Nein, man braucht keine besonderen Kunst-Kenntnisse. Man muss sich auch nicht unbedingt darum kümmern was sich Künstler-/innen bei der Entstehung der Werke gedacht haben. Man darf auch staunend davor stehen und denken: „Welch ein Quatsch“, oder „Handwerklich toll aber sonst?“:
Alles ganz egal und wunderschön.
Der Skulpturenpark liegt zwischen den Stadtzentren Elberfeld und Barmen. Über 14 Hektar erstreckt sich der Wald rund um die Villa Waldfrieden, einst erbaut vom Wuppertaler Lackfabrikanten Kurt Herberts in den Jahren 1947–1950. Der Künstler Tony Cragg erwarb das Anwesen 2006 um ein Ausstellungsgelände für Skulpturen zu schaffen.
Neben dauerhaften Ausstellungsstücken gibt es immer wieder wechselnde Ausstellungen. Vor oder nach einem Rundgang empfiehlt sich das „Café Podest“ für eine Pause mit einem sehr schönen Ambiente. Es gibt drei kostenlose Parkplätze für die Besucher.
Vielleicht nicht gerade bei strömendem Regen aber sonst immer bietet sich der Park für einen Spaziergang an. Ein bis zwei Stunden, vielleicht sogar mehr, kann man dort locker verbringen und je nach Licht oder Sonnenstand verändern die Skulpturen ihre Erscheinung. An vielen Skulpturen von Tony Cragg erkennt man Gesichtsprofile und geht man ein Stück weiter entsteht schon wieder ein neues Profil. Ob aus Stein, Metall, Kunststoff, ob verchromt, poliert, verrostet oder naturbelassen – die Bandbreite der Exponate ist riesengroß. Keine Angst vor den Werken wie „3Gurken“ (Erwin Wurm 2012/13) oder „Paris ohne Arme“ (Markus Lüpertz 2000). Die Kunstwerke haben eine ganz besondere Wirkung. Nicht im sterilen Museum sondern mitten in der Natur.
Mit 15 Euro Eintritt ist es kein Schnäppchen aber die Anlage muss ja auch bewirtschaftet und erhalten werden. Und man fährt ja auch nicht jede Woche hin. Uns hat es wieder gut gefallen und wir genießen diesen Spaziergang in einem ganz herrlichen naturbelassenen Park.
Also, keine Angst vor Kunst – einfach mal machen und staunen!
Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12 42285 Wuppertal
Alle Infos: skulpturenpark-waldfrieden.de


Fotos: Walter Schubert


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