Navola –  Das Erwachen des Drachen

Das Forum Wer­mels­kir­chen ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Buch­emp­feh­lun­gen für sei­ne Lese­rin­nen und Leser. Denn – Das gan­ze Jahr über ist Lese­zeit! Schon Goe­the wuss­te: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zau­ne!”

Hier nun ein Buch­tipp von Fran­zis­ka Berndt von der Buch­hand­lung Mara­bu.

“Navo­la –  Das Erwa­chen des Dra­chen”

von Pao­lo Baci­g­alu­pi
ISBN: 9783596710898
Erschie­nen 09.2025 im Fischer Tor Ver­lag
Gebun­den 32,00€

Pao­lo Baci­g­alu­pi  “Navo­la –  Das Erwa­chen des Dra­chen” gele­sen und für Sie vor­ge­stellt von Fran­zis­ka Berndt.

Wer schon immer ein­mal in ein prunk­vol­les Renais­sance-Epos ein­tau­chen woll­te, in dem ein jun­ger ein­fühl­sa­mer Roman­ti­ker im blu­ti­gen Mahl­werk von Macht und Gold zer­rie­ben wird, soll­te “Navo­la” lesen.

Die Geschi­cke des Stadt­staa­tes Navo­la wer­den im Hin­ter­grund von der Bank di Regu­lai mit List, Gewalt, Gift und viel Geld gelenkt. Die Geschich­te wird aus der Per­spek­ti­ve von Davico di Regu­lai erzählt, dem jüngs­ten Spross der ange­se­he­nen und mäch­ti­gen Fami­lie. Davico, am Anfang der Geschich­te noch ein ver­träum­ter Jun­ge, erzählt von sei­ner behü­te­ten Kind­heit, sei­nen Leh­rern, Spiel­ka­me­ra­den und wie er lang­sam in die Geschäf­te sei­ner Fami­lie ein­ge­führt wird. Davico fällt es schwer sich in die Fami­li­en­ge­schäf­te ein­zu­ar­bei­ten, da er eigent­lich viel lie­ber Arzt wer­den wür­de, und es ihm schwer fällt die vie­len Intri­gen zu durch­schau­en. Trotz­dem fügt er sich. Bald schon, soll Davico sein Platz inner­halb der Bank über­neh­men. Die Macht der Bank di Regu­lai sowie Davico‘s per­sön­li­ches Schick­sal sind davon abhän­gig, wie gut er das kom­pli­zier­te Spiel der navo­la­ni­schen Diplo­ma­tie spielt. Denn die mäch­ti­ge Bank di Regu­lai hat sich vie­le Fein­de geschaf­fen…

„Navo­la – Das Erwa­chen des Dra­chen“ von Pao­lo Baci­g­alu­pi ist eine epi­sche High-Fan­ta­sy Geschich­te, die in einem alter­na­ti­ven Ita­li­en zur Zeit der Renais­sance spielt. Mit üppi­gen Wor­ten beschreibt der Autor den Höhe­punkt und den har­ten Fall der Bank di Regu­lai, die nicht nur bereit war für Ihre Macht die Gren­zen der Moral zu ver­set­zen, son­dern buch­stäb­lich über Lei­chen ging. Mir gefiel die erzäh­le­ri­sche Tie­fe die­ses Wer­kes mit sei­nen bild­ge­wal­ti­gen Beschrei­bun­gen. Die Ent­wick­lung des Cha­rak­ters von Davico ist aus­führ­lich und über­zeu­gend und ich konn­te mich mit dem klei­nen Jun­ge Davico im Unter­richt lang­wei­len, mit dem Her­an­wach­sen­den die ers­te Lie­be mit­füh­len und spä­ter sei­ne Fein­de ver­ach­ten. Ich kann die­ses groß­ar­ti­ge Werk jedem emp­feh­len, der ger­ne lite­ra­ri­sche Fan­ta­sy liest.

Doch Vor­sicht: In den Schat­ten von Navo­la wacht das Auge eines Dra­chen – und es spielt eine ande­re Rol­le, als man zunächst ver­mu­ten wür­de.

Bil­der: Marie-Loui­se Lich­ten­berg / Buch­hand­lung Mara­bu

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