Nix für mich

Die aktu­el­le Hit­ze­wel­le dürf­te sicher DAS The­ma sein. Täg­lich wer­den neue Rekor­de gemel­det. „Der höchs­te Wert seit der Wet­ter­auf­zeich­nung“ heißt es dann. Mitt­ler­wei­le taucht sogar der Begriff „his­to­risch“ auf. Seit vie­len Jah­ren wird die­se Ent­wick­lung durch Exper­ten ange­kün­digt doch es scheint als wür­den wir völ­lig unvor­be­rei­tet da hin­ein stol­pern.

Ganz viel Grün in den Städ­ten heißt die Emp­feh­lung zur Sen­kung der Tem­pe­ra­tu­ren. Gute Sache und dann schaue ich mich um. Bis auf ein paar Ali­bi-Bäum­chen ist nicht viel pas­siert. Schlimms­tes Bei­spiel ist der Platz am Markt, Nähe Restau­rant Zum Ber­gi­schen Löwen. Eine Stein­wüs­te, bewor­ben mit einer „tol­len Auf­ent­halts­qua­li­tät“. Mal ehr­lich: Wer will denn da sit­zen?

Fas­sa­den und Dach­be­grü­nung sind nicht erkenn­bar und auch für Solar­an­la­gen gibt es noch ganz viel Platz. Damit könn­te man nicht nur hei­zen son­dern auch Kli­ma­ge­rä­te betrei­ben.

Das wäre eine gute Idee. Das Inter­net quillt über von Ange­bo­ten. Mit erfun­de­nen Bewer­tun­gen und Daten. Im Impres­sum lan­det man in Hong Kong oder in Litau­en. Die Bestell­sei­te wird oft durch das Sicher­heits­pro­gramm gesperrt. Also bes­ser Fin­ger weg!

Ganz vie­le Men­schen sehe ich ohne jeg­li­che Kopf­be­de­ckung. Ohne Mütz­chen, ohne Son­nen­hut. Viel­leicht weil so viel Son­ne in unse­rer Regi­on noch unbe­kannt ist?

Sport soll ja gesund sein, sagt man. Doch soll­te man bei fast 40 Grad eine enga­gier­te Run­de mit dem Renn­rad machen? Mir ist es rät­sel­haft. Selbst das Motor­rad­fah­ren ist mir nicht ange­nehm. Ein Mini­mum an Beklei­dung plus Helm und Hand­schu­hen ist ja ange­ra­ten und dann wird es ganz schön mucke­lig.

Vor ein paar Tagen sah ich im TV eine Kri­mi-Komö­die aus Sylt. Da gin­gen die Dar­stel­ler/-innen mit Roll­kra­gen­pul­li und gefüt­ter­ter Jacke am Strand spa­zie­ren. Benei­dens­wert! Wie ger­ne wäre ich dabei gewe­sen.

Für mich ist das aktu­el­le Wet­ter nix. Es ist zu warm für alles. Aus fast 40 Grad könn­te man auch zwei schö­ne Tage machen. Abwar­ten und irgend­wie durch kom­men. Ob es wohl in die­sem Jahr wei­ße Weih­nach­ten gibt? Hab’ noch gar kei­ne Pro­gno­se gese­hen.

Also, ich freue mich auf mein schö­nes Fla­nell­hemd!

Skiz­ze: Wal­ter Schu­bert

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