Buchempfehlung “Die Honigfrauen – Ein Sturm zieht auf”

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Buch­emp­feh­lung von Bar­ba­ra Busch von der Buch­hand­lung Mara­bu.

“Die Honig­frau­en – Ein Sturm zieht auf ” von Mir­jam Mün­te­fe­ring
ISBN: 9783734115080
Erschie­nen 05.2026 im Ver­lag blan­va­let
Taschen­buch 14,00€

“Die Honig­frau­en – Ein Sturm zieht auf ” von Mir­jam Mün­te­fe­ring – gele­sen und für Sie vor­ge­stellt von Bar­ba­ra Busch.

Mit die­sem Roman gelingt Mir­jam Mün­te­fe­ring ein atmo­sphä­ri­scher Auf­takt zu einer his­to­ri­schen Fami­li­en­sa­ga im Ber­gi­schen Land, die mich von der ers­ten Sei­te an gefes­selt hat. Die Geschich­te spielt im Jahr 1910 im ber­gi­schen Elber­feld, dem heu­ti­gen Wup­per­tal.

Im Mit­tel­punkt steht die ange­se­he­ne Kon­di­tor­fa­mi­lie Honig. Beson­ders Irma blickt trotz ihrer Behin­de­rung vol­ler Hoff­nung in die Zukunft und genießt ihr Glück mit dem char­man­ten Arno.
Doch der plötz­li­che Tod ihres Groß­va­ters Lud­wig Honig ver­än­dert alles. Schnell wird deut­lich, dass die Fami­lie finan­zi­ell vor dem Ruin steht. Gleich­zei­tig taucht mit Har­riet plötz­lich eine unehe­li­che Toch­ter des Ver­stor­be­nen auf, wodurch alte Geheim­nis­se und ver­dräng­te Wahr­hei­ten ans Licht kom­men. Die Frau­en der Fami­lie müs­sen ler­nen zusam­men­zu­hal­ten, wäh­rend Kon­flik­te, Schick­sals­schlä­ge und gesell­schaft­li­che Erwar­tun­gen immer grö­ße­ren Druck auf sie aus­üben.

Schon nach weni­gen Sei­ten war ich voll­kom­men in die Geschich­te ein­ge­taucht. Der Schreib­stil ist ange­nehm flüs­sig, bild­haft und sehr gefühl­voll, sodass die Sei­ten nur so dahin­flie­gen. Beson­ders gelun­gen fin­de ich die wech­seln­den Per­spek­ti­ven. Die Kapi­tel wer­den aus Sicht ver­schie­de­ner Figu­ren erzählt, wodurch man ihre Gedan­ken, Sor­gen und Hoff­nun­gen inten­siv mit­er­lebt.

Das Ende macht gro­ße Lust auf die Fort­set­zung, denn es blei­ben vie­le Fra­gen offen und eini­ge Kon­flik­te sind längst nicht gelöst. Der Cliff­han­ger sorgt defi­ni­tiv dafür, dass man am liebs­ten sofort wei­ter­le­sen möch­te.

Wer emo­tio­na­le Fami­li­en­sa­gas, his­to­ri­sche Schau­plät­ze und Geschich­ten vol­ler Geheim­nis­se und Schick­sa­le liebt, wird hier bes­tens unter­hal­ten. Für mich war die­ser Auf­takt ein ech­tes Lese­high­light und ich kann die Fort­set­zung kaum erwar­ten.

Bei­trags­bild: Marie-Loui­se Lich­ten­berg / Fotos: Buch­hand­lung Mara­bu

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