Ukrainische Kinder wohlbehalten zurückgekehrt

Zehn Tage ohne Luft­alarm und Kriegs­angst: Auch die zwei­te Grup­pe ukrai­ni­scher Kin­der aus dem Som­mer­camp in der Gro­ßen Led­der ist wohl­be­hal­ten bei ihren Fami­li­en ange­kom­men. Damit ist das dies­jäh­ri­ge Pro­jekt „Feri­en ohne Krieg“ erfolg­reich zu Ende gegan­gen. Über­schat­tet wur­de die Ankunft aller­dings von unüber­hör­ba­ren Explo­sio­nen in der Hei­mat.

Am Mitt­woch­mor­gen kam die erlö­sen­de Nach­richt: Nach der lan­gen Rück­rei­se sind alle Kin­der sicher ange­kom­men. In Niko­pol, der ukrai­ni­schen Part­ner­stadt Lever­ku­sens und nur weni­ge Kilo­me­ter vom unmit­tel­ba­ren Kriegs­ge­sche­hen ent­fernt, wur­den sie bereits sehn­süch­tig von ihren Müt­tern erwar­tet.

Ins­ge­samt konn­ten in die­sem Som­mer 64 Kin­der aus Dni­pro, Niko­pol und Wolo­dym­yr zehn unbe­schwer­te Tage in Wer­mels­kir­chen ver­brin­gen. Sie alle haben durch den rus­si­schen Angriffs­krieg ihre Väter ver­lo­ren.

Zehn Tage ein­fach Kind sein

Im Som­mer­camp auf dem Bay­er-Gelän­de in der Gro­ßen Led­der in Wer­mels­kir­chen-Dabring­hau­sen bestimm­ten nicht Krieg und Luft­alarm den All­tag, son­dern Aus­flü­ge, Spiel, Gemein­schaft, neue Freund­schaf­ten und vor allem das Gefühl, sicher zu sein.

Für eine kur­ze Zeit konn­ten die jun­gen Gäs­te erle­ben, was für Kin­der eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein soll­te: Freu­de haben, lachen und ein­fach Kind sein.

Das Pro­jekt „Feri­en ohne Krieg“ wur­de in die­sem Jahr bereits zum zehn­ten Mal vom Blau-Gel­ben Kreuz e. V. orga­ni­siert. Die außer­ge­wöhn­lich star­ke Unter­stüt­zung der Bay­er AG ermög­lich­te Unter­kunft und Ver­pfle­gung sowie ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit vie­len beson­de­ren Erleb­nis­sen.

Gro­ße Hilfs­be­reit­schaft in Wer­mels­kir­chen

Zum Gelin­gen des Som­mer­camps tru­gen zahl­rei­che Hel­fer, Unter­stüt­zer und Spen­der bei. Über­all in Wer­mels­kir­chen begeg­ne­ten den Kin­dern Herz­lich­keit, Offen­heit und gro­ße Hilfs­be­reit­schaft.

Was ihnen von die­sen Tagen beson­ders in Erin­ne­rung blei­ben wird? Viel­leicht die Aus­flü­ge und Erleb­nis­se, neue Freund­schaf­ten, gemein­sa­mes Lachen – oder ein­fach das Gefühl, für eini­ge Tage sicher und will­kom­men gewe­sen zu sein.

Mit der Rück­kehr der zwei­ten Grup­pe endet das Som­mer­camp 2026 mit gro­ßer Erleich­te­rung und Dank­bar­keit.

Ein Gedan­ke aber bleibt: Eigent­lich dürf­te es ein Pro­jekt mit dem Namen „Feri­en ohne Krieg“ gar nicht geben.

Solan­ge jedoch unschul­di­ge Kin­der unter den grau­sa­men Fol­gen des rus­si­schen Angriffs­kriegs lei­den, blei­ben sol­che huma­ni­tä­ren Hilfs­ak­tio­nen unver­zicht­bar.

Den 64 jun­gen Gäs­ten und ihren Beglei­te­rin­nen und Beglei­tern und allen Betei­lig­ten wer­den die fried­li­chen Tage im TSV Bay­er 04 Jugend­gäs­te­haus in der Gro­ßen Led­der wohl noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben.

Foto und Video: Blau Gel­bes Kreuz und Lothar Dähn

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