Ein Theaterabend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Büh­ne Cipol­la begeis­tert mit Schil­lers Bal­la­den – „Wie wenn Was­ser mit Feu­er sich mengt“

Von Sabi­ne Floss­dorf

Ein außer­ge­wöhn­li­cher Thea­ter­abend vol­ler Aus­drucks­kraft, Poe­sie und Span­nung erwar­te­te das Publi­kum bei der Auf­füh­rung von Büh­ne Cipol­la unter dem Titel „Wie wenn Was­ser mit Feu­er sich mengt“.

Im Mit­tel­punkt stan­den bekann­te Bal­la­den Fried­rich Schil­lers: „Der Hand­schuh“, „Kas­san­dra“, „Die Kra­ni­che des Iby­kus“ und „Die Bürg­schaft“. Dabei wur­de Schil­ler kei­nes­wegs als ein Dich­ter aus dem tro­cke­nen Lite­ra­tur-Lehr­buch prä­sen­tiert. Viel­mehr gelang es dem Duo, sei­ne Wer­ke auf moder­ne, über­ra­schen­de und packen­de Wei­se neu zu inter­pre­tie­ren. Die Bal­la­den wur­den zu ein­dring­li­chen Mini-Dra­men vol­ler mora­li­scher Kon­flik­te, mensch­li­cher Abgrün­de, Lei­den­schaft und Span­nung – und ent­fal­te­ten eine erstaun­li­che Aktua­li­tät.

Sebas­ti­an Kau­tz fas­zi­nier­te mit einer her­aus­ra­gen­den und aus­drucks­star­ken schau­spie­le­ri­schen Leis­tung. Mit beein­dru­cken­der Wand­lungs­fä­hig­keit schlüpf­te er in unter­schied­lichs­te Rol­len und ließ eine Viel­zahl von Cha­rak­te­ren leben­dig wer­den. Das Zusam­men­spiel aus wort­ge­wal­ti­ger Schau­spiel­kunst, aus­drucks­star­kem Mas­ken­spiel und den cha­rak­ter­vol­len, kunst­voll gestal­te­ten Pup­pen ent­fal­te­te eine ganz beson­de­re Büh­nen­ma­gie. Die Pup­pen wur­den zu eigen­stän­di­gen Per­sön­lich­kei­ten, deren Aus­drucks­kraft das Gesche­hen auf der Büh­ne zusätz­lich berei­cher­te. So sehr zog die Insze­nie­rung das Publi­kum in ihren Bann, dass man bei­na­he ver­gaß, dass hier nicht ein gan­zes Thea­ter­en­sem­ble, son­dern ein ein­zel­ner Schau­spie­ler auf der Büh­ne stand.

Eine eben­so wich­ti­ge Rol­le spiel­te die Musik. Gero John beglei­te­te das Gesche­hen mit fein­füh­li­gen und atmo­sphä­ri­schen Live-Kom­po­si­tio­nen auf dem Vio­lon­cel­lo und an den Key­boards. Sei­ne Musik ver­stärk­te die jewei­li­ge Stim­mung, schuf emo­tio­na­le Tie­fe und ver­band die ein­zel­nen Sze­nen zu einem ein­drucks­vol­len Gesamt­erleb­nis.

Das Ergeb­nis war ein opu­len­tes Büh­nen­spek­ta­kel, das Schau­spiel, Pup­pen­thea­ter, Mas­ken­spiel und Musik auf fas­zi­nie­ren­de Wei­se mit­ein­an­der ver­band. Ein Thea­ter­abend, der klas­si­sche Lite­ra­tur leben­dig wer­den ließ und das Publi­kum von der ers­ten bis zur letz­ten Minu­te fes­sel­te.

Mit rie­si­gem, begeis­ter­tem Applaus bedank­ten sich die Zuschau­er für die­se außer­ge­wöhn­li­che Dar­bie­tung. Im Anschluss nutz­ten vie­le inter­es­siert die Gele­gen­heit, die kunst­voll gestal­te­ten Pup­pen aus nächs­ter Nähe zu betrach­ten und einen Ein­blick in die fas­zi­nie­ren­de Arbeit hin­ter die­ser Insze­nie­rung zu gewin­nen.

Ein Abend, der sich rund­um gelohnt hat – vol­ler Ein­drü­cke, Emo­tio­nen und blei­ben­der Momen­te, an den man sich noch lan­ge und ger­ne erin­nern wird.


Wei­te­re Ter­mi­ne:

17.12.2026: „Eine Weihnachtsgeschichte“, Hajo Mans & Nicole Schillings, Wesel

Hajo Mans prä­sen­tiert Charles Dickens’ Klas­si­ker „Eine Weih­nachts­ge­schich­te – Die Geis­ter, die ich rief“ als stim­mungs­vol­le musi­ka­li­sche Lesung. Zusam­men mit der Musi­ke­rin Nico­le Schil­lings (Flöte/Handpan) gestal­tet der Schau­spie­ler einen ein­drucks­vol­len Abend, der Ebe­ne­zer Scr­oo­ges Wan­del besinn­lich und atmo­sphä­risch in Sze­ne setzt.

📍 Ort: Film Eck, Tele­gra­fenstr. 1, 42929 Wer­mels­kir­chen
🕗 Beginn: 20:00 Uhr (Ein­lass ab 19:00 Uhr)
🎟️ Ein­tritt: 20,- €
☎️ Kar­ten: 0152 08086028 tickets@kulturverein-wermelskirchen.de

Foto: Kul­tur­ver­ein Wer­mels­kir­chen

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