August bringt mehr Niederschlag ins Wuppergebiet – Folgen der langen Trockenphase wirken jedoch weiter nach

Im Gegen­satz zu den letz­ten Mona­ten lag die Nie­der­schlags­men­ge im August im Wup­per­ge­biet, zumin­dest an man­chen Mess­stel­len, wie­der über dem Mit­tel. Ins­be­son­de­re in der zwei­ten Monats­hälf­te gab es eini­ge Regen­ta­ge. Das zei­gen die Auf­zeich­nun­gen des Wup­per­ver­bands.

An der Messta­ti­on Bever-Tal­sper­re in Hückes­wa­gen gab es im August 143 Liter Regen pro Qua­drat­me­ter, dies liegt deut­lich über dem dor­ti­gen Mit­tel von 108 Litern. Auch an der Messtel­le Lind­scheid liegt der Wert mit 109 Litern über dem Mit­tel von 92 Litern pro Qua­drat­me­ter. Ein ande­res Bild zeigt sich an den Mess­stel­len Klär­an­la­ge Buchen­ho­fen und Klär­an­la­ge Solin­gen Burg. In Buchen­ho­fen wur­den 65 Liter gemes­sen, die­ser Wert liegt somit unter dem Mit­tel von 95 Litern. An der Klär­an­la­ge Burg fie­len 88 Liter Nie­der­schlag. Im Mit­tel sind es dort 105 Liter. Auf­fäl­lig ist, dass an allen Sta­tio­nen der meis­te Nie­der­schlag in der zwei­ten Monats­hälf­te gemes­sen wur­de. Wäh­rend es in den ers­ten zwei Wochen nur an zwei Tagen reg­ne­te, gab es im Rest des Monats rela­tiv vie­le Regen­ta­ge.

Der nas­ses­te Tag des Monats war an den Messta­tio­nen Bever (40 Liter), Lind­scheid (27 Liter) und Solin­gen Burg (20 Liter) der 21. August. An der Mess­sta­ti­on Buchen­ho­fen war hin­ge­gen der 19. August der Tag mit dem meis­ten Nie­der­schlag (21 Liter). 

Die nie­der­schlag­reichs­te Mess­stel­le war die Sta­ti­on an der Bever-Tal­sper­re. Dort wur­den 144 Liter gemes­sen, im Mit­tel sind es dort 108 Liter. Am wenigs­ten Nie­der­schlag wur­de in Lever­ku­sen gemes­sen, dort gab es im August ledig­lich 57 Liter Nie­der­schlag, im Mit­tel sind es dort 75 Liter.

War­mer und son­ni­ger August mit spä­tem Tem­pe­ra­tur­dämp­fer

Der DWD ver­zeich­net für Nord­rhein-West­fa­len einen ins­ge­samt war­men August. Die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur lag mit 19,4 °C deut­lich über dem Mit­tel. Aller­dings folg­te auf die hoch­som­mer­li­che Pha­se in der ers­ten Monats­hälf­te zum Ende des Monats eine spür­ba­re Abküh­lung mit regio­nal küh­len Näch­ten. Mit 231 Stun­den schien die Son­ne rund ein Vier­tel län­ger als in einem durch­schnitt­li­chen August.

Tal­sper­ren pro­fi­tie­ren bis­lang nur begrenzt vom Nie­der­schlag

Trotz des ver­mehr­ten Nie­der­schlags im August wir­ken die Fol­gen der mona­te­lan­gen Tro­cken­heit nach. Ein Groß­teil des Regens wird der­zeit von aus­ge­trock­ne­ten Böden und der Vege­ta­ti­on auf­ge­nom­men, sodass die Tal­sper­ren bis­lang nur begrenzt davon pro­fi­tie­ren. Dies zeigt sich auch an den Füll­stän­den der Tal­sper­ren. In der Wup­per-Tal­sper­re liegt die­ser aktu­ell bei 29 Pro­zent. In der Bever-Tal­sper­re liegt der Wert aktu­ell bei 50 Pro­zent. Die Trink­was­ser­tal­sper­re Gro­ße Dhünn-Tal­sper­re ist aktu­ell zu 39 Pro­zent gefüllt. Aus Sicht der Was­ser­wirt­schaft bleibt daher gleich­mä­ßi­ger und anhal­ten­der Land­re­gen ins­be­son­de­re im Win­ter­halb­jahr wich­tig, um die Was­ser­vor­rä­te in den Tal­sper­ren nach­hal­tig auf­zu­fül­len.

Tal­sper­ren­was­ser unter­stützt Öko­sys­te­me von Wup­per und Dhünn

Wup­per und Dhünn pro­fi­tie­ren in Tro­cken­pha­sen von dem Was­ser aus Tal­sper­ren. Durch die­se so genann­te Nied­rig­was­ser­auf­hö­hung kann in bei­den Flüs­sen eine aus­rei­chen­de Was­ser­füh­rung sicher­ge­stellt wer­den. Um die Was­ser­vor­rä­te in den Tal­sper­ren zu scho­nen und die Nied­rig­was­ser­auf­hö­hung auch bei wei­te­ren Tro­cken­mo­na­ten sicher­zu­stel­len, hat der Wup­per­ver­band die Was­ser­ab­ga­ben aus der Wup­per-Tal­sper­re in die Wup­per sowie aus der Gro­ßen Dhünn-Tal­sper­re in die Dhünn maß­voll redu­ziert.

Foto: Wup­per­ver­band

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