Manche Traditionen sind älter als jedes Adventsfenster – und genau so eine feiern wir heute. Die Glühweinbude am Markt 57 ist seit Jahren ein liebgewonnener Jahresabschluss für Jugendorchester und Oldstars. Möglich macht das Gerd, der seine Hütte extra öffnet, engagiert unterstützt und damit echte Dorfkultur lebt. Deshalb war klar: keine Gegenveranstaltung, sondern Miteinander.
So entstand die Idee, das Adventsfenster direkt am Markt 57 zu öffnen – mit Freude auf allen Seiten und großer Dankbarkeit an alle, die trotz voller Termine dieses Fenster möglich machen. Speisen und Getränke gibt’s heute bewusst ausschließlich an der Glühweinbude (normaler Verkauf) – damit auch der Markt 57 etwas davon hat.
Denn Markt 57 ist mehr als ein Haus. Es ist die Geschichte gelebter Nachbarschaft: gerettet vor der Zwangsversteigerung durch mutige Dabringhausener, getragen von Ehrenamt, Herzblut und Gemeinschaft. Heute Treffpunkt nach Kirche und Fußball, Proberaum für Musik, Ort für Yoga, Gruppen, Ideen – ein Zuhause für Begegnung. Jeder, der etwas Gutes für Menschen tun will, ist willkommen.
Und heute wird’s festlich: Am größten geschmückten Weihnachtsbaum im Dorf, direkt neben der Kirche, spielt der Nachwuchs des Blasorchesters (Nachwuchs heißt: alle, die dazukommen wollen!).
17:54 Uhr startet das Privatkonzert unter dem beleuchteten Pavillon, begleitet von Speis & Trank durch die Glühweinbude vom Markt 57. Zwei Lieder, eine Ansprache von Michaela Mück-Hemmerich – und die Ankündigung der Fenster-Geschichte „Der Nach-Weihnachtsengel“, im Duett vorgetragen.
Kommt doch vorbei aus Dhünn und Wermelskirchen , wärmt euch, hört zu – und erlebt, was das Dorf in der Stadt ausmacht.
Bilder und Video: Philipp Scholz


Kommentare
2 Kommentare zu „Adventsfenster 15 – Glühweinbude Markt 57“
Wir waren am Sonntag anlässlich des Gedenkgottesdienst in Dabringhausen. Was mir sofort aufgefallen ist: Es war total sauber, kein Unrat, keine Zigarettenkippen, alles gefegt und gepflegt. Ein wunderschön gestalteter Park mit Lichterarrangements… kurz: Dieses Dabringhausen macht einen wirklich einladenden Eindruck auf Besucher. Das ist längst keine Bettenstadt oder ein Vorort mehr, das Dorf hat seinen eigenen, sehr angenehmen Charakter und ich glaube, das prägt Menschen in ihrem Miteinander.
Davon ist Wermelskirchen-City weit entfernt: Dreck und Unrat, Zigarettenkippen in den gepflasterten Fugen, ungepflegte Stellen, wohin man blickt – da bringt auch eine zugegebenermaßen schöne Beleuchtung nicht viel – und selbst der größte Adventskranz nutzt nicht viel, wenn ein paar Meter weiter der Müll aus den Papierkörben quillt -
Dabringhausen ist was das angeht ein echtes Vorbild.
Phil, Du hast es echt drauf!
Das ist Werbung im besten Sinne für unser Dorf!!