10 Fragen an Menschen aus Wermelskirchen

Unter die­ser Rubrik haben Men­schen aus Wer­mels­kir­chen die Mög­lich­keit, ihre per­sön­li­che Sicht auf unse­re Stadt zu tei­len. Dafür haben wir zehn kur­ze Fra­gen zusam­men­ge­stellt, die einen ehr­li­chen und viel­fäl­ti­gen Ein­druck davon ver­mit­teln sol­len, wie Wer­mels­kir­chen im All­tag, im Wan­del und mit Blick in die Zukunft erlebt wird.

Die Ant­wor­ten kön­nen ger­ne kurz gehal­ten wer­den – Stich­punk­te rei­chen völ­lig aus.

Mel­de dich ger­ne unter info@forumwk.de und tei­le dei­ne ganz per­sön­li­chen Ant­wor­ten mit uns.

Heu­ti­ger Teil­neh­mer: Uwe Ort­mann


  • Was bedeu­tet Wer­mels­kir­chen für Sie per­sön­lich?
    Da ich seit 1970 in Wer­mels­kir­chen lebe, mei­ne Schul­zeit hier ver­bracht habe und einen Groß­teil mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit als Poli­zei­be­am­ter hier erle­ben durf­te, ist mir Wer­mels­kir­chen zu einer ech­ten Hei­mat gewor­den. Hier lebt man nicht so anonym wie in einer Groß­stadt, die Nach­barn ken­nen sich unter­ein­an­der, bei den Ver­an­stal­tun­gen in der Stadt trifft man immer wie­der Men­schen, die man kennt – das alles ist schön.
    Auch wenn ich kein gebür­ti­ger „Dell­mann“ bin, weiß ich, dass ich nie­mals von hier weg­zie­hen wer­de.
  • Was läuft hier rich­tig gut – und was gar nicht?
    Die­se Fra­ge ist sehr span­nend. Da ich seit ca. 3 Jah­ren in der Kom­mu­nal­po­li­tik aktiv bin, kann ich die­se Fra­ge heu­te ganz anders beant­wor­ten, als ich es vor­her getan hät­te.
    Ich erle­be ein star­kes gesell­schaft­li­ches Mit­ein­an­der und freue mich über das gro­ße Enga­ge­ment der Bür­ger (bei­des hat­te ich frü­her nicht so wahr­ge­nom­men), sei es in den Kir­chen, Ver­ei­nen, sozia­le Ein­rich­tun­gen u.v.a.m.

    Natür­lich müs­sen wir uns hier nichts vor­ma­chen. Es ist nicht alles nur posi­tiv. Ich wün­sche mir zum Bei­spiel sehr, dass unse­re Stadt sau­be­rer wird und die vie­len Hel­fer, die bei der Akti­on „Sau­be­re Stadt“ mit­ma­chen, ent­behr­lich wer­den. Aber auch dass die Men­schen sich abends sicher füh­len und nicht die Innen­stadt mei­den, dass Sicher­heit und Ord­nung wie­der stär­ker in den Fokus gerückt wer­den.
  • Was wür­den Sie sofort ändern, wenn Sie könn­ten?
    Ich wür­de mir mehr Bür­ger­be­tei­li­gung wün­schen – ins­be­son­de­re bei den The­men inner­städ­ti­sches Par­ken, aber auch bei der all­ge­mei­nen Ver­kehrs­si­tua­ti­on und der Rad­ver­kehrs­füh­rung …

    Mehr Poli­zei bzw. mehr Befug­nis­se des Ord­nungs­am­tes (Stich­wort: Gefühl­te Sicher­heit).

    Wer­mels­kir­chen könn­te noch attrak­ti­ver für jun­ge Fami­li­en wer­den – also brau­chen wir unbe­dingt mehr Wohn­raum und gute Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che.
  • Ihr Lieb­lings­ort in Wer­mels­kir­chen – und war­um?
    Cafe Wild – ers­tens schmeckt da der Kuchen außer­ge­wöhn­lich gut. Zwei­tens habe ich dort mei­ne Lebens­ge­fähr­tin ken­nen­ge­lernt😊
  • Was fehlt Ihnen in der Stadt am meis­ten?
    Wir haben eini­ge Cafes, Restau­rants mit Außen­gas­tro­no­mie – das könn­ten ger­ne noch etwas mehr wer­den😊
  • Wie hat sich Wer­mels­kir­chen in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert?
    Die Stadt hat sich natür­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Schu­len, die es frü­her gab, sind nicht mehr da, die Umge­hungs­stra­ße und die Tras­se sind z.B. neu hin­zu­ge­kom­men.  Bald wird das Hüpp­tal kom­plett anders aus­se­hen und wenn Rhom­bus erst fer­tig ist, wer­den wir sehen, dass es sehr schön gewor­den ist, und man muss sich auch nicht mehr schä­men, wenn man auf der Umge­hungs­stra­ße fährt.
  • Was soll­ten Außen­ste­hen­de unbe­dingt über Wer­mels­kir­chen wis­sen?
    Da ist natür­lich als ers­tes unser 150 Jah­re alter „Weih­nachts Mam­mut­baum zu nen­nen. Im Archiv von Wer­mels­kir­chen (kann ich übri­gens sehr emp­feh­len) habe ich vor eini­ger Zeit ein Bild gese­hen – da war er gera­de mal ca. 50 cm 😊

    Aber Wer­mels­kir­chen bie­tet ja noch viel mehr – die Nähe zu den Tal­sper­ren, tol­le Wan­der- und Rad­we­ge, typisch ber­gi­sche Fach­werk­häu­ser, Ver­an­stal­tun­gen und Fes­te

    Kurz zusam­men­ge­fasst => ein Ort, an dem man die Viel­falt des Ber­gi­schen Lan­des ent­de­cken kann
  • Was nervt Sie hier manch­mal rich­tig?
    In vie­len Gesprä­chen (beson­ders in den sozia­len Medi­en) habe ich das Gefühl, dass vie­les erst­mal schlecht gere­det wird. Zum Bei­spiel das „Rhom­bus­ge­län­de“ => ich war anfäng­lich – wegen der hohen Kos­ten – auch sehr kri­tisch dazu ein­ge­stellt. Als ich mich aber in das The­ma ein­ge­ar­bei­tet habe, muss­te ich zuge­ben, dass ein Aus­stei­gen aus dem Pro­jekt mehr Nach­tei­le gehabt hät­te.  
  • Wo sehen Sie die Zukunft der Stadt?
    Ich sehe unse­re Stadt in der Zukunft auch wei­ter­hin als einen lebens- und lie­bens­wer­ten Ort, wo vie­le unter­schied­li­che Men­schen sich ein­brin­gen und wir gemein­sam zufrie­den und sicher leben kön­nen.
  • War­um leben Sie (noch) hier?
    Sie­he Fra­ge 1😊

Vie­len Dank Uwe Ort­mann

Bei­trags­bild: Klaus Ulin­ski

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