“Die Namen”

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Hier nun ein Buch­tipp von Ulri­ke Schnütt­gen von der Buch­hand­lung Mara­bu.

“Die Namen” von Flo­rence Knapp
ISBN: 9783847902294
Erschie­nen 03.2026 im Eich­born Ver­lag
Gebun­den 24,00€

Flo­rence Knapp  “Die Namen” gele­sen und für Sie vor­ge­stellt von Ulri­ke Schnüt­gen

DIE NAMEN ein Roman von Flo­rence Knapp.    

Es geht um einen klei­nen Jun­gen, der 1987 gebo­ren wird. Der Jun­ge hat zunächst noch kei­nen Namen. Die Geschich­te beginnt damit, dass die Mut­ter am nächs­ten Tag zum Ein­woh­ner­mel­de­amt gehen soll, um den Vor­na­men des Kin­des ein­tra­gen zu las­sen.
In der Fami­lie gehen die Mei­nun­gen dar­über jedoch stark aus­ein­an­der. Der Vater, ein ange­se­he­ner und sehr tra­di­ti­ons­be­wuss­ter Arzt, möch­te, dass sein Sohn nach ihm benannt wird – also Gor­den. Die Mut­ter hin­ge­gen möch­te ihn Juli­an nen­nen. Die Schwes­ter wie­der­um wünscht sich, dass er Bear heißt.

Die Geschich­te erzählt zu jedem die­ser drei Vor­na­men eine eige­ne Lebens­ge­schich­te, die unter­schied­li­cher kaum sein könn­ten. Das Span­nen­de dar­an ist, dass sich nicht nur der Jun­ge in jeder Vari­an­te anders ent­wi­ckelt, son­dern auch die gesam­te Fami­lie. Mit jedem ande­ren Vor­na­men war­tet ein ande­res Leben auf den Jun­gen und sei­ne Fami­lie.

Alle drei Geschich­ten ver­lau­fen par­al­lel. Dabei gibt es immer wie­der Zeit­sprün­ge von sie­ben Jah­ren, sodass man beob­ach­ten kann, wie sich der Jun­ge und sein Umfeld im Lau­fe der Zeit ver­än­dern. Dabei zeigt der Roman, wie unter­schied­lich Bezie­hun­gen, Kon­flik­te und Lebens­ent­schei­dun­gen ver­lau­fen kön­nen.

Das Buch behan­delt vie­le The­men wie Lie­be, Hass, Tra­gik, Fami­lie und Glück. Am Ende führt die Autorin die drei Lebens­ge­schich­ten wie­der in einem gemein­sa­men Schluss zusam­men und zeigt, wie stark eine klei­ne Ent­schei­dung – wie die Wahl eines Namens – das Leben eines Men­schen beein­flus­sen kann.

Ins­ge­samt ist der Roman eine ein­falls­rei­che und nach­denk­lich stim­men­de Geschich­te, die zeigt, wie vie­le mög­li­che Wege ein Leben neh­men kann.

Ein emp­feh­lens­wer­tes Buch für alle, die sich für Fami­li­en­ge­schich­ten, alter­na­ti­ve Lebens­ver­läu­fe und phi­lo­so­phi­sche Fra­gen über das Schick­sal inter­es­sie­ren.

Ein Buch was echt lan­ge nach­hallt.

Bil­der: Marie-Loui­se Lich­ten­berg / Buch­hand­lung Mara­bu

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