Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2026 geht an herausragende Bücher der Kinder- und Jugendliteratur

Die dies­jäh­ri­ge Buch­mes­se in Frank­furt a.M. ging am Sonn­tag, 11. Okto­ber, zu Ende. Am Frei­tag, 9. Okto­ber, ver­folg­te ich mit über 1500 Gäs­ten die Preis­ver­lei­hung im Con­gress Cen­ter, die größ­te Ein­zel­ver­an­stal­tung auf der Buch­mes­se. In einer beein­dru­cken­den Fei­er­stun­de fie­ber­te ich mit, wel­che Titel die­ses Jahr mit dem begehr­ten Preis aus­ge­zeich­net wer­den. Der Preis gibt Ori­en­tie­rung auf dem unüber­sicht­li­chen Bücher­markt und wird seit 1956 vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung, Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend gestif­tet. Aus­rich­ter ist der Dach­ver­band Jugend­li­te­ra­tur e.V.

Die Sie­ger­ti­tel als auch die Anspra­chen mach­ten deut­lich, dass es heu­te wich­ti­ger denn je ist, dass Kin­der und Jugend­li­che muti­ge Lite­ra­tur brau­chen. Lite­ra­tur, die etwas wagt, ästhe­tisch anspruchs­voll und mit­un­ter auf­wüh­lend ist. Lite­ra­tur, die sie zu Kri­tik und eige­nen Gedan­ken und Ideen befä­higt. Mei­ne Nach­fol­ge­rin im Dach­ver­band Jugend­li­te­ra­tur, die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Prof. Dr. Julia Abel, brach­te es in ihrer Anspra­che auf den Punkt: „In einer Zeit, in der ein­fa­che Ant­wor­ten attrak­tiv erschei­nen, muss Lite­ra­tur die Sehn­sucht nach Ein­deu­tig­keit nicht bedie­nen. Sie kann Mehr­deu­tig­keit und Wider­spruch ent­ge­gen­set­zen – und jun­gen Leser:innen zei­gen, dass nicht jede Fra­ge nur eine Ant­wort hat und dass ein eige­nes Urteil mög­lich ist. – Das gilt umso mehr jetzt, da poli­ti­sche Kräf­te stär­ker wer­den, die Kunst und Kul­tur inhalt­lich fest­le­gen und begren­zen wol­len.“

Die Kri­ti­ker­ju­ry wähl­te je einen Titel in den Spar­ten Bilder‑, Kinder‑, Jugend- und Sach­buch. Die Jugend­ju­ry ver­gab ihren eige­nen Preis.
Die Sie­ger­ti­tel sind:
„Hier kommt ein T‑Rex vor“ von Julie Doui­ne (Bil­der­buch ab 6)
„Kei­ne Par­ty ist auch kei­ne Lösung“ von Anna Maria Praß­ler (Kin­der­buch ab 9)
„Das fal­sche Leben“ von Maja Niel­sen (Jugend­buch ab 13)
„Schwei­gen“ von Bir­git Wey­he (ab 16)
„Bad­jens“ von Del­phi­ne Minoui (ab 14)

Den Son­der­preis Gesamt­werk erhält die Autorin Jut­ta Rich­ter.

Der Son­der­preis „Neue Talen­te“ geht an die Autorin Fran­zis­ka Hör­ner mit ihrem Roman „Und mir bleibt der häß­li­che Hund“ (ab 13)

In der Pres­se­mit­tei­lung des Dach­ver­ban­des Jugend­li­te­ra­tur e.V. wer­den die Sie­ger­ti­tel vor­ge­stellt.

Viel Spaß beim Lesen, Vor­le­sen und Ver­schen­ken!

Fotos: Marie-Loui­se Lich­ten­berg und Ant­je Damm / AKJ

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