Grünpflegearbeiten an der Balkantrasse gehen weiter

Erstellt von Kath­rin Kel­ler­mann | 04.02.2026

Noch vor­aus­sicht­lich bis Ende Febru­ar sind die Mit­ar­bei­ter des städ­ti­schen Grün- und Forst­be­rei­ches mit Grün­pfle­ge­ar­bei­ten ent­lang der Bal­kan­tras­se beschäf­tigt. Aktu­ell fin­den die Arbei­ten von Brauns­berg bis nach Ten­te statt. Ab Mon­tag, 9. Febru­ar, sind Stre­cken­ab­schnit­te von Ber­gisch Born in Rich­tung Wer­mels­kir­chen geplant. 

Wich­tig: Da auch Bäu­me gefällt wer­den, ist die Bal­kan­tras­se wäh­rend der Arbei­ten von 8 bis 15.30 Uhr aus Sicher­heits­grün­den gesperrt. Lei­der haben sich in den ver­gan­ge­nen Tagen nicht alle Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer oder auch Spa­zier­gän­ge­rin­nen und Spa­zier­gän­ger an die Absper­run­gen und die aus­ge­wie­se­nen Umlei­tun­gen gehal­ten. Des­halb der Hin­weis: Es besteht Lebens­ge­fahr, wäh­rend Baum­fäll­ar­bei­ten in den gesperr­ten Abschnit­ten unter­wegs zu sein! 

Ziel der Grün­pfle­ge ist es, klei­ne­re oder grö­ße­re Bäu­me zu ent­fer­nen, um die nicht nur die Ver­kehrs­si­cher­heit auf der Tras­se zu gewähr­leis­ten. Außer­dem wer­den geeig­ne­te Zukunfts­bäu­me frei­ge­stellt, damit die­se sich bes­ser ent­wi­ckeln und wach­sen kön­nen. „Wir ent­neh­men Bäu­me, die sehr dicht gewach­sen sind und sich des­halb nicht aus­brei­ten kön­nen. So kön­nen star­ke Zukunfts­bäu­me bes­ser wach­sen und auch eine grö­ße­re Kro­ne aus­bil­den“, sagt Dani­el Delis­sen, Lei­ter des Betriebs­ho­fes. 

Dass übri­gens kei­ne Fremd­fir­ma die Arbei­ten aus­führt, son­dern nur Mit­ar­bei­ter des städ­ti­schen Grün- und Forst­be­rei­ches, hat einen guten Grund: Unbe­kann­te haben ent­lang der Tras­se eige­ne Mar­kie­run­gen an Bäu­men hin­ter­las­sen. Um sicher zu gehen, dass tat­säch­lich nur die Bäu­me ent­nom­men wer­den, sind Fach­leu­te aus dem städ­ti­schen Forst­be­reich auf der Bal­kan­tras­se unter­wegs, damit tat­säch­lich nur die Bäu­me gefällt wer­den, die krank oder zu dicht gewach­sen sind. 
Die Grün­pfle­ge­ar­bei­ten sind für einen gesun­den Baum­be­stand ekla­tant wich­tig, damit die bestehen­den, vita­len Bäu­me durch die nächs­ten Jahr­zehn­te hin­durch geför­dert wer­den. 

Foto: Stadt Wer­mels­kir­chen / Kath­rin Kel­ler­mann. Betriebs­hofs-Chef Dani­el Delis­sen und sei­ne Mit­ar­bei­ter prü­fen alle Mar­kie­run­gen an den Bäu­men. Unbe­kann­te haben näm­lich eige­ne Mar­kie­run­gen an den Bäu­men ange­bracht.

Kommentare

3 Antworten zu „Grünpflegearbeiten an der Balkantrasse gehen weiter“

  1. Avatar von Rolf Burgtorf
    Rolf Burgtorf

    … mich wür­de hier jetzt die Erwi­de­rung der “Fach­leu­te” der Stadt inter­es­sie­ren.
    Oder muss ich mich damit abfin­den, dass es , trass-auf, trass-ab, in ande­ren Gemein­den nicht viel bes­ser aus­sieht? Und, wie auch dort, schon reflex­ar­tig die schüt­zen­de Bür­ger­meis­ter­hand über die Baum­fäl­ler gehal­ten wird?
    Dan­ke, Frau Heg­mann, für die aus­führ­li­che sach­li­che und fach­li­che Dar­le­gung.
    R.B., B.

  2. Avatar von Olaf Schmidt
    Olaf Schmidt

    Mir graut jetzt schon vor dem Moment, wo ich über die Tras­se gehen wer­de und den­ke: Mein Gott, was habt ihr wie­der ange­rich­tet?

  3. Avatar von Martina Hegmann
    Martina Hegmann

    Hier nun die Fäll­ak­ti­on aus unse­rer (BUND, Orts­grup­pe Wer­mels­kir­chen) Per­spek­ti­ve:
    Bei den aktu­el­len Arbei­ten wer­den Regeln der gewerb­li­chen Forst­wirt­schaft zugrun­de gelegt, die (im Wald) dafür sor­gen sol­len, mög­lichst viel ver­wert­ba­res und gera­de gewach­se­nes Holz zu erhal­ten. Für einen einem Erho­lungs­raum wie die Bal­kan­tras­se gel­ten aber ande­re Regeln:
    Frei gestell­te “Zukunfts­bäu­me” haben hier nicht den Schutz des Wal­des und sind Wind und Ele­men­ten stär­ker aus­ge­lie­fert und daher vul­nerabler.
    Der Unter­wuchs, der gera­de ent­fernt wird, beschat­tet den Boden und die Stäm­me grö­ße­rer Bäu­me (ja, auch Bäu­me bekom­men Son­nen­brand), schützt sie vor Sturm und bie­tet vie­len Vögeln und Insek­ten eine Hei­mat. (Dazu dient im Wald der Wald­rand).
    Der Unter­wuchs besteht zudem aus jun­gen, gesun­den und bieg­sa­me Bäu­men, eine Gefähr­dung durch die­se besteht nicht.
    Durch die Abhol­zung wird das Mikro­kli­ma auf der Tras­se son­ni­ger, wär­mer und tro­cke­ner, zum Nach­teil der ver­blie­be­nen Pflan­zen, Tie­re und Men­schen.
    Der bereits vor­han­de­ne Japan­knö­te­rich (eine inva­si­ve, sehr wuchs­freu­di­ge Pflan­ze) bekommt idea­le Lebens­be­din­gun­gen, kann sich aus­brei­ten und dann evtl meh­re­re Rück­schnit­te pro Jahr nötig machen. (soviel zur Kos­ten­fra­ge). Wo er wächst, kann zudem kein ein­hei­mi­sches Grün mehr nach­wach­sen.

    Sogar “Stra­ßen NRW” emp­fiehlt, bei der Gehölz­pfle­ge an Ver­kehrs­we­gen etap­pen­wei­se vor­zu­ge­hen, um Vögeln und Insek­ten Zeit zu geben, sich anzu­pas­sen. Inwie­weit dies hier ein­ge­hal­ten wird, bleibt abzu­war­ten.

    Fazit: Ver­kehrs­si­che­rung ja, aber mit Augen­maß und ver­teilt auf meh­re­re Jah­re, nicht alle 15 Jah­re als Radi­kalak­ti­on.
    Mar­ti­na Heg­mann für den Bund für Umwelt und Natur­schutz, Orts­grup­pe Wermelskirchen/Burscheid

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