Meinungsbeitrag von Lothar Dähn
Die vom Forum WK am Donnerstagabend erstmals veranstaltete Bürger-Fragestunde blieb selbstverständlich nicht unkommentiert. Die Rückmeldungen fielen überwiegend positiv aus, häufig verbunden mit dem Wunsch nach einer Fortsetzung in dieser oder ähnlicher Form. Zustimmend äußert sich dazu auch der Redakteur Guido Radtke in der aktuellen Wochenendausgabe der Bergischen Morgenpost.
Doch was war das? Haben wir am Donnerstag wirklich richtig gehört? Einerseits wird die Bedeutung von Transparenz, Bürgerbeteiligung und Dialog oft feierlich beschworen – andererseits wird genau dieser Dialog von einem Ratsmitglied vermeintlich als lästige Pflicht empfunden. Wenn ein gewählter Vertreter des Rates sinngemäß erklärt, ….Bürgerfragen würden ihn „ankotzen“….., dann ist das kein bloßer Ausrutscher, sondern eher ein politischer Offenbarungseid. Wer so spricht, hat das Prinzip demokratischer Repräsentation entweder missverstanden oder innerlich bereits vom „ganz normalen Bürger“ Abstand genommen. (So wie Herr Ernst-Walter Müller haben es auch andere verstanden – Link)
Die vom lokalen SPD-Fraktionschef Bilstein eingeforderte „Informations-Holschuld“ der Bürger wirkt in diesem Zusammenhang wie eine bequeme Schutzbehauptung: Zunächst wird mangelndes Interesse unterstellt, anschließend werden konkrete Nachfragen als überflüssig, weil digital abrufbar eingestuft. Dass eine Fragestunde überhaupt notwendig erschien, zeigt doch gerade, dass bestehende Informationsangebote entweder unzureichend, schwer zugänglich oder schlicht und einfach nicht pro-aktiv genug bekannt gegeben werden. Verantwortung für verständliche Information einfach an die Wählerschaft durchzureichen, ist kein überzeugender Führungsstil – eher ein Ausdruck von Bequemlichkeit.
Besonders bedauerlich ist das Schweigen der Verwaltungsspitze. „Formale Gründe“ für das Fernbleiben von Bürgermeister und technischem Beigeordnetem mögen auf dem Papier oder öffentlich unausgesprochen existieren – politisch sind sie ein Armutszeugnis. Wer Großprojekte verantwortet, sollte ein solches Dialogangebot wahrnehmen und sich den Fragen der Bürger stellen. Oder zumindest auf eine schriftliche Einladung mit einer nachvollziehbaren Absage reagieren. Alles andere nährt den Eindruck von Distanz – oder Unsicherheit.
Lesenswert sind alle Kommentare, dieser hier fiel besonders auf:
Zunächst ein großes Dankeschön an das ForumWk für die Organisation dieser Bürger-Fragestunde. Solche Veranstaltungen sind wichtig, gerade bei einem Projekt in dieser Größenordnung. Positiv hervorzuheben ist, dass einige engagierte Fachpolitiker sich Zeit genommen haben, Hintergründe zu erklären und Informationen verständlich einzuordnen. Besonders die Erläuterungen zu „Kosten“ und „Investitionen“ sowie zur Geschichte des Projekts haben vielen Anwesenden geholfen. Großen Ärger hat bei mir aber das Auftreten von Herrn Bielstein [sic] ausgelöst. Bürger, die Fragen stellen und sich ehrlich informieren wollen, fast als störend darzustellen und sinngemäß zu sagen, es „kotze ihn an“, (Originalton Bielstein [sic]) sich mit Bürgerfragen zu beschäftigen, ist respektlos. Er weist auf eine angebliche „Informations-Holschuld“ der Bürger hin. Das wirkt überheblich und geht an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei. Gerade deshalb Dankeschön an die wirklich wichtige Arbeit des Forums. Diese Veranstaltung hat gezeigt, wie sinnvoll es ist, Informationen offen zu teilen und Fragen zuzulassen. Bürgerfragen sind kein Problem, sondern ein fester Bestandteil von Demokratie, so sagte Herr Dähn und sein Kollege. Dass ausgerechnet ein SPD-Politiker wie Herr Bielstein [sic] damit offenbar Schwierigkeiten hat, hinterlässt nicht nur bei mir einen entsprechenden Eindruck.
