„Was ist eigentlich ein Service Club?“, fragte mich kürzlich ein guter Freund. Diesen Begriff habe er bisher nur von mir gehört.
Da wurde mir klar: Er erinnerte sich an meine Erzählungen über Aktivitäten in unserem Lions Club.
Tatsächlich war er nicht der Erste, der mir diese Frage stellte. Offensichtlich gibt es viele Menschen, die mit dieser Bezeichnung wenig anfangen können.
Für die Lions-Freunde ist die Antwort einfach. Das Wort „Service“ enthält bereits ihr Motto: We Serve – „Wir dienen“.
Auch andere Serviceclubs wie Lions, Rotary, Round Table, Inner Wheel oder Soroptimist unterscheiden sich zwar in Zielen, Mottos und Satzungen, verstehen sich aber alle als engagierte Gemeinschaften im Dienst der Gesellschaft. Für sie alle trifft die Bezeichnung „Service Club“ zu.
Die meisten dieser Organisationen wurden vor rund 100 Jahren in den USA gegründet. Die Pioniere verfolgten die Idee, Menschen in ihrer Kommune und Nachbarschaft zu unterstützen. Dabei stand nicht nur der karitative Gedanke im Vordergrund. Ebenso wichtig waren soziale Anliegen wie die Förderung von Kunst und Kultur sowie ein harmonisches Miteinander.
Auch heute legen die Mitglieder – die meist aus ganz unterschiedlichen Berufen und Branchen kommen – großen Wert auf Freundschaft, Vertrauen und respektvollen Umgang. Durch gemeinsame Aktivitäten, etwa das Sammeln von Spenden, entsteht ein starkes Wir-Gefühl und echter Teamgeist. Viele empfinden Freude daran, anderen zu helfen und zur Lebensqualität beizutragen. Wer beruflich erfolgreich war, sieht darin oft auch eine Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Übrigens, sagte ich meinem Freund, wird in unseren Serviceclubs bewusst nicht oder nur sehr zurückhaltend über Politik und Religion gesprochen – ganz anders als bei uns beiden.
„Wir Lions sind eine der größten Nichtregierungsorganisationen der Welt. Es gibt uns in fast jedem Land. Rund 1,3 Millionen Mitglieder engagieren sich weltweit, etwa 55.000 davon in Deutschland.
International bekämpfen wir mit Ärzteteams – besonders in Entwicklungsländern – die weitverbreitete Erblindung durch den Grauen Star, fördern Programme für sauberes Trinkwasser, unterstützen Kitas und Schulen und engagieren uns intensiv im Bildungsbereich. Die Liste unserer Aktivitäten ist lang – aber dafür gibt es ja unsere Website.“
Ich selbst bin seit 32 Jahren Mitglied im Lions Club Wermelskirchen-Wipperfürth. Zum Einzugsgebiet gehören auch die Nachbarstädte Radevormwald und Hückeswagen. Gegründet wurde unser Club vor 62 Jahren vom Remscheider Lions Club – unter maßgeblicher Mitwirkung des Unternehmers Karl-Ernst Vaillant.
Besonders stolz sind wir auf die langjährige Freundschaft mit einem französischen Partnerclub: Im Mai feiern wir unser 60-jähriges Jubiläum in der nordfranzösischen Stadt Arras.
Serviceclubs haben – davon bin ich überzeugt – nichts von ihrer Bedeutung und Attraktivität verloren. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Mein Freund schaute mich immer noch aufmerksam an. „Mir und ich bin sicher, den Lions Freunden und allen Mitgliedern weltweit in den unterschiedlichen Service Clubs ist das eine Herzenssache.“
Zusätzliche Informationen findet man hier:
Bundeszentrale für politische Bildung
https://de.wikipedia.org/wiki/Lions_Club
https://wermelskirchen-wipperfuerth.lions.de
https://www.instagram.com/lions.wk_wipp_hueck_rade
Fotos: Lothar Dähn


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