„Plauderbänke“: Gemeinsam mit einem kleinen Gespräch gegen die Einsamkeit

Bei­trag von der Web­sei­te der Stadt Wer­mels­kir­chen

Ein­sam­keit kennt kein Alter, kei­ne sozia­le Schicht und es ist ein The­ma, das mehr Men­schen in Wer­mels­kir­chen berührt, als man den­ken mag. Des­halb hat die Stadt die Idee der „Plau­der­bän­ke“ auf­ge­grif­fen und ent­spre­chen­de Sitz­mög­lich­kei­ten zum Plau­dern in Ten­te auf dem Spiel­platz, im Stadt­park an der Jör­gens­gas­se und am Rat­haus­vor­platz instal­liert. Auch im Senio­ren­gärt­chen in Dabring­hau­sen lädt eine Plau­der­bank dazu ein, unver­bind­lich mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men. Ohne Druck und ohne Agen­da.

Kom­men­den Frei­tag, 12. Juni, wird Sabi­ne Sala­mon von der Fach­stel­le „Älter wer­den“ der Stadt zwi­schen 10 und 12 Uhr das Pro­jekt zwi­schen dem Rat­haus und dem Wochen­markt vor­stel­len. Dafür stellt sie eine mobi­le Plau­der­bank auf, die mit wei­chen Kis­sen und kusche­li­gen Decken noch gemüt­li­cher für einen Plausch beim oder nach dem Ein­kauf wird.

Mit dabei ist auch eine Ehren­amt­le­rin, die Patin für die Plau­der­bank auf dem Spiel­platz in Ten­te ist. Sie wird ab dem 16. Juni jeden Diens­tag von 10 bis 11 Uhr auf „ihrer“ Plau­der­bank Platz neh­men und für Gesprä­che zur Ver­fü­gung ste­hen. Ob über das Wet­ter, die Nach­bar­schaft, Erin­ne­run­gen oder aktu­el­le The­men. Jedes Gespräch ist will­kom­men.

Wer auch Patin oder Pate für eine der Plau­der­bän­ke im Stadt­ge­biet wer­den möch­te, neu­gie­rig ist, Fra­gen hat oder ein­fach nur ein klei­nes Gespräch füh­ren möch­te, ist herz­lich ein­ge­la­den, Sabi­ne Sala­mon auf dem Wochen­markt zu tref­fen und anzu­spre­chen. „Es wäre toll, wenn wir noch Patin­nen und Paten, die Lust auf Gesprä­che haben, für die ande­ren Plau­der­bän­ke fin­den“, sagt Sabi­ne Sala­mon, die auch per Mail an s.salamon@wermelskirchen.de oder tele­fo­nisch unter 02196 / 710–551 zur Ver­fü­gung steht.

Die Schil­der für die Plau­der­bän­ke wur­den übri­gens über För­der­gel­der der Krei­ses Motiv Mensch finan­ziert. Gut ange­leg­tes Geld, fin­det Sabi­ne Sala­mon. Denn: „Die Fol­ge­kos­ten, die durch Ein­sam­keit ent­ste­hen, sind deut­lich höher und belas­ten das Gesund­heits­sys­tem. Dabei ver­schwin­det das Gefühl der Ein­sam­keit auch schnell, wenn wir uns Zeit für­ein­an­der neh­men“, sagt sie. „Die Plau­der­bän­ke sind ein ein­fa­ches, aber wirk­sa­mes Ange­bot, um Kon­takt zu bekom­men und Brü­cken zu bau­en zwi­schen Men­schen, die sich sonst viel­leicht nie begeg­nen wür­den.“

Ein „Muss“ ist es übri­gens nicht, auf der Plau­der­bank zu plau­dern. Aber: „Es gibt nur weni­ge Men­schen, die sich gestört füh­len, wenn sie ein­mal ange­spro­chen wer­den“, weiß Sabi­ne Sala­mon. „Das Schild ist eine Anre­gung und ver­pflich­tet zu nichts. Aber es ist auch schön, mal ent­spannt ins Gespräch zu kom­men.“

Das Kon­zept wur­de bereits im ver­gan­ge­nen Som­mer in Abspra­che mit der Geschäfts­füh­rung der Eif­gen­häu­ser vor dem Haus in der Dhün­ner Stra­ße 5 erfolg­reich getes­tet. Aus dem anfäng­lich stark genutz­ten Ange­bot ent­wi­ckel­te sich der Wunsch der Besu­che­rin­nen und Besu­cher nach einem regel­mä­ßi­gen Treff­punkt. Des­halb fin­det seit­dem sogar wöchent­lich ein „Plau­der­treff“ statt, der sich an den Wün­schen der Teil­neh­men­den ori­en­tiert.

Bei­trag und Foto: Stadt Wer­mels­kir­chen / Kath­rin Kel­ler­mann

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