„Mythos Wald“ – über die aktuelle Ausstellung im Gasometer wurde bereits oft berichtet, wurde empfohlen und auch wir hatten „immer mal vor“ diese Ausstellung zu besuchen. Nun war es so weit.
Baustellenbedingt kann man von Wermelskirchen aus mit 1 bis 1 ½ Stunden Fahrzeit rechnen. Gebaut wird ja überall und Staus sind die Regel und nicht die Ausnahme.
Direkt neben dem Gasometer befinden sich (unbefestigte) Parkplätze, ohne Markierungen, ohne Einweiser aber es funktioniert, es sortiert sich. Und erfreulich und selten: kostenlos!
Vor den Kassen eine lange Menschenschlange. (Donnerstag-Vormittag!)
Für uns kein Problem. Wir haben unsere Tickets online gebucht, bezahlt und ausgedruckt. So geht es ganz schnell an der Schlange vorbei.
Drinnen erleben wir eine sehr dunkle Halle. Ruhe, Vorsicht und Rücksicht ist angebracht aber wir wollen ja nicht durchrennen sondern staunen und genießen. Durch die Dunkelheit kommen die ausgestellten Fotos und Exponate natürlich besonders gut zur Geltung. Brillante Bilder (ca. 2 Meter mal 1,50 Meter) scheinen im Raum zu schweben und zeigen Tier und Pflanzenwelt bis ins kleinste Detail. Zu jedem Bild gibt es eine Erklärungs-tafel und wir entdecken Dinge, die wir noch nie gesehen haben oder von denen wir nichts wussten.
Rund um die Welt entsteht zeitversetzt immer wieder ein neuer Tag und wird durch die Tierwelt begrüßt. Ob durch Löwen, Brüllaffen oder durch die heimische Vogelwelt. Dies lässt sich in einem sogenannten Soundraum erleben. In diesen Raum passen 50 Leute, Vorführdauer ca. 10 Minuten.
Dann wird mal kräftig gelüftet und dann kommt die neue Gruppe dran.
Einfach Platz nehmen in einem Sitzsack, Augen zu und zuhören.
Eine Etage höher weitere tolle Bilder. Diesmal aus Afrika, Asien oder Südamerika. Hier geht es auch um das Thema Wald-Nutzung und Wald-Zerstörung.
Noch eine Etage weiter dann ein Highlight. Eine riesige Lichtinstallation aus farbigen Röhren symbolisiert einen Baum. Von den Wurzeln, über den Stamm bis zur Krone. Wie wächst der Baum, wie verändert er sich in den Jahreszeiten? Die Besucher sitzen oder liegen auf Treppen, blicken nach oben und staunen und machen Fotos. Untermalt wird das Ganze mit einem ruhigen Klangteppich. Hier kann man sehr lange verweilen und es genießen.
Und wo wir schon so hoch im Gasometer sind geht’s auch ganz nach oben – auf’s Dach. Zu Gruppen (max. 15 Personen) fahren wir mit dem Aufzug nach oben und haben Glück. Die Sonne scheint und wir haben einen 360° Blick über das Ruhrgebiet. Es weht eine heftige Brise aber das ist in fast 120 Metern ja kein Wunder. Toll, es mal gesehen zu haben.
Wieder auf der Erde kann man fußläufig (wenn man mag) noch einen Bummel ins Einkaufszentrum Centro machen. Wir haben aus dem riesigen Angebot zufällig und in Unkenntnis bei einem griechischen Restaurant Pause gemacht. Freundlich und lecker. Auch das hat gepasst.
Dann noch ein kleiner Bummel durch den riesigen Shoppingtempel. Damit sind wir schnell fertig. Zu groß, zu viel, nix für uns.


Alles in allem aber ein richtig schönen Tag und ein schöner Ausflug.
Vermeiden sollte man das Wochenende, Feiertage und Schulferien. Dann wird es sicher furchtbar überfüllt sein.
Eine Online-Ticket-Vorbestellung ist zu empfehlen.
Die Ausstellung ist so erfolgreich, dass sie gerade bis zum 28.November 2027 verlängert wurde.
Gasometer Oberhausen
Arenastraße 11 46047 Oberhausen
Öffnungszeiten:
Di – So sowie einschl. Feiertags von 10 – 18 Uhr
Montags geschlossen außer an Feiertagen
Preise:
Erwachsene 14 €
Infos und Tickets:
www.gasometer.de
Fotos: Walter Schubert


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