Große Dhünn-Talsperre: Wasservorrat vorsorglich schonen

Nied­rig­was­ser­ab­ga­be an die Dhünn wird ange­passt

Nach einem tro­cke­nen Jahr mit außer­ge­wöhn­li­cher Früh­jahrs­dür­re in 2025 und sehr gerin­gen Nie­der­schlags­men­gen in den Win­ter­mo­na­ten Novem­ber und Dezem­ber 2025 sowie Janu­ar 2026 passt der Wup­per­ver­band vor­sorg­lich die Tal­sper­ren­steue­rung der Gro­ßen Dhünn-Tal­sper­re an.

Die Trink­was­ser­tal­sper­re Gro­ße Dhünn hat meh­re­re Auf­ga­ben: Sie lie­fert kon­ti­nu­ier­lich Roh­was­ser für die Trink­was­ser­auf­be­rei­tung an zwei Was­ser­wer­ke. Gleich­zei­tig stellt sie in Tro­cken­zei­ten eine Min­dest­was­ser­men­ge im Unter­lauf der Dhünn sicher (Nied­rig­was­ser­auf­hö­hung) und leis­tet Hoch­was­ser­schutz.

Durch die außer­ge­wöhn­lich tro­cke­nen Win­ter­mo­na­te ist der Stau­in­halt der Trink­was­ser­tal­sper­re Gro­ße Dhünn bis­lang noch nicht in dem Maße ange­stie­gen, wie das nor­ma­ler­wei­se im Win­ter­halb­jahr der Fall ist. Der Stau­in­halt in der Haupt­sper­re beträgt aktu­ell rund 44 Mio. Kubik­me­ter. Das ent­spricht 62 Pro­zent ihres Fas­sungs­ver­mö­gens von 72 Mio. Kubik­me­tern. Durch­schnitt­lich hat die Haupt­sper­re Mit­te März einen Füll­stand von etwa 60 Mio. Kubik­me­tern.

Um für mög­li­che wei­te­re Tro­cken­pha­sen im Jah­res­ver­lauf vor­zu­beu­gen und den Was­ser­vor­rat der Trink­was­ser­tal­sper­re best­mög­lich zu scho­nen, greift der Wup­per­ver­band auf eine bereits bewähr­te Stra­te­gie zurück:
Die Nied­rig­was­ser­ab­ga­be aus der Tal­sper­re an den Unter­lauf der Dhünn wird in Abstim­mung mit der Bezirks­re­gie­rung Köln ab dem 16. März maß­voll redu­ziert. Wie bereits in den Tro­ckens­om­mern 2019 und 2020 wird der Ver­band nach wie vor im Rah­men der Nied­rig­was­ser­auf­hö­hung in Tro­cken­pha­sen Tal­sper­ren­was­ser an die Dhünn abge­ben. Statt nor­ma­ler­wei­se 1.000 Liter pro Sekun­de am Lever­ku­se­ner Pegel wird die Dhünn dann aller­dings 700 Liter pro Sekun­de füh­ren. Die Nied­rig­was­ser­ab­ga­be wird also um 300 Liter pro Sekun­de gesenkt. Dies kommt dem Was­ser­vor­rat in der Tal­sper­re zugu­te.

Der Ver­band wird die Redu­zie­rung wie in 2019 und 2020 mit einem eng­ma­schi­gen Gewäs­ser­mo­ni­to­ring beglei­ten und die Was­ser­qua­li­tät der Dhünn im Blick haben.

Zukunfts­pro­gramm Hoch­was­ser­schutz: Tal­sper­ren­be­wirt­schaf­tung an Extre­me anpas­sen

In Zei­ten der Extre­me von Hoch­was­ser bis Dür­re, die auch im Ein­zugs­ge­biet der Wup­per bereits seit Jah­ren deut­lich spür­bar sind, ist eine Anpas­sung an die Kli­ma­fol­gen von gro­ßer Bedeu­tung. Beim Wup­per­ver­band ist in sei­ner Agen­da Zukunfts­pro­gramm Hoch­was­ser­schutz daher die fle­xi­ble­re Tal­sper­ren­be­wirt­schaf­tung ein wich­ti­ger Bau­stein. Dazu gehört zum Bei­spiel eine bei Bedarf redu­zier­te Nied­rig­was­ser­ab­ga­be aus der Gro­ßen Dhünn-Tal­sper­re an die Dhünn. So kann unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen wie Dür­re­pha­sen einer­seits der Was­ser­vor­rat in der Tal­sper­re geschont wer­den und ande­rer­seits den Anfor­de­run­gen der Öko­sys­te­me Tal­sper­re und Fluss Rech­nung getra­gen wer­den.

Trink­was­ser­spei­cher des Wup­per­ver­bands

Die Gro­ße Dhünn-Tal­sper­re ist die zweit­größ­te Trink­was­ser­tal­sper­re Deutsch­lands. Ihr Fas­sungs­ver­mö­gen beträgt ins­ge­samt rund 81 Mio. Kubik­me­ter Was­ser.

Neben der Gro­ßen Dhünn-Tal­sper­re betreibt der Wup­per­ver­band zwei wei­te­re Trink­was­ser­tal­sper­ren. Die Kerspe-Tal­sper­re mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 14,9 Mio. Kubik­me­tern ist der­zeit zu 98 Pro­zent gefüllt. Die Her­bring­hau­ser Tal­sper­re (Fas­sungs­ver­mö­gen 2,9 Mio. Kubik­me­ter) ist aktu­ell zu 87 Pro­zent gefüllt

(Stand 16.03.2026) www.wupperverband.de

Bericht: Wup­per­ver­band / Foto: Bei­spiel­fo­to Chat GPT

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