Buchempfehlung “Tatort Trelleborg”

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Buch­emp­feh­lung von  Bar­ba­ra Busch aus der Buch­hand­lung Mara­bu.

“Tat­ort Trel­le­borg” von Mat­ti­as Edvards­son
ISBN: 9783764510152
Erschie­nen 04.2026 im Ver­lag Blan­va­let
Paper­back 17,00€

Mat­ti­as Edvards­son “Tat­ort Trel­le­borg” gele­sen und für Sie vor­ge­stellt von Bar­ba­ra Busch.

Als beken­nen­der Fan von schwe­di­schen Thril­lern (und Fan von stim­mi­gen Covern) war ich gespannt auf den Anfang die­ser neu­en Kri­mi­se­rie. Und ich wur­de nicht ent­täuscht; die­ser Thril­ler hat mich von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te wirk­lich gepackt!

Das ers­te Ver­bre­chen geschieht 1989.

Im Mit­tel­punkt steht Gun­ni Hil­ding, eine eher unschein­ba­re Poli­zei­meis­te­rin im süd­schwe­di­schen Trel­le­borg, die plötz­lich mit einem Gewalt­ver­bre­chen kon­fron­tiert wird. Was zunächst wie ein tra­gi­scher Unfall wirkt, ent­puppt sich schnell als Mord. Ein Jun­ge wird tot im Wald gefun­den. Die Umstän­de sind rät­sel­haft und nach jedem Kapi­tel gibt es neue Ver­däch­ti­ge, bis mit Hil­fe eines Psy­cho­lo­gen der Mör­der über­führt wer­den kann.

Doch im Juni 1994 ereig­net sich ein ähn­li­cher Fall. Gun­ni erkennt die Zusam­men­hän­ge sofort, doch ihre Unsi­cher­heit und ihre Stel­lung inner­halb des Dezer­nats machen es ihr schwer, sich wirk­lich durch­zu­set­zen.

Gera­de die­se lei­sen Zwi­schen­tö­ne haben mir gut gefal­len; denn hier geht es um eine Ermitt­le­rin, die an sich selbst zwei­felt und trotz­dem einen star­ken Instinkt hat. Zudem ver­leiht Gun­nis per­sön­li­che Geschich­te dem Hand­lungs­ver­lauf zusätz­li­chen Cha­rak­ter. Ihr Bruch mit der Fami­lie, die den Zeu­gen Jeho­vas ange­hört und die heim­li­chen Kon­tak­te zu ihrer Schwes­ter sor­gen für emo­tio­na­le Kon­flik­te abseits der Kri­mi­hand­lung.

Der Schreib­stil ist ruhig und unauf­ge­regt, aber genau das macht für mich den Reiz aus. Zudem trägt das Set­ting in den 80er- und 90er-Jah­ren ohne moder­ne Tech­nik zur beson­de­ren Atmo­sphä­re bei. Für mich war es ein durch­weg gelun­ge­ner Kri­mi mit einer inter­es­san­ten Prot­ago­nis­tin, die sich ange­nehm von den übli­chen Ermitt­lern abhebt. Ich bin defi­ni­tiv neu­gie­rig auf wei­te­re Fäl­le, die von Gun­ni Hil­ding zu lösen sein wer­den.

Bil­der: Marie-Loui­se Lich­ten­berg / Buch­hand­lung Mara­bu

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