„Wenn Musik Märchen erzählt“ – Das Neujahrskonzert als magische Reise

500 Stüh­le, der Rest steht – eine aus­ver­kauf­te Hal­le, gespann­te Gesich­ter und der Duft von Bre­zeln liegt in der Luft. Schon vor dem ers­ten Ton ist klar: Die­ser Abend wird Mär­chen­haft. Bevor es rich­tig los­geht sor­gen Lui­se, Leni und Nele als jüngs­te Bre­zel­ver­käu­fe­rin­nen mit gro­ßem Ein­satz dafür, dass Jung und Alt – inklu­si­ve Dra­chen­zäh­mer – mit Lau­gen­stan­gen, Bre­zeln und Käse­bre­zeln ver­sorgt sind. Die War­te­zeit ver­geht mär­chen­haft schnell.

Punkt 18 Uhr beginnt die Rei­se. Unter herz­li­chem Applaus zieht das Blas­or­ches­ter Dabring­hau­sen ein. Mode­ra­tor Oli­ver Groß, stil­echt im Ohren­ses­sel, öff­net mit ruhi­ger, fes­seln­der Stim­me die Tür zu einem magi­schen Dabring­hau­sen. Er lädt das Publi­kum ein, nicht nur zuzu­hö­ren, son­dern Mit­rei­sen­de zu wer­den. Die Mär­chen – vir­tu­os erzählt – ver­bin­den die Musik­stü­cke zu einer zusam­men­hän­gen­den Geschich­te und bil­den den roten Faden durch den gesam­ten Abend.

Gleich zu Beginn ent­führt der ver­wun­sche­ne Teich des Frosch­kö­nigs in eine melan­cho­lisch-zau­ber­haf­te Welt. Der Sma­ragd­spie­gel, Hei­mat eines ver­zau­ber­ten Prin­zen, erwacht musi­ka­lisch zum Leben. Unter der Lei­tung von Peter Wut­t­ke ent­fal­tet das Orches­ter eine Klang­welt, die berührt und trägt. Es fol­gen mär­chen­haf­te Sta­tio­nen: Mary Pop­pins, der Nuss­kna­cker, Gan­dalf, Peer Gynt und Rapun­zel – jedes Kapi­tel ein eige­nes Klang­bild, atmo­sphä­risch unter­stützt von einer lie­be­voll gestal­te­ten Power­Point vol­ler mär­chen­haf­ter Bil­der.

Die Pau­se bie­tet Raum zum Durch­at­men. Für Nach­schub sor­gen The­ke und der Blick auf die leuch­ten­den Kro­nen führt ziel­si­cher zu den Back­wa­ren­ver­trieb­le­rin­nen. Und wer zwi­schen­durch eine tro­cke­ne Keh­le ver­spürt, darf jeder­zeit hin­aus – ganz mär­chen­un­kom­pli­ziert.

Nach der Pau­se schlägt das Mär­chen eine Brü­cke zwi­schen Gene­ra­tio­nen: Cro­co­di­le Rock trifft auf Take on Me, gefolgt vom leuch­ten­den Wun­der an der Tal­sper­re mit Rudolph, der Ret­tung im Pfef­fer­ku­chen­haus mit Hän­sel und Gre­tel, Don Qui­xo­te, Hoff­nung über dem Regen­bo­gen von Oz – und schließ­lich Dra­chen über Dabring­hau­sen. Mit How to Train Your Dra­gon hebt das Orches­ter zum Abschluss noch ein­mal ein­drucks­voll ab.

Ein musi­ka­li­sches Mär­chen zum neu­en Jahr.
Ein Gemein­schafts­er­leb­nis, das ver­bin­det – und noch lan­ge nach­klingt.

Fotos und Video: Phil­ipp Scholz

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