Beitrag von der Webseite der Stadt Wermelskirchen, 10.02.2026
Der Schock hallt noch nach: Als am frühen Samstagvormittag des Pfingstwochenendes die Feuerwehr in Wermelskirchen zu gleich drei Hausbränden ausrücken musste, zeigte sich, was Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit bedeuten. Trotz des mit der Brandserie verbundenen Schreckens bleibt die gute Bilanz: 23 Menschen konnten aus den brennenden Gebäuden gerettet werden – Tote gab es in Folge der Brände nicht zu beklagen.
„2025 war ein Jahr der besonderen Herausforderungen für uns“, fasste es Ingo Mueller, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen, bei der jährlichen Hauptversammlung der Brandbekämpferinnen und Brandbekämpfer im großen Saal des Bürgerzentrums zusammen. Auch erinnerte er an den Brand in der Gaststätte „Alt-Ketzberg“. „Da mussten wir einen Gebäudebrand mitten in einem Ortskern bekämpfen. Wir konnten erfolgreich ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude verhindern“, sagte Ingo Mueller. Auch im Namen von Wehrleiter Holger Stubenrauch richtete Ingo Mueller ein „Danke“ an die Feuerwehrleute: „Wir sind stolz auf euch.“
„Viele Menschenleben gerettet“
Diesem Dank schloss sich Bürgermeister Bernd Hibst an. Er stellte fest: „Sie haben viele Menschenleben gerettet. Sie haben Mut und Einsatzbereitschaft gezeigt und sich für die Gemeinschaft eingesetzt. Sie haben bewiesen, dass unsere Stadt in guten Händen ist.“ Deshalb ginge es an so einem Abend vor allem um die Menschen, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, um diejenigen, „die da sind, wenn es zählt“, betonte der Bürgermeister.
Außer Acht ließ Bürgermeister Bernd Hibst die Gebäudesituation der Feuerwehr nicht: „Uns allen in der Stadt ist bewusst, dass in 30 Jahren nicht wirklich viel an den Feuerwehrgerätehäusern verbessert worden ist. Umso schöner ist es doch, dass innerhalb der vergangenen sechs Jahre unfassbar viel angeschoben wurde.“ Dabringhausen hat bereits ein neues Feuerwehr-Gerätehaus, der Vollumbau des Gerätehauses in Dhünn ist im Gange und die Planungen für Neubauten in Tente und Eipringhausen laufen auf Hochtouren, nachdem für diese beiden Standorte Grundstücke von der Stadt erworben wurden.
Für den Kreisfeuerwehrverband war Bastian Eltner zu Gast. Er attestierte der Wermelskirchener Feuerwehr eine „kreisweit einmalige Förderkultur“.
Überraschung: 1500 Euro-Spende
Seit einem Jahr im Amt ist der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins, Peter Kreft: „Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, mich im Förderverein zu engagieren, um die Feuerwehr zu unterstützen und zu stärken. Die Bürgerinnen und Bürger sind sehr dankbar für den Einsatz der Feuerwehrwehr.“
Peter Kreft konnte sich auf der Hauptversammlung gleich über eine Spende in Höhe von 1500 Euro für die Sankt-Florians-Jünger freuen. Die brachte Stadtsparkassen-Vorstand Thorsten Thomas als Überraschung mit ins Bürgerzentrum: „Wir unterstützen die Feuerwehr schon lange und gerne und tun das auch weiter.“ Es verdiene größten Respekt, dass die Feuerwehrleute ihre Freizeit und auch ihre Gesundheit in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Einsatzzahlen
Was dieser Einsatz in Zahlen bedeutet, machte der Jahresrückblick deutlich. So rückte die Feuerwehr in 2025 zu insgesamt 652 Brandschutz-Einsätze (2024: 703) aus – davon 58 Brände (2024: 45) und 394 Hilfeleistungen (2024: 513). Das sind durchschnittlich knapp zwei Brandschutz-Einsätze pro Tag.
6129 Fahrten absolvierte der Rettungsdienst im vergangenen Jahr – in 2024 waren es noch 5937. 799 (2024: 760) davon entpuppten sich als Fehleinsätze, womit sich 5201 Einsätze (2024: 5040) summierten. 1398 Male (2024: 1403) war der Notarztwagen unterwegs, der Rettungstransportwagen fuhr 4058 Fahrten (2024: 3846). Dazu gesellten sich 673 Krankentransportfahrten (2024: 688).
„Unverzichtbar für die Sicherheit“
Eine weitere stattliche Zahl brachte der Jahresrückblick ans Tageslicht: So sind in 2025 bei der Freiwilligen Feuerwehr über 36.000 Stunden ehrenamtlich geleistet worden. „Das ist vielfach unsichtbare Arbeit, die aber unverzichtbar für die Sicherheit in unserer Stadt ist“, bilanzierte der Jahresrückblick, den eine Arbeitsgruppe aus Nico Golz, Stephan Meier, Uli Puschinski, Lara Fink und Philipp Alexander in Form eines Films zusammengestellt hatte. Das Quintett tritt damit die Nachfolge von Torsten Raspe an, der zuletzt stets die Jahresrückblicke übernommen hatte, aber inzwischen im wohlverdienten Ruhestand ist.
Jubilare
Mit Sonderauszeichnungen des Verbandes der Feuerwehr NRW wurden Manfred Katerndahl von der Löschgruppe Dhünn für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr und Ralf Rauchel von der Löschgruppe Unterstraße für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold gab es für Holger Stubenrauch und Ole Clouth (beide 35 Jahre aktiv) und für 25-jährige Zugehörigkeit das Ehrenzeichen in Silber für Dominic Miotk, Tim Bosbach und Gernot Schulte.
Ernennungen
Zum Zugführer ernannt wurde Stephan Meier, Uli Puschinski zum stellvertretenden Zugführer. Gruppenführer sind Christian Schoofs und Florian Esser – stellvertretende Gruppenführer Tim Gratza und Joshua Hensel. Alle gehören dem Löschzug‑1 Stadtmitte an.
In Sonderfunktionen ernannte die Feuerwehr Florian Fornahl (stellvertretender Ausbildungsbeauftragter) und Peter Wetzke (Psycho-soziale Unterstützung) sowie als Jugendbetreuer Nico Golz, Max Fuhr, Thorben Olek und Daniel Jakobi.
Beförderungen
Ihre Beförderungsurkunden erhielten: Matthias Dietrich (Brandoberinspektor), Stephan Meier (Brandinspektor), Daniel Gersch (Hauptbrandmeister), Sebastian Matthies, Joshua Hensel, Falk Schröter und Justin Vierkötter (alla Oberbrandmeister), Florian Fornahl (Brandmeister), Andreas Fischer, Tristan Prüß (beide Unterbrandmeister), Jan Ebinghaus, Zina Marie Hacke, Andreas Teske, Enya Eliona Sophie Sachser, Laura Zdrenka, Thorsten Paulsen, Max Hofmann, Jacques und Jean Luc Lau sowie Nathaly Deborah Funk (alle Oberfeuerwehrfrau bzw. Oberfeuerwehrmann), Carlos Criado van Mil, Felix Pilz, Niklas Schrage, Ariane Burghoff, Nic-Leon Hinck, Niklas Levi Gross, Sean Jakoby und Marc Raffelsiefer (alle Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann) sowie Chantal Steffens, Janos Schumacher, Frederic Fitzner und Erik Koch (Feuerwehrfrau-Anwärterin bzw. Feuerwehrmann-Anwärter).
Beitrag und Foto: Stadt Wermelskirchen / Autor: Stephan Singer


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