Ernst-Walter Müller
Diesen Kommentar und weitere findet man hier.
Foto: Lothar Dähn


Kommentare
14 Kommentare zu „Rhombus: Wieso, Weshalb, Warum? Wer hier fragt ist „dumm“!“
Eigentlich verzichte ich darauf, Äußerungen in sozialen Netzwerken zu kommentieren. Die Behauptungen einzelner „Kommentatoren“ im Forum, allen voran von Herrn Dähn, meine Redebeiträge im Rahmen der Forumveranstaltung zum Rhombus Projekt betreffend, bedürfen jedoch einer Klarstellung.
1. Mit keinem einzigen Wort habe ich den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern das Recht abgesprochen, Fragen zu stellen oder Kritik zu äußern. Mit keinem Wort habe ich davon gesprochen, dass mich, wie Herr Dähn in seiner Nachlese behauptet, Bürgerfragen „ankotzen“. Was ich allerdings gesagt habe, das war, dass mich nach über 30 Jahren Kommunalpolitik das ewige „die Politiker“ Bashing „ankotzt“, ein Wort, das ich eher selten verwende.
2. Was ich allerdings gesagt habe, ist, dass es in einem demokratischen Gemeinwesen nicht nur eine obligatorische Bringeschuld der Politik und der Verwaltung gibt, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Eine demokratische Gesellschaft kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger allenfalls an Wahltagen auf ihre politische Verantwortung besinnen. Demokratie benötigt aktive Bürgerinnen und Bürger, die auch einmal Zeit aufbringen sich eigenständig zu informieren, auch in der Zeit zwischen den Wahlen. Wo könnte das besser funktionieren als in einer überschaubaren Kommunalpolitik.
3. Was mich von Anbeginn der Veranstaltung vor allem in einen – was eher selten vorkommt – heftigen Erregungszustand versetzt hat, war die Unehrlichkeit der für die Inhalte verantwortlichen Veranstalter des Abends. Sie erweckten den Eindruck, eine objektive Darstellung des Rhombus Projekts als Grundlage einer offenen Diskussion zu präsentieren. Das gelang weder mit den Worten des Herrn Dähn noch mit den Inhalten der Power Point Präsentation. Dieser Stil wurde mit dem „Nachtreten“ von Herrn Dähn in seinem Kommentar bestätigt. Schade!
Hert Bilstein, das ist ihre Wahrnehmung und das fast 14 Tage später.….kommt ein bisschen spät.
Selbstverständlich können Sie meinen Beitrag kritisieren und Ihre Position erklären. Und ich darf Ihnen erwidern:
Zu 1: Es waren zirka 35 Personen im Raum, die sie gut hören konnten. Bisher hat meines Wissens nach keiner von denen, die dabei waren meine Wahrnehmung und mein Verständnis Ihrer Äußerungen beanstandet. Sie werden sich auch an die aufgebrachte Stimmung und die entsprechende Wortmeldungen aufgrund Ihrer Äußerungen erinnern. Sie fügten übrigens nach dem K‑Satz schnell hinzu, dass Sie ja wüssten, dass man als Politiker so etwas eigentlich nicht sagen sollte…Für meinen Teil kann ich nur sagen, sollte ich Sie tatsächlich so falsch verstanden haben, dann bitte ich Sie das zu verzeihen. Wenn nicht, dann bleibe ich dabei und finde Ihre Äußerung nicht nur höchst ungeschickt, sondern eines gestandenen Lokalpolitikers und Fraktionschefs unwürdig.
