Durch das Raue zu den Sternen

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Hier nun eine Buch­emp­feh­lung von Andrea Swi­ta­la und Hei­ke Ollesch von der Buch­hand­lung van Wah­den. 

Durch das Raue zu den Ster­nen
Chris­to­pher Kloeb­le
Ver­lag Klett-Cot­ta 2025
Hard­co­ver, 240 Sei­ten
24,00 €

Es kommt sel­ten vor, dass wir bei­de glei­cher­ma­ßen von einem Buch gepackt wer­den.

Ich durf­te das Manu­skript vor­ab lesen und etwas für die Vor­schau schrei­ben, Andrea hat sich von Cover und Kurz­be­schrei­bung über­zeu­gen las­sen und war dann so begeis­tert, dass sie es als einen ihrer zwei Favo­ri­ten in unse­rem Weih­nachts­fly­er vor­ge­stellt hat.

Hei­ke:

Ich brauch­te zwei Anläu­fe, aber dann hat mich das Buch wirk­lich mit­ge­ris­sen. Tol­le Figu­ren! Arka­dia Fink geht ans Herz, mit ihrer Kom­pro­miss­lo­sig­keit und Hin­ga­be. Alle, die den Roman bevöl­kern, sind so fein und stim­mig und hauch­zart über­spitzt gezeich­net, dass alles Erns­te und Schwe­re immer auch ein wenig leicht ist. So viel Gefühl und Musik in einem Buch. Es schreit nach einer Play­list!

Wenn Beet­ho­ven eine Frau war, kann ein Mäd­chen im Kna­ben­chor sin­gen. Arka­dia Fink, genannt “Moll”, ist von bei­dem fest über­zeugt. Musik ver­bin­det die 13-jäh­ri­ge Moll mit ihrer Mut­ter, auf eine Wei­se, die Wor­te nicht aus­drü­cken kön­nen. Nun ist Molls Mut­ter ver­schwun­den. Zurück­ge­las­sen hat sie ihren gelieb­ten Flü­gel, ihre unvoll­ende­ten Kom­po­si­tio­nen und einen Vater, der Moll kei­nen Halt geben kann. Im Ver­trau­en auf die Kraft der Musik setzt Moll alles dar­an, ihre Mut­ter zurück in ihr Leben zu holen. Vol­ler Fan­ta­sie und wild ent­schlos­sen über­win­det sie Kon­ven­tio­nen und Beden­ken, nichts kann sie auf­hal­ten.  

Chris­to­pher Kloeb­le hat einen berüh­ren­den Roman „kom­po­niert“, der nach­klingt und Lust dar­auf macht, genau hin­zu­hö­ren. So wie die gro­ßen Ton­dich­tun­gen von Beet­ho­ven, Mozart und ande­ren, die Moll auf ihrem Weg “durch das Raue zu den Ster­nen” beglei­ten. 

Andrea:

Arka­dia Fink, genannt „Moll“, ist 13 Jah­re alt und wächst in einem Dorf in Bay­ern auf. Ihre Mut­ter ist vor acht Mona­ten weg­ge­gan­gen und seit­dem müs­sen Arka­dia und ihr Vater allei­ne zurecht­kom­men. Immer­hin gibt es noch Arka­di­as bes­te Freun­din Bern­har­di­na, eine ehe­ma­li­ge Musik­leh­re­rin, die mitt­ler­wei­le in einem Senio­ren­heim wohnt. Mit viel Fan­ta­sie und einem uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben an die Kraft von Musik bewäl­tigt das selbst­be­wuss­te und unkon­ven­tio­nel­le Mäd­chen sei­nen All­tag.

Als eines Tages eine jun­ge Frau in der Schu­le die Mit­schü­ler vor­sin­gen lässt, ist sich Arka­dia sicher: Sie wird Mit­glied im berühm­ten Kna­ben­chor wer­den. Ihr fes­ter Glau­be ist es, dass durch den Auf­tritt auf gro­ßer Büh­ne die Mut­ter wie­der zu ihr zurück­keh­ren wird.

Chris­to­pher Kloeb­le zieht sei­ne Leser*innen direkt in Arka­di­as Bann. Mit sei­nem ganz beson­de­ren Erzähl­ton schafft er es eine viel­schich­ti­ge Geschich­te zu schrei­ben, in der selbst tra­gi­sche Erfah­run­gen mit fei­nem Humor erträg­lich wer­den.

Am liebs­ten möch­te man Arka­dia Fink per­sön­lich ken­nen­ler­nen und fie­bert auf jeder Sei­te mit, ob sie es schafft, ihren Traum Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen.

Ein ganz wun­der­ba­res Buch!

Bil­der: Marie-Loui­se Lich­ten­berg / Buch­hand­lung van Wah­den

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