Hier erst einmal die monatlichen Meldungen des Wupperverbandes von Januar bis September.
- Januar trotz Schnee trockener als im Durchschnitt
Winterliche und milde Temperaturen - Februar bringt deutlich mehr Regen als üblich
Regenmengen zwischen 63 und 156 Litern im Wuppergebiet - Milder und trockener Frühlingsstart
März-Niederschlag im Wuppergebiet deutlich unter dem Durchschnitt
- Trockener April mit vielen Sonnenstunden
Teils weniger als die Hälfte der üblichen Regenmenge - Mai mit leicht überdurchschnittlichem Niederschlag im Wuppergebiet
Zeitweise hochsommerliche Temperaturen - Wenig Regen, viel Sonne im Wuppergebiet
Juni brachte Trockenheit und Rekordhitze
- Trockenster Juli seit Aufzeichnungsbeginn
Dürre setzt sich fort. Talsperrenwasser wichtig für Wupper und Dhünn
- August bringt mehr Niederschlag ins Wuppergebiet
Folgen der langen Trockenphase wirken jedoch weiter nach
- Herbst startet mit einem trockenen, eher sommerlichen September
Teils nur die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags
Der erneute trockene Sommer hat Spuren hinterlassen: An der Großen-Dhünntalsperre sind Bereiche sichtbar geworden, die sonst unter Wasser liegen. Ein ungewohnter Anblick, der ein komisches Gefühl erzeugt und ins Bewusstsein ruft, wie wichtig Wasser als Lebensgrundlage ist.
So trocken habe ich die Große-Dhünntalsperre noch nicht erlebt – jedenfalls nicht seit ihrer Flutung. Und so geht es auch anderen Besuchern am heutigen Tag an der trockenen Talsperre. Bei einem Besuch bot sich mir ein ungewohntes Bild: Das Wasser hat sich deutlich zurückgezogen, große Bereiche liegen frei. Einige Fotos zeigen eindrucksvoll, wie sehr sich das Erscheinungsbild der Talsperre verändert hat.
Die Große-Dhünntalsperre liegt zwischen Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal und ist nach der Rappbodetalsperre die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands. Sie wurde zwischen 1975 und 1985 gebaut und ging 1988 in Betrieb. Bei Vollstau umfasst ihre Wasserfläche rund 440 Hektar, ihr Fassungsvermögen beträgt etwa 81 Millionen Kubikmeter.
Ihre wichtigste Aufgabe ist die Bereitstellung von Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung. Darüber hinaus dient die Talsperre dem Hochwasserschutz und unterstützt in Trockenperioden die Wasserführung der Dhünn unterhalb der Staumauer. Damit erfüllt sie wichtige Aufgaben für die Wasserversorgung, den Schutz vor Hochwasser und den Erhalt des Flussökosystems.
Wie stark der Wasserstand nach dem trockenen Sommer tatsächlich gesunken ist, lässt sich allein anhand der sichtbaren Bereiche allerdings nicht beziffern. Dafür wären aktuelle Pegel- oder Füllstandsdaten des Wupperverbandes erforderlich.
Der ungewöhnliche Anblick macht dennoch deutlich, wie abhängig unsere Wasserreserven von Niederschlägen sind. Die Große-Dhünntalsperre ist nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern vor allem ein wichtiger Teil unserer Trinkwasserversorgung.
Die folgenden Fotos zeigen, wie sich der niedrige Wasserstand derzeit vor Ort bemerkbar macht.
Fotos: privat


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