Zu 2: Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv informieren sollten. Das Wort Holschuld geht mir zu weit. Ich ‑und viele andere mit denen ich sprach- erwarten bei einem Ausnahmeprojekt dieser Dimension eine umfassende pro-aktive Information durch die Verwaltung und die Politik. Der Hinweis auf eine Info-Veranstaltung Anfang Juli, also vor 7 Monaten auf der eine große Präsentation zum Rhombus Areal der Wermelskirchener Vereine gleichzeitig stattfand und ausgelegte Informationsmaterialien, reicht mir immer noch nicht. In den letzten Tagen beeilte sich die Stadt ihre Sicht auf das Projekt kurz vor den entscheidenden Sitzungen dieses “Versäumnis” mittels Presseerklärungen nachzubessern. Sie persönlich erhielten und nutzten in diesem Forum ja auch ausgiebig die Gelegenheit dazu. Ich denke, dass die in diesem Blog mitarbeitenden Ehrenämtler und mündigen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Kommentaren und Fragestellungen inklusive der Veranstaltung in der Wielstraße sehr wohl für ein Stück Basisdemokratie gesorgt haben und diese (späte) Reaktion mit verursacht haben. Gerne zähle ich die Tagespresse auch dazu, obwohl ich mir mehr Hintergrundinfos und auch verständliche Antworten auf kritische Fragestellungen viel früher gewünscht habe.
Zu 3: Auch in diesem Punkt habe ich eine andere Wahrnehmung. Ich erklärte gleich zu Anfang, dass uns ein externer erfahrener Moderator an diesem Abend viel lieber wäre, aber das es uns in der Kürze der Zeit und trotz mehrere Anfragen leider nicht gelangen sei, eine entsprechende Person zu finden. Meine Bemühung um Neutralität als einfacher Bürger ‑ohne eine formales Mandat für irgendeine Gruppe zu sprechen- quittierten Sie schon bei meiner ersten rhetorischen Frage, ob Einigkeit darin bestünde, dass wir über das historisch teuerste Projekt in der Geschichte der Stadt sprechen ‑in der Tat sehr erregt, ja sogar völlig verärgert. Sie unterstellten mir schon bei dieser eröffnenden, allgemeinen Feststellung eine Suggestivfrage, also eine Manipulation. Nach meiner Wahrnehmung und der anderer wollten Sie von Beginn an unsere kleine Bürgerfragestunde sogleich ad absurdum führen. Sie wollten das hier und jetzt, so habe ich es empfunden, als reine Contra-Veranstaltung entlarven. Diese Position gaben Sie dankbarerweise später auf und beteiligten sich nach dem besagten K‑Satz konstruktiv an der Klärung einiger Sachverhalte. Ihnen gebührt sogar mein/unser Dank. Sie folgten als einer unserer bekanntesten Lokalpolitiker unserer Einladung und in diesem Punkt unterschieden Sie sich wohltuend von Kollegen anderer Fraktionen und Verwaltungschefs, die von Bürgernähe und Transparenz sprechen, aber an diesem Abend diese Chance nicht nutzen und fernblieben, weil sie, so hörte man aus der Verwaltung, u.a. unsere Einladung nicht erhielten. Last not least, Herr Bilstein, wenn Sie meinen Kommentar zu der sehr üblen, öffentlichen Äußerungen eines Lokalpolitikers als Nachtreten empfinden, so nehme ich das zur Kenntnis. Gleichwohl hoffe ich, dass mir meine Fähigkeit zu Selbstkritik nicht verloren geht.
Denn natürlich war bestimmt nicht alles perfekt, was ich in diesem Forum zum Rhombus Thema beigetragen habe, aber ich habe mich mit meinen Mitstreitern ehrlich um eine bessere persönliche Entscheidungsgrundlage bemüht,
Mit großem Interesse werde ich sowie bestimmt die meisten Wermelskirchener das Rhombus-Projekt weiter verfolgen. Und bitte glauben Sie mir, dass ich mich nie dagegen aussprach. Aber meine Sorge, ob wir als Stadt Wermelskirchen, ohne Verzicht und massive Einschränkungen an anderen sehr wichtigen Stellen uns dieses Projekt leisten können, bleibt. Ich kann dem Jubelchor der Fans (noch) nicht zustimmen. Aber mögen Sie und alle Befürworter recht behalten! Das wünsche ich unserer Heimatstadt, ja, das wäre wunderbar!
Als Besucher und keiner Partei angehörig habe ich an dieser Veranstaltung Interesse halber teilgenommen.
Die Ausführungen des Veranstalters waren aus meiner Sicht sachgerecht und nicht gegen das Projekt gerichtet. Der Moderator wies im übrigen auch mehrfach darauf hin.
