Vom 8. bis 10. Mai heißt es wieder zählen, beobachten und mitmachen: NABU und der bayerische Naturschutzverband LBV rufen zur bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“ auf. Naturfreunde und Hobbyforscher sind eingeladen, eine Stunde lang Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten und ihre Sichtungen zu melden.
Die Mitmachaktion findet bereits zum 22. Mal statt und liefert wertvolle Hinweise für die Forschung. Im Mittelpunkt stehen häufige Vogelarten wie Spatzen, Meisen, Amseln oder Rotkehlchen. In diesem Jahr richten die Naturschützer jedoch ein besonderes Augenmerk auf Finkenarten wie Buchfinken, Gimpel und Stieglitze. Hintergrund sind zahlreiche Meldungen über tote Tiere an Futterstellen. Experten vermuten Parasiten als Ursache und hoffen durch die Zählung herauszufinden, ob die Bestände zurückgehen.
Die Teilnahme ist einfach: Innerhalb einer Stunde wird jeweils die höchste Anzahl einer Vogelart notiert, die gleichzeitig beobachtet wird. Auch Vogelstimmen dürfen gemeldet werden, selbst wenn die Tiere nicht sichtbar sind. Apps mit KI-Unterstützung können bei der Bestimmung helfen – die Ergebnisse sollten laut Experten aber immer kritisch geprüft werden.
Wer möglichst viele Vögel anlocken möchte, sollte den Rasenmäher stehen lassen. Blühende Wiesen mit Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen ziehen Insekten an und bieten damit wichtige Nahrung für viele Vogelarten.
Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit rund 58.000 Menschen und meldeten mehr als 1,1 Millionen Vögel. Meldeschluss für die diesjährige Aktion ist der 18. Mai.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/
Foto: KI generiert
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