Buchempfehlungen – Zweisprachige Kinderbücher

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Buch­emp­feh­lung von Marie-Loui­se Lich­ten­berg

Etwa jedes 4. Kita-Kind zwi­schen drei und sechs Jah­ren wächst mit einer nicht-deut­schen Fami­li­en­spra­che auf. Der Ver­lag bili­bri ist seit über 20 Jah­ren auf mehr­spra­chi­ge Kin­der­bü­cher spe­zia­li­siert, mit dem Ziel, zwei­spra­chig auf­wach­sen­de Kin­der in ihrer Sprach­ent­wick­lung zu unter­stüt­zen. Die Bücher sind sprach­lich anre­gend geschrie­ben und kind­ge­recht illus­triert. Die The­men ori­en­tie­ren sich an Situa­tio­nen, die Kin­der in ihrem All­tag berüh­ren. Das sind z. B. Freund­schaft, Mut, Ängs­te über­win­den, aber auch Fuß­ball, Schu­le oder Super­markt.

Das Buch „Ich bin jetzt…“ von Con­stan­ze von Kit­zing, im Ori­gi­nal im Carlsen Ver­lag erschie­nen, geht es um eine gro­ße Band­brei­te an Gefüh­len, die Kin­der als auch Erwach­se­ne ken­nen. „Ich bin stark. Ich bin gedul­dig. Ich bin neu­gie­rig. Ich bin trau­rig. Ich bin glück­lich. Ich bin ver­träumt. Ich bin laut. Ich bin allein. …“ um nur eini­ge Bei­spie­le zu nen­nen.
Die­ses Buch gibt es in acht Sprach­va­ri­an­ten, immer in Ver­bin­dung mit Deutsch in Eng­lisch, Ita­lie­nisch, Ara­bisch, Persisch/Farsi, Pol­nisch, Spa­nisch, Tür­kisch und Ukrai­nisch.

Con­stan­ze von Kit­zing
Ich bin jetzt…
Ora sono…

Ita­lie­ni­sche Über­set­zung von Raf­fa­el­la Mer­li­ni Zanghi
bili­bri, ein Imprint der Nord­Süd Ver­lag GmbH, Mün­chen 2026
96 Sei­ten
Ab 3

Ori­gi­nal­aus­ga­be
Con­stan­ze von Kit­zing
Ich bin jetzt…glücklich, wütend, stark
Carlsen Ver­lag GmbH, Ham­burg 2017


Zur Zeit läuft die Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft und dazu gibt es das klei­ne Büch­lein „Fuß­ball“. Spie­le­risch ler­nen die Kin­der den Grund­wort­schatz mit Dario und Elif auf dem Bolz­platz, dem Schul­hof und im Sta­di­on. Immer in Kom­bi­na­ti­on mit Deutsch ist es in Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Ita­lie­nisch, Por­tu­gie­sisch, Spa­nisch und Tür­kisch erschie­nen.

Susan­ne Böse, Mimi & Bibi Hecher
Fuß­ball
Foot­ball

Fran­zö­si­sche Über­set­zung von Domi­ni­que Kirm­er
bili­bri, ein Imprint der Nord­Süd Ver­lag GmbH, Mün­chen 2026, 16 Sei­ten, Ab 5

In die­ser Rei­he der …klei­nen Zwei­spra­chi­gen sind u.a. erschie­nen:
Im Super­markt, Im Zoo, Rund um mein Haus, So bunt ist mei­ne Welt, In der Stadt, In der Schu­le

Ein wei­te­res sehr emp­feh­lens­wer­tes Buch ist:

Rebec­ca Gug­ger
Simon Röth­lis­ber­ger
Der Wort­schatz
Le Tré­sor des Mots

Fran­zö­si­sche Über­set­zung von Domi­ni­que Kirm­er
bili­bri, ein Imprint der Nord­Süd Ver­lag GmbH, Mün­chen 2025
42 Sei­ten
Ab 6
Erschie­nen in 8 Sprach­aus­ga­ben

Der Ver­lag schreibt zum Inhalt des Buches:

„ Der klei­ne Oscar fin­det eine Schatz­tru­he. Als es ihm gelun­gen ist, sie zu öff­nen, ist er ent­täuscht: Nichts als olle Wör­ter lie­gen dar­in her­um! Gelang­weilt wirft Oscar das Wort „quietsch­gelb“ ins Gebüsch. Gleich dar­auf wetzt ein auf­ge­brach­ter gel­ber Igel an ihm vor­bei! Nach einem wei­te­ren Ver­such erkennt Oscar, dass er mit dem gefun­de­nen Wort­schatz Lebe­we­sen, Gegen­stän­de und Pflan­zen ver­wan­deln kann – was für ein Spaß! Irgend­wann ist die Tru­he jedoch leer, und Oscar steht wort­los da. Sei­ne Suche nach neu­en Wör­tern gestal­tet sich als gar nicht so ein­fach: Die drei Erwach­se­nen, die er fragt, haben ent­we­der kei­ne Zeit, fin­den sein Anlie­gen unwich­tig oder hal­ten Wör­ter für ver­schwen­de­te Arbeit. Zum Glück trifft er die Sprach­künst­le­rin Loui­se. Sie zeigt ihm, wie er selbst neue Wör­ter machen kann und wel­che Rol­le die Sin­ne dabei spie­len. Und nicht zuletzt erklärt sie ihm, wes­halb er mit Wör­tern stets acht­sam umge­hen soll­te.“

Ich emp­feh­le die­ses Buch allen, die mit Kin­dern die Kraft und auch die Macht der Spra­che ent­de­cken möch­ten. Spra­che öff­net den Blick auf und in die Welt und natür­lich in die Fan­ta­sie. Mit Spra­che kann man eige­ne Vor­stel­lun­gen, Wün­sche und Bedürf­nis­se for­mu­lie­ren. Mit Spra­che kann man sozia­le Kon­tak­te knüp­fen und pfle­gen. Spra­che ist etwas, das viel Spaß macht und womit man spie­len kann.

Fotos: Marie-Loui­se Lich­ten­berg

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