Wieder daheim

Welch ein Unter­schied! Wäh­rend wir fast die kom­plet­te Frank­reich­tour mit dem Tem­po­mat fah­ren konn­ten (schön gleich­mä­ßig mit 120/130 km/h) war es auf deut­schen Auto­bah­nen sofort vor­bei. Das Fahr­zeug­auf­kom­men viel zu hoch und vor allem mit völ­lig ver­schie­de­nen Geschwin­dig­kei­ten. Ein ruhi­ges, gleich­mä­ßi­ges fah­ren war unmög­lich.

Dann das übli­che: Rund um Köln das abso­lu­te Cha­os. Irgend­was ist wie­der gesperrt und alles ver­sinkt in einem rie­si­gen Stau.

Also Lever­ku­sen abfah­ren und über die Bun­des­stra­ße nach Hau­se. Und schon wie­der ein gra­vie­ren­der Unter­schied: Ampeln, Ampeln und noch mehr Ampeln! An jede noch so klei­ne Kreu­zung passt eine Ampel­an­la­ge. Und auch vie­le Fuß­gän­ger­über­we­ge müs­sen zwin­gend eine eige­ne Ampel bekom­men.

Welch ein Unsinn!

In Frank­reich regelt sich alles im Kreis­ver­kehr. Rad­fah­rer, moto­ri­sier­te Zwei­rä­der, PKW, LKW, Bus­sen und auch Fuß­gän­ger kom­men gut damit klar. Es wird ange­hal­ten wenn ein Fuß­gän­ger die Stra­ße über­que­ren möch­te. Und eine schö­ne Ges­te: Die Fuß­ge­hen­den heben die Hand als freund­li­chen Dank.

Den­ken wir nur als Bei­spiel an unse­re Umge­hungs­stra­ße. Jede Ein­mün­dung, jede Zufahrt könn­te pro­blem­los mit einem Kreis­ver­kehr gere­gelt wer­den. Da braucht es kei­ne Ampel. Übri­gens auch kein Strom­ver­brauch, kei­ne War­tung und kei­ne Gut­ach­ter-Berech­nung für eine grü­ne Wel­le, die dann doch nicht funk­tio­niert. Und ganz auto­ma­tisch wür­de es die Geschwin­dig­keit redu­zie­ren.

Um uns her­um hat sich das mit dem Kreis­ver­kehr schon her­um­ge­spro­chen. Nur Wer­mels­kir­chen erin­nert an das klei­ne gal­li­sche Dorf im Römi­schen Reich dass sich hart­nä­ckig wei­gert so etwas ein­zu­füh­ren. Wie soll das auch gehen? Was in einer Pla­nungs­pha­se vor 20 Jah­ren beschlos­sen wur­de muss ja schließ­lich auch umge­setzt wer­den. Wo kämen wir hin wenn wir so etwas ein­fach über den Hau­fen wer­fen.

Foto: Wal­ter Schu­bert

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