Auf geht’s nach Südfrankreich mit dem Auto. Wir starten morgens um 5:00 Uhr und vor uns liegen ca.1200 Kilometer. Das haben wir lange nicht gemacht. Muss über 40 Jahre her sein.
Richtung Trier, dann Luxemburg und dann immer Richtung Süden einmal quer durch Frankreich.
Klar, die Autobahnen sind mautpflichtig aber da bekommt man etwas für sein Geld. Ganz wenige Baustellen und diese sind mit 80km/h gut zu bewältigen. Die Straßen sind in einem exzellenten Zustand und das fahren ist mehr ein reisen. Durch das ganze Land gilt ein Tempolimit von meist 130. Und das tolle – es halten sich alle daran! Wir haben auf der gesamten Strecke nicht einen Porsche, BMW o.ä. erlebt, der mit 160 oder noch schneller auf der linken Spur vorbei gerast wäre. Und mit den üblichen Rast‑, Pinkel- und Tankpausen ist auch solch eine Distanz tatsächlich mühelos zu fahren.
Fast die gesamte Strecke war der Tempomat eingeschaltet und so gestaltet sich diese Tour sehr entspannt.
Apropos tanken: In Deutschland ist es ja angeraten zum tanken die Autobahn zu verlassen und im nächsten Ort zu tanken. Die französischen Autobahnen haben nur ganz wenige Abfahrten und so tankt man an den Raststätten. Wir haben für Super E10 1,98€ bezahlt (an einer Autobahn!). Ob wir hier bei uns wohl abgezockt werden?
Generell hat uns das Bezahlsystem gut gefallen. Geldkarte einstecken, PIN eingeben, tanken und Beleg ausdrucken. Abgebucht wird der tatsächliche Betrag für den man getankt hat. Ohne Kassenhäuschen, ohne Warteschlange und an den Säulen geht es zügig voran. Prima.
Tempolimit in Deutschland ist ja eine Todsünde und unvorstellbar. Alle anderen Länder auf der gesamten Erde sind ja wohl blöd mit ihren Begrenzungen. Gerade jetzt wo der Sprit teuer und vielleicht demnächst auch knapp wird wäre es doch angeraten zu sparen. Es kennt doch jeder: Ruhiges, gleichmäßiges und vorausschauendes fahren spart Sprit und Geld. Und was nicht verbraucht bzw. verbrannt wird ist gut für die Umwelt. Gerade habe ich so einen lustigen Spezialisten von der CSU im TV gesehen. „Ein Tempolimit bringt gar nichts“, sagt er. Ja, mit der Intelligenz ist das so eine Sache. Und wenn das Ganze auch noch mit einem christlichen Anspruch verbunden wird – sorry, da bin ich besser raus.
Foto: Walter Schubert


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