Unter dieser Rubrik haben Menschen aus Wermelskirchen die Möglichkeit, ihre persönliche Sicht auf unsere Stadt zu teilen. Dafür haben wir zehn kurze Fragen zusammengestellt, die einen ehrlichen und vielfältigen Eindruck davon vermitteln sollen, wie Wermelskirchen im Alltag, im Wandel und mit Blick in die Zukunft erlebt wird.
Die Antworten können gerne kurz gehalten werden – Stichpunkte reichen völlig aus.
Melde dich gerne unter info@forumwk.de und teile deine ganz persönlichen Antworten mit uns.
Heutige Teilnehmerin: Kerstin Großmann

- Was bedeutet Wermelskirchen für dich persönlich?
Für mich ist Wermelskirchen seit Kindertagen die “Kleinstadt mit Herz”. Hier bin ich daheim.
- Was läuft hier richtig gut – und was gar nicht?
Diese vielen kleinen Initiativen, die Wermelskirchen einen Herzschlag verleihen wie zum Beispiel Haus Eifgen, WIW mit den vielen tollen Ideen und diese kleinen kreativen Geschäfte unserer Stadt.
Was mir nicht so gefällt ist die gefühlte Schwerfälligkeit unserer Stadtverwaltung den Herzschlag unserer Stadt zu fördern.
- Was würdest du sofort ändern, wenn du es könntest?
Wenn ich könnte, dann würde ich die Telegrafenstraße noch beschwerlicher für den Durchgangsverkehr machen, indem ich am Venezia einen nur für Busse absenkbaren Poller einsetzen würde und der Außengastronomie noch mehr Raum geben.
- Dein Lieblingsort in Wermelskirchen – und warum?
Der Markt, weil dort noch ein kleines bisschen Vergangenheit sichtbar ist, die Bank unter dem Baum zum Verweilen einlädt und sich dort viele wichtige Anlaufpunkte treffen wie unsere Stadtkirche, der CVJM, das JUCA, Café Wild, die Buchhandlung Van Wahden, der Weltladen, das Cu thoc. Hier trifft sich die Vielfalt, hier trifft sich das Leben
- Was fehlt dir in der Stadt am meisten?
Ich finde hier im Prinzip alles was ich brauche und könnte ad hoc nicht sagen, dass mir etwas fehlt.
- Wie hat sich Wermelskirchen in den letzten Jahren verändert?
In Wermelskirchen wurde viel gebaut und so hat es meiner Ansicht nach den Bergischen Charme leider ein bisschen verloren. Doch es gibt viele Aktivitäten, der Stadt ein schönes Gesicht zu verleihen.
- Was sollten Außenstehende unbedingt über Wermelskirchen wissen?
In Wermelskirchen versteht man es zu feiern und wenn man das tut, dann ist die ganze Stadt auf den Beinen. Es ist eine Stadt mit dem Herz am richtigen Fleck.
- Was nervt dich hier manchmal richtig?
Der Müll. Ich war und bin sehr viel zu Fuß unterwegs und sehe trotz aller Bemühungen immer noch sehr viel Abfall. Dabei sehe ich uns alle in der Pflicht. Jeder, der hier lebt sollte sich auch für das Herz der Stadt ein bisschen verantwortlich fühlen. Wir Erwachsene können es schon den Kleinsten vorleben. Ich fand diese Selbstverständlichkeit der Japaner bei der WM hinter sich aufzuräumen bemerkenswert und ein großartiges Beispiel
- Wo siehst du die Zukunft der Stadt?
Wermelskirchen ist sicherlich ein guter Wirtschaftsstandort, doch sehe ich persönlich bei der Förderung des Tourismus noch Luft nach oben. Wir haben geschichtlich sehr viel zu bieten, was wir, ebenso wie die Pilgerkirche, zeigen dürfen. Ich vermisse dazu zum Beispiel ein bisschen die Informationstafeln, die man an anderen Orten oft findet.
- Warum lebst du (noch) hier?
Ich fühle mich hier sehr wohl, weil es für mich noch ein bisschen überschaubar erscheint. Hier kennt man sich und schaut man noch nach dem Nachbarn. Um mein Gefühl für Wermelskirchen zu beschreiben kann jeder im “Bergischen Heimatlied” fündig werden
Vielen Dank Kerstin Großmann
Beitragsbild: Klaus Ulinski


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