Ausrüstung reinigen zum Schutz unserer Gewässer

Bei­trag von der Web­sei­te des Wup­per­ver­ban­des

Wup­per­ver­band ver­öf­fent­licht Rei­ni­gungs­re­geln

Um die Aus­brei­tung gebiets­frem­der Arten (Neo­bio­ta) und Krank­hei­ten in sei­nen Gewäs­sern zu ver­hin­dern bzw. ein­zu­däm­men, ruft der Wup­per­ver­band alle Nut­ze­rin­nen und Nut­zer zur Mit­wir­kung auf. Beim Besuch unse­rer Gewäs­ser kommt es auf den Bei­trag jeder Per­son an. Daher hat der Ver­band wich­ti­ge Vor­ga­ben zusam­men­ge­stellt, die fest­le­gen, wor­auf dabei beson­ders zu ach­ten ist.

Gewäs­ser schüt­zen in 3 Schrit­ten: 1. Kon­trol­lie­ren – 2. Rei­ni­gen – 3. Trock­nen 

Die Ver­brei­tung von Neo­bio­ta und Krank­hei­ten (z. B. Quag­gamu­schel und Krebs­pest) kann über jeg­li­che im Was­ser ver­wen­de­te Aus­rüs­tung erfol­gen, z. B. Boo­te, SUPs, Tauch- oder Ange­l­e­quip­ment, Was­ser­spiel­zeug. Des­halb ist die Beach­tung der fol­gen­den drei Schrit­te wich­tig:

  1. Aus­rüs­tung soll vor und nach dem Gebrauch am Gewäs­ser sorg­fäl­tig auf u. a. anhaf­ten­de Pflan­zen­tei­le, Schmutz und Rest­was­ser kon­trol­liert wer­den.
  2. Vor erneu­ter Nut­zung soll die Aus­rüs­tung gründ­lich und mit mög­lichst hei­ßem Was­ser gerei­nigt sowie Bil­gen- und Rest­was­ser voll­stän­dig ent­fernt wer­den.
  3. Nach der Rei­ni­gung und vor erneu­ter Benut­zung soll die Aus­rüs­tung dann voll­stän­dig getrock­net wer­den, emp­foh­len wer­den dafür meh­re­re Tage.

Beim Wech­sel zwi­schen Gewäs­sern ist es am bes­ten, sepa­ra­te Aus­rüs­tung zu ver­wen­den. So kann wir­kungs­voll ver­hin­dert wer­den, dass selbst mikro­sko­pisch klei­ne Orga­nis­men zwi­schen unter­schied­li­chen Gewäs­sern wei­ter­ge­tra­gen wer­den.

Mit dem Drei­klang „Kon­trol­lie­ren, Rei­ni­gen, Trock­nen“ leis­ten die alle Nut­ze­rin­nen und Nut­zer einen wich­ti­gen Bei­trag für den Schutz unse­rer Gewäs­ser sowie der hei­mi­schen Flo­ra und Fau­na im Wup­per­ge­biet.

Die voll­stän­di­gen Rei­ni­gungs­re­geln sind hier zu fin­den: https://www.wupperverband.de/service/freizeit

Inva­si­ve Neo­bio­ta gefähr­den Öko­sys­te­me und Gewäs­ser­nut­zung im Wup­per­ge­biet

In den letz­ten Jahr­zehn­ten ist die Anzahl an Neo­bio­ta stark gewach­sen. Auch im Wup­per­ge­biet gibt es mitt­ler­wei­le vie­le nicht-hei­mi­sche Arten, jedoch wer­den nicht alle die­ser Arten als inva­siv ein­ge­stuft. Inva­si­ve Arten sind sehr anpas­sungs­fä­hig, kön­nen sich mas­sen­haft ver­meh­ren und explo­si­ons­ar­tig aus­brei­ten. Dabei pro­fi­tie­ren sie meist von ver­än­der­ten Umwelt­be­din­gun­gen durch den Kli­ma­wan­del. Eta­blie­ren sie sich in geeig­ne­ten Lebens­räu­men, ent­ste­hen erheb­li­che öko­lo­gi­sche und wirt­schaft­li­che Schä­den. Auch die Gewäs­ser­nut­zung kann in der Fol­ge erheb­lich ein­ge­schränkt wer­den. Anschlie­ßen­des Manage­ment ist mit hohen Kos­ten ver­bun­den und oft nicht aus­rei­chend wirk­sam. Des­halb ist die wich­tigs­te Schutz­maß­nah­me zu ver­hin­dern, dass die­se Arten ins Gewäs­ser gelan­gen und sich dort wei­ter aus­brei­ten. 

Der Fach­be­reich Lim­no­lo­gie des Wup­per­ver­bands hat im Juli die Brauch­was­ser­tal­sper­ren mit­tels Umwelt-DNA gezielt auf inva­si­ve Arten wie die Quag­gamu­schel unter­sucht. Im Rah­men der Unter­su­chun­gen wur­de die inva­si­ve Quag­gamu­schel bis­lang nicht nach­ge­wie­sen.

Doch das bedeu­tet kei­nes­wegs Ent­war­nung. Zur Ver­hin­de­rung eines Befalls der Quag­gamu­schel ist die Ein­hal­tung der Rei­ni­gungs­re­geln daher von zen­tra­ler Bedeu­tung.

Der Wup­per­ver­band hat die Rei­ni­gungs­re­geln auf sei­ner Web­site ver­öf­fent­licht. Dar­über hin­aus wer­den Hin­weis­schil­der erstellt und Frei­zeit­ak­teu­re wie Ver­ei­ne gezielt infor­miert.

Foto: Wup­per­ver­band

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