Unser Citroen-Stammtisch-Organisator brachte dieses neue Buch zum Treffen mit. Er wohnt in Köln und hatte dort auf der Lit-Cologne die Buch-Präsentation mit Jürgen Becker erlebt. Für uns Citroen-Freunde ist Köln ein ganz spezieller Ort. Dort gab es tatsächlich mal eine Citroen-Produktion und heutige Oldtimer. Die in Köln Poll gefertigt wurden werden als „Poller“ bezeichnet. Ab 1933 trugen alle dort gefertigten Automobile das Abzeichen „Deutsche Arbeit“ mit gekreuztem Eichenlaub und dem typischen Citroen-Doppelwinkel. Aber das ist nur eine kleine Episode in diesem Buch.
Ein ganz feines Teil: Großformat, ca.320 Seiten, viele, teils ganz seltene Fotos und interessante Texte mit sicher auch unbekannten Informationen. „Köln ist das Zentrum der Weltmotorisierung“, da ist sich Jürgen Becker sicher. Hier wurde 1876 der Viertaktmotor erfunden, es entstand die erste Motorenfabrik der Welt, es entstanden frühe Elektroautos und viele Fahrrad- und Motorradmarken waren in der Domstadt zu Hause.
Es gab Rennstrecken für alles was Räder hatte und Köln bietet alle Facetten der Mobilität bis hin zum totalen Stau.
Beiträge zu den Themen Mobilität, Klima, Energiewende, Nostalgie Stadtplanung – alles lässt sich aus Köln erzählen.
Das Buch ist also nicht nur eine Empfehlung für Auto- und Motorrad-Fans. Politik, Zeitgeschehen, Wirtschaft, Architektur und Kultur werden behandelt und beantworten die Fragen: „Wie ist das denn entstanden?“ oder „Warum ist das heute so wie es ist?“.
Und die Abschlussfrage passt natürlich zu Herrn Becker: „Warum läuft der Ottomotor noch immer nicht mit Kölsch?“.
Für mich ein tolles Teil und eine Empfehlung.
MOTORCOLONIA
Vom Urknall der Motorisierung zum ruhenden Verkehr
Jürgen Becker
Herausgeber: VFV – Veteranen-Fahrzeug-Verband e.V.
ISBN 978–3‑945876–07‑7
Preis: ca. 30 Euro

Foto: Walter Schubert


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