CDU und SPD bilden erstmals Koalition im Rheinisch-Bergischen Kreis

His­to­ri­scher Schritt im Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis: Erst­mals seit der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung 1975 wer­den CDU und SPD gemein­sam die Kreis­po­li­tik gestal­ten. Am Frei­tag unter­zeich­ne­ten die Par­tei­vor­sit­zen­den Mau­rice Win­ter (CDU) und Hin­rich Schip­per (SPD) sowie die Vor­sit­zen­den der Kreis­tags­frak­tio­nen, Uwe Paken­dorf (CDU) und Ger­hard Zorn (SPD), den Koali­ti­ons­ver­trag.

Zuvor hat­ten sowohl der CDU-Kreis­vor­stand als auch ein außer­or­dent­li­cher Par­tei­tag der SPD dem Bünd­nis jeweils ein­stim­mig zuge­stimmt. Der Ver­trag steht unter dem Leit­mo­tiv von Sta­bi­li­tät, Sicher­heit, Fort­schritt und sozia­ler Gerech­tig­keit. Auch gene­ra­tio­nen­ge­rech­tes Han­deln und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung wer­den als zen­tra­le Zie­le benannt.

Finanzielle Stabilität und moderne Verwaltung

Im Mit­tel­punkt der Ver­ein­ba­rung steht die Siche­rung der finan­zi­el­len Hand­lungs­fä­hig­keit des Krei­ses. CDU und SPD beken­nen sich zu den bestehen­den Kon­so­li­die­rungs­zie­len und wol­len die­se mit einer umfas­sen­den Moder­ni­sie­rung der Ver­wal­tung ver­bin­den. Ziel ist eine digi­ta­le, effi­zi­en­te und ser­vice­ori­en­tier­te Kreis­ver­wal­tung.

Dabei sol­len Digi­ta­li­sie­rung und der Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz hel­fen, Arbeits­pro­zes­se zu opti­mie­ren und trotz knap­per Per­so­nal­res­sour­cen leis­tungs­fä­hig zu blei­ben. Par­al­lel dazu pla­nen die Koali­ti­ons­part­ner einen inter­kom­mu­na­len Stra­te­gie­pro­zess mit Städ­ten und Gemein­den, um Syn­er­gien bes­ser zu nut­zen, För­der­mit­tel geziel­ter ein­zu­wer­ben und den Kreis­um­la­ge­satz mög­lichst sta­bil zu hal­ten.

Bildung, Mobilität und Sicherheit als Schwerpunkte

Trotz begrenz­ter finan­zi­el­ler Spiel­räu­me setzt die neue Koali­ti­on kla­re inhalt­li­che Prio­ri­tä­ten. Ein zen­tra­les Pro­jekt ist der geplan­te Cam­pus für beruf­li­che Bil­dung auf dem Zan­ders-Gelän­de, der zur Fach­kräf­te­si­che­rung bei­tra­gen soll. Zudem sol­len För­der­schu­len, Schul­so­zi­al­ar­beit und Bil­dungs­netz­wer­ke gestärkt wer­den.

Auch die Mobi­li­tät im Kreis steht im Fokus: Geplant sind Inves­ti­tio­nen in einen zukunfts­fes­ten öffent­li­chen Nah­ver­kehr, der Erhalt der Stra­ßen­in­fra­struk­tur sowie der Aus­bau von Rad­we­gen und Mobil­sta­tio­nen.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Stär­kung von Ret­tungs­dienst und Bevöl­ke­rungs­schutz. Ange­sichts zuneh­men­der Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se soll die Kri­sen­re­si­li­enz des Krei­ses ver­bes­sert wer­den.

Soziales, Gesundheit und Umwelt

Im sozia­len Bereich wol­len CDU und SPD bezahl­ba­ren Wohn­raum för­dern, die Jugend­hil­fe stär­ken und eine wohn­ort­na­he Gesund­heits­ver­sor­gung sichern. Auch ver­läss­li­che Pfle­ge­an­ge­bo­te zäh­len zu den ver­ein­bar­ten Zie­len.

Dar­über hin­aus bekennt sich die Koali­ti­on zu Kli­ma­an­pas­sung sowie zu Umwelt- und Natur­schutz „mit Augen­maß“. Damit sol­len öko­lo­gi­sche Anfor­de­run­gen mit wirt­schaft­li­chen und sozia­len Belan­gen in Ein­klang gebracht wer­den.

Mit dem Koali­ti­ons­ver­trag legen CDU und SPD nach eige­nen Anga­ben die Grund­la­ge für eine sta­bi­le und zugleich zukunfts­ori­en­tier­te Kreis­po­li­tik im Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis.

Hier der Koali­ti­ons­ver­trag im Wort­laut:

Foto: CDU/SPD

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