Der Wupperverband blickt auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück. Klimawandel, große Bauprojekte und ein umfassender Strategieprozess prägten die Arbeit des Verbands, der seit 95 Jahren für Wasserwirtschaft und Gewässerschutz in unserer Region zuständig ist.
Extremes Dürrejahr
2025 war eines der trockensten Jahre seit Jahrzehnten. Von Februar bis September fielen kaum Niederschläge. Um die Wupper stabil zu halten, mussten die Talsperren früh und intensiv Wasser abgeben. Ein Sonderbewirtschaftungsplan senkte die Mindestwasserführung ab – so konnten über 9 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart werden. Trotz der Trockenheit blieb die Gewässerqualität stabil.
Hochwasserschutz wird digitaler
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre treibt der Verband den Hochwasserschutz massiv voran. Über 200 Maßnahmen laufen, darunter neue Pegel, moderne Sensorik und KI‑gestützte Prognosesysteme. Projekte wie „HWS 4.0“ sollen künftig präzisere Warnungen ermöglichen.
Große Bauprojekte
Mehrere zentrale Infrastrukturprojekte wurden gestartet oder weitergeführt:
- Bau einer neuen Klärschlammverbrennungsanlage
- Planung der neuen Kläranlage Leverkusen mit digitalem Zwilling
- Modernisierung bestehender Kläranlagen, u. a. in Buchenhofen und Hückeswagen
- Sanierung wichtiger Sammler wie des Wuppersammlers
Gewässerentwicklung
Bei der Umsetzung der EU‑Wasserrahmenrichtlinie liegt der Verband über dem NRW‑Durchschnitt. Renaturierungen, neue Durchgängigkeiten und ökologische Verbesserungen – etwa am Murbach oder an der Wipper – zeigen Wirkung. Auch der „Thermorüssel“ an der Dhünn sorgt seit zehn Jahren für messbare ökologische Erholung.
Digitalisierung & Organisation
Mit der Einführung von SAP S/4HANA, neuen Prozessleitsystemen und KI‑Anwendungen modernisiert der Verband seine Arbeitsweise. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel ein großes Thema – Nachwuchsgewinnung und Weiterbildung stehen im Fokus.
Energie & Nachhaltigkeit
Der Verband arbeitet daran, seine Kläranlagen energieneutral zu betreiben. Photovoltaik, Klärgasnutzung und Abwasserwärme spielen dabei eine immer größere Rolle.
Den Jahresbericht 2025 können Sie hier einsehen:
Foto: Wupperverband


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