20.01.2026
Sehr geehrter Minister Reul,
liebe Caroline Bosbach,
lieber Arne von Boetticher,
sehr geehrter Ehrenbürger Manfred Maus,
liebe ehemalige Bürgermeister der Stadt: Helga Loepp, Michael Heckmann und Rainer Bleek,
verehrte Gäste aus Politik und Wirtschaft,
sehr geehrte Damen und Herren und vor allem:
sehr geehrte Ehrenamtliche aus den Vereinen und Institutionen unserer Stadt,
ich freue mich sehr, Sie zum Neujahrsempfang begrüßen zu dürfen und wünsche Ihnen allen ganz persönlich und auch im Namen der Stadt Wermelskirchen ein gesundes, friedliches und hoffnungsvolles neues Jahr. Dass wir diesen Neujahrsempfang unter das Motto „Ehrenamt – unverzichtbar für unsere Stadt“ gestellt haben, ist kein Zufall, sondern eine ganz bewusste Entscheidung.
Denn wenn wir ehrlich sind: Die Stadtverwaltung sorgt mit Verwaltungsvorgängen, Dienstleistungen und Bauprojekten dafür, dass in unserer Stadt vieles gut funktioniert und rund läuft. Aber davon allein lebt eine Stadt nicht. Wermelskirchen lebt von Menschen. Und ganz besonders von Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Den Herzschlag unserer Stadt bestimmen diejenigen, die ihre Zeit, ihre Kraft, ihr Engagement und ihr Herz für andere Menschen einsetzen. Oft geschieht das still, oft ganz selbstverständlich, aber immer von unschätzbarem Wert.
Sonja Robbe, die Ansprechpartnerin für das Ehrenamt in unserer Verwaltung, wird Ihnen später nochmal Fakten zum Ehrenamt nennen, aber eins kann ich schonmal verraten: Durchschnittlich engagiert sich jeder Ehrenamtliche 317 Stunden im Jahr, da kommt einiges an Stunden zusammen. Das bedeutet einen wirtschaftlichen Gegenwert, den keine Stadt oder Kommune bezahlen könnte.
Was wir aber tun können ist, die Ehrenamtlichen unserer Stadt bestmöglich zu unterstützen. So ist seit Anfang des Jahres das „Haus der Begegnung“ in die Trägerschaft der Stadt übergegangen. Das ist übrigens ein Ort, an dem seit Jahrzehnten eine hervorragende Arbeit im Ehrenamt geleistet wird.
Wir wollen unser Engagement an dieser Stelle stärken, dem Ehrenamt noch ein Stück mehr Raum geben, die Menschen unserer Stadt noch stärker zusammen zu bringen. Wir haben seit Ende 2025 mit Simona Sieglar eine hoch engagierte Quartiersmanagerin, die uns dabei unterstützt und begleitet.
Gerade in Zeiten angespannter Haushaltslagen und wachsender Herausforderungen wird deutlich, was Ehrenamt wirklich bedeutet. Es ist kein Lückenfüller, kein nettes Extra und ganz sicher kein „nice to have“. Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Lebens und unseres Zusammenhalts.
Ob in Vereinen, in sozialen Einrichtungen, im Sport, in der Kultur, im Katastrophenschutz, in der Jugendarbeit oder in der Nachbarschaftshilfe: Überall dort, wo Menschen füreinander da sind und sich Menschen für Menschen einsetzen, wirkt Ehrenamt. Unsere Stadt lebt vom Engagement der Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchener.
Sie lebt von denen, die Übungsabende organisieren, Wettkämpfe betreuen, Feste aufbauen, zuhören, trösten, retten, trainieren, begleiten – und am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen, als sei all das selbstverständlich. Dieses Engagement hinterlässt jeden Tag und überall in unserer Stadt sichtbare Spuren.
Deshalb ist dieser Neujahrsempfang vor allem eines: ein Dankeschön. Ein Dank und eine Würdigung an alle, die sich ehrenamtlich engagieren. Wir können in Wermelskirchen glücklich und dankbar sein.
Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich in einer Stadt so viele Menschen ehrenamtlich engagieren, Verantwortung übernehmen, anpacken, unterstützen, trösten und stärken. Erst dadurch kann Gemeinschaft überhaupt entstehen.
Stellvertretend für viele Ehrenamtliche möchte ich an dieser Stelle die Siegerinnen und Sieger des Heimatpreises 2025 erwähnen, die heute hier sind: Christian Behnke von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Annette Hager und Kornelia Hannebaum von den Grünen Damen und Herren des Krankenhauses sowie Nico Golz und Thomas Sgolik vom 429er-Jugendkulturverein.
Wir haben den Heimatpreis NRW wieder beim Land beantragt und werden rechtzeitig informieren, wenn die Bewerbungsrunde für den Heimatpreis 2026 beginnt, damit alle Vereine wieder eine neue Chance haben. Und ich freue mich auf die Bewerbungen, weil es ein tolles Gefühl ist zu sehen, wie viel in dieser Stadt bewegt wird.
Eine weitere gute Möglichkeit für Vereine bietet übrigens das Förderprogramm LEADER Bergisches Wasserland. Ich darf Ihnen an dieser Stelle kurz Martin Deubel vorstellen, den Sie dort hinten finden und den Sie später an seinem Stand mit Fragen zu Fördermöglichkeiten gerne „löchern“ dürfen. Schon jetzt der Hinweis: Die nächste Bewerbungsrunde läuft vom 23. Februar bis zum 20. März und eine Bewerbung lohnt sich. Ein Beispiel dafür ist das Freibad Dabringhausen, das sich erfolgreich beworben hat und dadurch eine Solaranlage anschaffen konnte.
Aber der heutige Neujahrsempfang soll mehr sein als ein offizieller Akt. Mit dem bunten Programm, das uns erwartet, möchten wir Freude bereiten, den Dialog fördern, Begegnungen ermöglichen und den Zusammenhalt nicht nur innerhalb unserer Stadt, sondern auch im Kreis weiter stärken.
Das gelingt besonders gut mit Ehrenamt, denn das Ehrenamt kennt keine Stadtgrenzen. Es verbindet Generationen, Kulturen und Herkunft. Und es schafft Vertrauen. Und ich glaube: Vertrauen ist etwas, das unsere Gesellschaft heute mehr denn je braucht.
Meine Damen und Herren,
lassen Sie uns diesen Tag nutzen, um zuzuhören, ins Gespräch zu kommen, Danke zu sagen – und mit Zuversicht auf das neue Jahr zu blicken. Ich bin sicher: Es wird ein gutes Jahr für unsere Stadt, weil Wermelskirchen viele engagierte Menschen hat.
Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute hier sind und für Ihr Engagement. Und nun wünsche ich uns einen inspirierenden Neujahrsempfang voller Begegnungen, Musik, Gespräche und Zuversicht.
Alles Gute für das neue Jahr – herzlichen Dank.
Foto: Stadt Wermelskirchen / Stephan Singer


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