Unter dieser Rubrik haben Menschen aus Wermelskirchen die Möglichkeit, ihre persönliche Sicht auf unsere Stadt zu teilen. Dafür haben wir zehn kurze Fragen zusammengestellt, die einen ehrlichen und vielfältigen Eindruck davon vermitteln sollen, wie Wermelskirchen im Alltag, im Wandel und mit Blick in die Zukunft erlebt wird.
Die Antworten können gerne kurz gehalten werden – Stichpunkte reichen völlig aus.
Melde dich gerne unter info@forumwk.de und teile deine ganz persönlichen Antworten mit uns.
Heutiger Teilnehmer: Stefan Wiersbin

- Was bedeutet Wermelskirchen für dich persönlich?
Wermelskirchen ist die Stadt, in der ich, seit nun fast 29 Jahren, lebe und arbeite. – Heimat, ist Wermelskirchen mir nie geworden.
- Was läuft hier richtig gut – und was gar nicht?
Wermelskirchen ist eigentlich eine typische Kleinstadt, ruhig, sicher und beschaulich. Leider bietet Wermelskirchen für Menschen, die kleine Wohnungen suchen nur ein sehr eingeschränktes Angebot. Die Mieten sind leider auch hier in den letzten Jahren stark gestiegen.
- Was würdest du sofort ändern, wenn du es könntest?
Ich würde die Einstellung des Schnellbus-Angebots X 24 von Wermelskirchen nach Leverkusen rückgängig machen. Der X 24 hat die Anbindung an die Rheinschiene aus meiner Sicht deutlich attraktiver gemacht. Ich würde mehr Wohnungen mit kleiner Wohnfläche schaffen, wie kleine Modulbauten, durch eine städtische Wohnungsgesellschaft.
- Dein Lieblingsort in Wermelskirchen – und warum?
Gibt es für mich nicht.
- Was fehlt dir in der Stadt am meisten?
Städtisches Flair. Eine attraktive Anbindung an Köln und Düsseldorf.
- Wie hat sich Wermelskirchen in den letzten Jahren verändert?
Auf der einen Seite ist Wermelskirchen vielfältiger geworden. Wer möchte kann mit vielen Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenkommen. Andererseits muss man auch hier feststellen, dass die rechtsextremen, demokratiefeindlichen Vorstellungen der AfD einen immer größeren Zulauf haben.
- Was sollten Außenstehende unbedingt über Wermelskirchen wissen?
Keine Antwort.
- Was nervt dich hier manchmal richtig?
Nicht die Möglichkeit zu haben spontan, in angemessener Zeit mit dem ÖPNV, in eine der umliegenden Großstädte zu gelangen, um LGBTQ-Lokale besuchen zu können – Stattdessen wird das Busangebot weiterausgedünnt. Und, der Durchgangsverkehr in der Telegrafenstraße; die damit einhergehende Weigerung der politischen Mehrheit, etwas dagegen zu setzen.
- Wo siehst du die Zukunft der Stadt?
Wermelskirchen wird auch in 10 Jahren noch eine typische Kleinstadt sein.
- Warum lebst du (noch) hier?
Ich lebe und arbeite noch in Wermelskirchen, da sich ein Wechsel, desArbeitgebers/Arbeitsplatz, kurz vor der Rente, nicht realisieren lässt.
Vielen Dank Stefan Wiersbin
Beitragsbild: Klaus Ulinski


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