Ich fand diese Diskussion, auf pro und kontra ausgerichtet, sehr gut.
Interessante Bürgerfragen, sachgerechte gerichtete Beiträge auch von anwesenden politischer Vertretern, rundeten den Abend ab.
Enttäuschend für mich war der Auftritt des Herren von der SPD und bin hier voll und ganz bei Herrn Dähn.
Auch wurde in keinster Weise im Nachhinein von Bürgern oder anderer Politischer Parteien.…ich sage mal…nachgetreten.…das habe ich zumindest nicht mitbekommen.
Um das ganze mal abzurunden.…hier hat der gute Mann folgendes geschrieben…Was mich von Anbeginn der Veranstaltung vor allem in einen – was eher selten vorkommt – heftigen Erregungszustand versetzt hat, war die Unehrlichkeit der für die Inhalte verantwortlichen Veranstalter des Abends.
Mein Resümee.…so geht Politik, zuerst verbal und dann Nachtreten.…da habe ich viel dazugelernt.
Allen noch einen schönen verregneten Tag.…macht was daraus.
PS.…ich gehe Mal davon aus dass ein Konter kommt.…nach dem Motto.… Bürger haben keine Ahnung.
Bitte mal anschauen.….…hier wird davon geredet konsequent Fördergelder abzurufen.
Siehe WDR Fernsehen Kandidat:innencheck 2025 zur Kommunalwahl 2025 Wermelskirchen Aussage im Video von Lothar Dähn (Bürgermeisterkandidat 2025).
[Moderation: Externe Links werden in Kommentaren nicht veröffentlicht, der Kommentar wurde dahingehend verändert.]
Danke für den Hinweis auf den Kandidatencheck des WDR. Schauen Sie mal, wer da nicht mitgemacht hat! Oder auf der Bühne stand! Jede Kommune ist heute in sehr vielen Bereichen auf Fördermöglichkeiten angewiesen. Diese rechtzeitig zu erkennen, zu beantragen und möglichst abzurufen zeichnet eine gute Verwaltung und Politik aus. Aber jede Förderung hat auch einen Preis. Klare, oft anspruchsvolle Bedingungen und Eigenanteile sind Voraussetzungen. Förderungen sind keine Geschenke ohne Gegenleistung. Also, wo sehen Sie das Problem?
Die die da nicht mitgemacht haben außern sich auch nicht öffentlich zu dem Thema das Argument verstehe ich nicht. Schreiben sie einfach welche Förderungen sie in Anspruch nehmen wollten und warum die Förderung für Rhombus keine gute ist. Konkretisieren Sie mit Zahlen, Daten, Fakten ihre Gegenposition und kein Worthülsen Feuerwerk. Dann würde man endlich mal in eine sachliche und vielleicht auf förderliche Diskussion kommen. wer sich den letzten Haushalt anschaut weiß das Rhombus eingepreist ist.
Herr Albani, was stört sie an den Kandidatencheck, die Aussage von Fördergeldern ist doch korrekt und auf Allgemein bezogen, des weiteren wird auch auf nachvollziehbarer Transparenz hingewiesen.
Ich verstehe ihren Einwand nicht, sie sollten sich das noch mal in aller Ruhe anschauen.
LG und ein schönes Wochenende
Herr Heidbüchel es stimmt ziemlich genau oben beschrieben einfach nochmal lesen.
Forum WK ist doch ein freiwilliges Angebot und keine Pflichtveranstaltung wie kann man dem Bürgermeister vorwerfen nicht erschienen zu sein. Als ob der Mann immer überall zu erscheinen hat. Wäre überhaupt Diskurs möglich gewesen ? Man sollte sich auf den Diskurs konzentrieren anstatt empört zu sein.
Der Beitrag ist mehr wie destruktiv.
Liebe Kommentierende, der gute Mann der SPD hat genug Kritik abbekommen, meines Erachtens auch zu Recht.
Jetzt sollte aber Schluss sein damit und man sollte sich auf das wesentliche konzentrieren.…Das Rhombus Projekt.…mit pro bzw Kontra.
LG an Alle und noch einen schönen Februaranfang.
Einen schönen guten Abend,
Ich bin verwundert das ihr nicht versteht was hier passiert.
