Spatenstich: Umgestaltung des Hüpptals beginnt

Bei­trag von der Web­sei­te der Stadt Wer­mels­kir­chen

Es ist soweit: Mit einem sym­bo­li­schen Spa­ten­stich wur­de jetzt der Start­schuss für die Umge­stal­tung des Hüpp­tals gege­ben. Mate­ri­al und Maschi­nen sind ab Anfang August vor Ort, mit Rück­sicht auf die Natur in die­sem Land­schafts­schutz­ge­biet begin­nen die Bau­ar­bei­ten nach der Brut­tä­tig­keit der Sing­vö­gel im Bach­tal. Das wird vor­aus­sicht­lich ab dem 10. August der Fall sein. 

Die vor­be­rei­ten­den Bau­tä­tig­kei­ten sind bereits abge­schlos­sen. Dazu gehör­ten der Abbruch des alten Toi­let­ten­hau­ses sowie Fäll­ar­bei­ten. „Im Zuge der Rena­tu­rie­rung des Baches und der teil­wei­sen Neu­ge­stal­tung des Tales wer­den 23 Ein­zel­bäu­me sowie über 600 Pflan­zen für Baum-/Strauch­he­cken neu gepflanzt“, kün­digt Flo­ri­an Leß­ke, Amts­lei­ter Stadt­ent­wick­lung an. „Bei allen Pla­nun­gen war für das gewünsch­te Natur­er­leb­nis ein sen­si­bler Umgang mit dem Natur­raum gefragt und auch der Kli­ma­schutz wur­de ange­mes­sen berück­sich­tigt.“ 

Die Leit­idee der Umge­stal­tung ist, einen inklu­si­ven und natur­na­hen Stadt­park zu errich­ten, der bar­rie­re­arm, nach­hal­tig und leben­dig für alle ist. Dabei bil­den der rena­tu­rier­te Wer­mels­kir­che­ner Bach und das Tal das räum­li­che Herz­stück. Unmit­tel­bar an der Ber­li­ner Stra­ße ent­steht mit dem Auf­takt­platz ein neu­er Treff­punkt und Ver­an­stal­tungs­ort. Die­ser Platz wird geglie­dert in die Ankunfts­ebe­ne mit Pan­ora­ma­blick ins Tal und die Brun­nen­ebe­ne mit dem Ebbe-Flut Was­ser­spiel. 

Zwei ter­ras­sier­te Spiel­be­rei­che (inklu­siv für alle Alters­grup­pen), eine Calis­the­nics-Anla­ge am Gym­na­si­um und die Tal­wie­se stel­len die wich­tigs­ten Flä­chen zur Erho­lung sowie für Spiel und Sport im Park dar. Für Spa­zier­gän­ge­rin­nen und Spa­zier­gän­ger ist der Weg durchs Tal ide­al, über den alle Park­tei­le erreich­bar sind. Der bar­rie­re­ar­me Haupt­weg ist drei Meter breit und asphal­tiert. Ein schma­ler Hang­pfad bie­tet Spa­zier­gän­gern einen Rund­weg. 

Zen­trum des Hüpp­tals bleibt der seit 1991 rena­tu­rier­te Wer­mels­kir­che­ner Bach, das Tal mit Quell­bio­to­pen und die Ufer­zo­ne mit Schwarz­erlen. Der Bereich wird wei­ter­ent­wi­ckelt und sorgt durch neue Brü­cken­bau­wer­ke für lang­fris­tig siche­re Wege. Das städ­ti­sche Gym­na­si­um Wer­mels­kir­chen, das ober­halb des Parks liegt, wird ein­be­zo­gen über die Calis­the­nics-Anla­ge am Schul­hof, sowie eine Obst­wie­se und Quell­bio­top als Lern­ort. Offe­ne Blick­be­zie­hun­gen und bes­se­re Fuß­we­ge zur evan­ge­li­schen Kir­che las­sen die ursprüng­li­che ldee die­ser Archi­tek­tur im Hüpp­tal wie­der auf­le­ben. 

Die Umge­stal­tung des Hüpp­tals ist eins der zen­tra­len und wich­ti­gen Groß­pro­jek­te der Stadt und eins der wich­ti­gen Pro­jek­te des „Inte­grier­ten Ent­wick­lungs- und Hand­lungs­kon­zepts Wer­mels­kir­chen Innen­stadt 2030“ (IEHK). Durch die Umge­stal­tung der Park­an­la­ge, die wie ein grü­ner Fin­ger vom Natur­schutz­ge­biet Eif­gen­tal bis in die Innen­stadt Wer­mels­kir­chens hin­ein­reicht, wird ein High­light mit den Schwer­punk­ten Frei­zeit und Tou­ris­mus geschaf­fen, das alle rele­van­ten Nut­zer­grup­pen wie unter­schied­li­che Gene­ra­tio­nen, Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen oder auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Gym­na­si­ums berück­sich­tigt. 

Die Pla­nun­gen für die Umge­stal­tung lau­fen bereits seit 2021. In die­ser Zeit haben eine Mehr­fach­be­auf­tra­gung von drei Pla­nungs­bü­ros, die ent­spre­chen­de Aus­wahl­ent­schei­dung und eine Bür­ger­be­tei­li­gung statt­ge­fun­den, bei der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ihre Wün­sche und Bedürf­nis­se für den Bereich äußern konn­ten, die anschlie­ßend in die kon­kre­te Pla­nung auf­ge­nom­men wor­den sind. 

Die Bau­zeit beträgt etwa 15 Mona­te, die Fer­tig­stel­lung der Umge­stal­tung ist für den Herbst 2027 vor­ge­se­hen. 
Aus­füh­rung der Pla­nung und die Bau­lei­tung liegt bei Urba­ne­ge­stalt (Johan­nes Bött­ger)
Die aus­füh­ren­de Bau­fir­ma: Sieg & Part­ner (Micha­el Wit­zel, Bau­lei­ter, Mar­kus Theß, Geschäfts­füh­rer)
Land­schafts­ar­chi­tekt Sven Ber­key aus Wer­mels­kir­chen hat die Pla­nung als Land­schafts­pla­ner beglei­tet und wird die öko­lo­gi­sche Bau­be­glei­tung sicher­stel­len. 

Die Bau­kos­ten belau­fen sich auf ca. 3.3 Mil­lio­nen Euro, davon wer­den 70 Pro­zent geför­dert (ca. 2,4 Mil­lio­nen Euro). Das Pro­jekt Hüpp­tal kann mit Mit­teln der Städ­te­bau­för­de­rung umge­setzt wer­den. Der För­der­be­scheid liegt seit Ende Sep­tem­ber 2023 vor.

Bei­trag und Foto: Stadt Wer­mels­kir­chen / Kath­rin Kel­ler­mann

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