Der Vortrag des Bergischen Geschichtsvereins Wermelskirchen am 3. Februar im Kino „Film-Eck“ hatte die Geschichte des Kinos in Wermelskirchen zum Inhalt.
Kino-Besitzer Klaus Schiffler warf vor vollem Haus zunächst einen Blick auf die übrigen Kinos in Wermelskirchen, die sich in der Landeskrone (heute Juca), im ehemaligen Hotel zur Eich oder im längst abgerissenen Parktheater auf dem Loches-Platz (heute Hit) befanden.
Sie alle gehören heute der Vergangenheit an.
Der zweite Teil des Vortrages setzte den Fokus auf das einzige noch existierende Kino, nämlich das heutige „Film-Eck“. Bereits als „Reichshallen-Lichtspiele“ stellte es das „Zuhause“ von Klaus Schiffler dar. So fand im großen Saal beispielsweise auch die weihnachtliche Bescherung der Familie statt. Der Hausherr zog einen Bogen von der Stummfilmzeit über die ersten Tonfilme bis zur Farbfilm-Ära. So manchen Umbau hat das Traditionshaus, in dem seit 1927 „Lichtspiele“ stattfinden, erlebt. Klaus Schiffler hatte einige Requisiten aus alten Zeiten auf der Bühne versammelt. So zum Beispiel die letzten ca. hundert Jahre alten Stühle aus der „Vor-Kino-Zeit“ oder einen Klappsitz aus den 1950er Jahren. Die steigenden Heizkosten führten schließlich zur Verkleinerung des Kinos, das nach dem Einbau der Bar hinter den Sitzreihen das heutige Aussehen erhielt.
Nach anderthalb Stunden hatten die circa hundert Gäste ihren Wissensdurst gestillt und traten nach dem gelungenen Abend bei „bergischem Schmuddelwetter“
den Weg nach Hause an.
Text und Foto: BGV Wermelskirchen


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