Auch unsere gewählten Politiker bekommen mit was Weltpolitisch passiert. Und Sie meinen Sie können sich genauso verhalten.
Dies passiert nicht nur in Wk. Das passiert zur Zeit auch z.b. in der Slowakei, wo man den Weg Ungarns gehen will.
Aber das gehört eigentlich nicht hier hin.
Wichtig ist nur, daß man ein Projekt durchführt wegen des Presties, das dabei aber viel wichtigere Sachen unter den Tisch fallen.
Wichtig ist nicht Rombus Projekt, Wichtig ist nur eins, das Krankenhaus Wermelskirchen.
Mlg Frank Tenzer
Lieber Herr Engels,
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich vermute, dass sie am Donnerstagabend nicht dabei waren. In der Tat habe ich an dem Abend wiederholt, dass ich zu dem Rhombus Thema eine eigene Meinung habe und die hat sich eigentlich seit dem Wahlkampf nicht geändert. D.h. ich war und bin nicht grundsätzlich gegen dieses Projekt. Allerdings habe ich dieses Projekt auch nie bejubelt oder im voraus ohne Detailkenntnisse beworben. Aber wie man ja weiß, sind noch immer viele Fragen offen und das hat sich an diesem Abend einmal mehr gezeigt. Ich wünsche mir Transparenz für unsere Bürgerinnen und Bürger. Aus meiner Sicht war unser Treffen in der Wielstrasse hilfreich. Bis auf die, wie ich finde, „verbale Entgleisung“ von Herrn Bilstein, die alle Anwesenden gut vernehmen konnten, gab es einen informativen Austausch. Und ich will gar nicht verhehlen, dass Herr Bilstein auch dazu beitrug. Bestimmte Fragen, Begriffe und Zahlen konnten geklärt werden, andere blieben offen. Fakt ist diese Investition und die Folgekosten sind enorm hoch. Und es gibt’s neue überraschende Zahlen, die das unterstreichen. Über die Veranstaltung am 6. Juli haben wir am Donnerstagabend auch gesprochen. Jetzt kurz vor weiteren Beschlüssen brauchen wir ein Update. Es geht mir also um mangelnde Informationen und nicht um ein grundsätzliches Verhindern dieses Projekts.
Ihnen noch ein schönes Wochenende! Lothar Dähn
Lieber Herr Dähn,
es ist ja nicht so, dass nicht informiert wurde, so z.B. auf dem Sommerfest im Juli 2025, auf der großen Bühne im Rathaus. Auch gibt es eine Präsentation auf der Homepage der Stadt.
Zu ihrer Bürgermeisterkandidatur wiesen Sie in der Bergischen Morgenpost darauf hin, dass sie als Bürgermeister auch bereits “beschlossene Projekte noch einmal skeptisch und kritisch beleuchten wollen. „Ich möchte nichts verhindern“, betont Dähn. Aber bevor ich zu etwas Ja sagen kann, muss ich voll überzeugt sein.“ Auf seiner Agenda stehe in jedem Fall die Entwicklung des Rhombus-Areals, die er wie einige andere Dinge auf den Prüfstand stellen wolle. „Rhombus ist eine große Hausnummer. Alle wünschen sich, dass es erfolgreich wird.“ Dem gegenüber stehen jedoch auch das drohende Abrutschen in das Haushaltssicherungskonzept sowie dringend notwendige Investitionen in den Straßenbau, Schulen und Kitas.” (Bergische Morgenpost v. 10.09.2025).
Die FDP, deren Bürgermeisterkandidat sie waren, empfehlen aktuell: “Deswegen fordern die Liberalen, „mit überschaubaren Verlusten aus dem Projekt auszusteigen und eine spätere Umsetzung unter besseren finanziellen Rahmenbedingungen anzustreben“, um die finanzielle Selbstbestimmung der Stadt zu bewahren.” (Bergische Morgenpost v. 26.01.2026).
Geht es Ihnen also um mangelnde Informationen, oder darum, das Projekt nicht umzusetzen?
In diesem Kontext verstehe ich die Kritik von Herrn Jochen Bilstein, den Sie sicher vor Veröffentlichung um eine Stellungnahme gebeten haben, der Fairness halber.