montagmorgen in Wermelskirchen von Philipp Scholz und Klaus Ulinski Montagmorgen, 6:30 Uhr. Es ist kalt, noch dunkel. Und ich sitze auf der steinernen Eingangstreppe der orthopädischen Praxis an der Oberen Remscheider Straße. Die Tür geschlossen, das Licht aus, die Rollladen sind noch runtergelassen. Ich sitze nicht für mich hier – sondern für meine
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Zum Gedenken an Dr. Kurt Wohl (1876–1957)
Ein Wermelskirchener Arzt – ein deutsch-jüdisches Schicksal Am 9. November erinnern wir an die Reichspogromnacht von 1938 – an den Beginn der offenen Gewalt gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland. Auch in Wermelskirchen wollen wir an diesem Tag der Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gedenken. Einer von ihnen war der Wermelskirchener Arzt Dr. Kurt Wohl,
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Warum der 9. November 1938 uns mahnt
– und warum unsere Erinnerung kein „Schuldkult“ ist, sondern Verantwortung Der 9. November 1938 war ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte. In dieser Nacht – der sogenannten Reichspogromnacht – brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Jüdische Geschäfte wurden zerstört, Wohnungen geplündert, Menschen verfolgt, verletzt und getötet – nur, weil sie Juden waren. Das Forum Wermelskirchen
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Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht am kommenden Sonntag, 18 Uhr: “Unvergessen”
Am kommenden Sonntag lädt die Evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen zu einer Gedenkveranstaltung unter dem Thema: “Unvergessen – Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht und alle Verfolgten der NS-Zeit” ein Diese Veranstaltung wird durch Pfarrerin Sarah Kannemann sowie Jugendlichen der Ev. Kirchengemeinde gestaltet. Ebenfalls wird unser neuer Bürgermeister Bernd Hibst hier mitwirken. Pfarrer Manfred Jetter schreibt hierzu: “Vorletzte Woche stand
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Tragödie in Hagen als Argument für das Quellenbad? – Unwürdig und sachlich unhaltbar
Zunächst einmal: Der tragische Todesfall des siebenjährigen Jungen im Hagener Westfalenbad ist ein erschütterndes Ereignis, das niemanden unberührt lässt. Jede solche Nachricht mahnt, wie schnell Unglücke geschehen können – selbst unter Aufsicht. Doch aus einem derartigen Einzelfall eine politische Rechtfertigung für die Investition in ein KI-System im Quellenbad Wermelskirchen zu konstruieren, ist nicht nur sachlich
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Reformationstag – Ein Tag, der uns auch heute etwas zu sagen hat
Am 31. Oktober ist wieder Reformationstag – ein besonderer Tag, gerade hier bei uns in Wermelskirchen. Unsere Stadt ist seit jeher evangelisch geprägt. Viele von uns sind mit den Werten groß geworden, die auf die Reformation zurückgehen: Die Freiheit eines Christenmenschen – die Freiheit des Denkens, Verantwortung für das eigene Handeln und Mut, Dinge kritisch
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CDU beendet Kooperation – GRÜNE kündigen konstruktive Oppositionsarbeit an
Die CDU-Kreistagsfraktion im Rheinisch-Bergischen Kreis hat entschieden, die bisherige Zusammenarbeit mit den GRÜNEN nicht fortzusetzen. Die GRÜNE Kreistagsfraktion zeigt sich enttäuscht über das Ende der erfolgreichen Koalition und bedauert, dass die gemeinsamen Projekte nun nicht in gewohnter Form weitergeführt werden können. Fraktionsvorsitzende Ursula Ehren erinnerte an wichtige Fortschritte der vergangenen Jahre – etwa in den Bereichen Klimaschutz, Mobilität
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Ratssitzung und Vereidigung des neuen Bürgermeisters
Wann: Montag, 03.11.2025Sitzung des Rates der Stadt Uhrzeit 17:00 Uhr Wo: Großer Saal, Bürgerzentrum Das sind die Tagesordnungspunkte: TOP 1 Sitzungseröffnung TOP 2 Bestellung der Schriftführerin bzw. des Schriftführers TOP 3 Vereidigung und Einführung des Bürgermeisters TOP 4 Wahl der Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen des Bürgermeisters TOP 5 Verpflichtung und Einführung der
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„…wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem…“
Was prägt unser Stadtbild wirklich? Während Bundeskanzler Merz mit seiner „Stadtbild“-Aussage bundesweit Diskussionen auslöst, zeigt sich im Bergischen ein anderes Bild: Nicht Migration, sondern Leerstände, Sauberkeit und fehlende Belebung prägen viele Innenstädte. Wermelskirchen steht vergleichsweise gut da – die Leerstandsquote ist die niedrigste im Bergischen Land, doch auch hier gibt es Handlungsbedarf. Laut der HSK-Studie
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Gegenrede
Im Anschluss an den Artikel „Stadtbild neu denken“ entstand auf Facebook und im Forum eine lebhafte Diskussion, in der unter anderem ein Facebook-Nutzer seine Enttäuschung über die Diskussionskultur äußerte. Er beklagte, dass sachliche Beiträge zu schnell ideologisch eingeordnet oder gar diffamierend kommentiert würden, und zog daraus die Konsequenz, sich aus den Debatten zurückzuziehen. Eine Entscheidung,
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Wenn Metaphern Menschen vertreiben…
…und Kommunalpolitik sich selbst entleert In unserem heutigen Beitrag will ich auf zwei zusammenhängende Phänomene eingehen: einen aktuellen Artikel hier im Forum („Stadtbild neu denken“) und die Diskussion über politische Begriffe wie „links“ und „rechts“, wie sie etwa von der Soziologin Jana C. Glaese analysiert werden. Ich möchte zeigen, wie leicht eine Debatte – insbesondere
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Stadtbild neu denken
vom Trennenden zum Gemeinsamen – am Beispiel Wermelskirchen In Wermelskirchen wird in den letzten Wochen viel über das sogenannte „Stadtbild“ gesprochen, oft im Zusammenhang mit Migration. Aussagen wie die von Friedrich Merz, der „Migration“ mit einem veränderten Stadtbild verknüpft hat, haben zu hitzigen Debatten geführt. Der Jesuit Ansgar Wiedenhaus nannte diese Aussage „absurd und gefährlich“,
