Von Walter Schubert
Jetzt, mit zunehmendem Alter, ist man ja immer häufiger in dem „Früher-Modus“. Früher war alles besser ist natürlich Quatsch. So pauschal kann man das nicht sagen. Aber für ein paar Sachen stimmt es eben doch.
So war die monatliche Blues-Session, zunächst im Bistro der Katt, später dann im Haus Eifgen, ein monatlicher Höhepunkt. Das stand fest im Kalender und durfte nicht verpasst werden. Besucher und Musiker kamen nicht nur aus Wermelskirchen, sondern auch aus den umliegenden Städten, aus Köln, Düsseldorf, Wuppertal oder sogar aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland. Eine Anreise von gut einer Stunde schreckte keinen ab.
Unglaublich schöne Abende (teilweise Nächte) haben wir erlebt, mit unwiederbringlichen musikalischen Highlights, eben nur an diesem Abend entstanden. Es war fast wie ein Familientreffen mit vielen Bekannten und Freunden und natürlich gehörten auch die Currywurst-Brüder mit ihrem Wagen dazu.
Schade, scheint vorbei zu sein. Vielleicht ist es der langen Coronapause geschuldet dass diese wunderbare Veranstaltung nie wieder richtig auf die Füße gekommen ist.
Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Nach wie vor steht im Haus-Eifgen-Programmheft einmal im Monat eine Jam-Session an. Nicht mehr speziell auf Blues ausgerichtet – alle musikalischen Richtungen sind möglich.
Wir haben es am Donnerstagabend noch einmal probiert. Die angekündigte Opener-Band hatte abgesagt aber es war mehr als nur ein Ersatz gefunden worden. „Alte Bekannte“ aus der Blues-Szene, die wir von vielen Abenden kannten, spielten auf – so wie früher. Heinz Bernd Hövelmann (Gitarre / Gesang), Henrik Herzmann (Bass) wurden spontan unterstützt von Jens Olaf Mayland (Schlagzeug).
Leider gab es nur ca. 20 Besucher und alle, die nicht da waren, haben was Schönes verpasst. Zum Schluss fanden sich noch ein paar Musiker die spontan zusammen spielten.
Ein zufällig entstandener wunderbarer Abend mit Bitte um Wiederholung.
Hey, Corona ist vorbei! Geht wieder raus, besucht die Veranstaltungen und erfüllt diese Location mit Leben!
Foto: Walter Schubert


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