Land NRW übernimmt 13,1 Millionen € Altschulden in Wermelskirchen

Das Land NRW spiel­te den Weih­nachts­mann. Kurz vor Hei­lig­abend leg­te die Lan­des­re­gie­rung in Düs­sel­dorf ein spe­zi­el­les Paket unter den kom­mu­na­len Weih­nachts­baum. Das Land ver­öf­fent­lich­te die genau­en Zah­len für die Alt­schul­den­hil­fe. Es ent­las­tet die Kom­mu­nen mit der Über­nah­me von Alt­schul­den in Höhe von rund 8,9 Mil­li­ar­den Euro. Die Bewil­li­gungs­be­schei­de wer­den nun an 167 Städ­te und Gemein­den ver­schickt.

Die­se knapp neun Mil­li­ar­den sind die Hälf­te der Alt­schul­den, die die Kom­mu­nen dem Land bis Ende Novem­ber gemel­det hat­ten. Grund­la­ge ist das Alt­schul­den­ent­las­tungs­ge­setz Nord­rhein-West­fa­len, das am 18. Juli 2025 in Kraft getre­ten ist. Bei den meis­ten Kom­mu­nen über­nimmt das Land gut 40 Pro­zent der Alt­schul­den. In Wer­mels­kir­chen sol­len es 41,1 % bzw. 13,1 Mil­lio­nen € sein.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Lan­des­re­gie­rung NRW und WDR.

Foto: H. Rosen

Kommentare

3 Antworten zu „Land NRW übernimmt 13,1 Millionen € Altschulden in Wermelskirchen“

  1. Avatar von Stefan Markel
    Stefan Markel

    Dan­ke für die Mei­nung von Hen­ning Reh­se, den klei­nen poli­ti­schen Feu­er­wehr­mann. Der qua­si bei einem Haus­brand mahnt, dass Was­ser teu­er war, bevor es aus dem Schlauch kommt. Der dar­aus den Schluß zieht, man sol­le künf­tig bes­ser weni­ger löschen. Denn: Wer schwer ent­flamm­bar baut, wird doch bestraft, weil und wenn das Lösch­was­ser für leicht ent­flamm­te Brän­de ver­schwen­det wird.

    In Hen­nings Welt muss jeder Liter aus dem Vor­rat ent­nom­me­nes Was­ser erst wie­der hin­zu­ge­führt wer­den. Jeder Liter hin­ter­lässt dann eine Lücke im deut­schen Gesamt­was­ser­haus­halt, die nicht mehr geschlos­sen wer­den kann. Nicht von Bächen, nicht aus benach­bar­ten Tal­sper­ren, nicht aus Wol­ken, Flüs­sen und Seen.
    Das Milch­mäd­chen mit Taschen­rech­ner ver­zwei­felt hier an der Fra­ge der Was­ser­be­sor­gung.
    Ähn­lich Hier: Woher kommt Was­ser, wenn wir es nicht spa­ren? Es muss „ALLES auf den Prüf­stand, KEINE Tabus“ inhalts­lo­ser kann nicht gefragt wer­den. (Mög­li­cher­wei­se kön­nen wir even­tu­ell genug Reser­ven zusam­men­pin­keln – pecu­nia non olet?)

    Damit es nicht so sehr nach Spar­pre­digt kling, zum Schluss noch der Rat, man könn­te viel­leicht die Inter­net­kon­zer­ne ver­pflich­ten, von ihrem „Flow“ etwas abzu­ge­ben. Mit Ver­laub: Das ist Küchen­tisch­lo­gik.

    Oder ande­res gesagt: Der Text von H.R. ent­hält 1737 Buch­sta­ben in 328 Wör­tern. Ich bin sicher: Egal wie vie­le man dar­aus ent­fernt, spru­deln immer irgend­wo genug neue Gedan­ken, Kon­so­nan­ten und Voka­le, um erneut einen so nichts­sa­gen­den Text zu for­men – obwohl man sich die wohl spa­ren könn­te. Mei­ne 5 Cents.

    1. Avatar von Henning Rehse
      Henning Rehse

      Womit sich durch den Kom­men­tar des Herrn Mer­kel erneut der Satz „Nicht alles was hinkt, ist ein Ver­gleich.“ bestä­tigt 😂

  2. Avatar von Henning Rehse
    Henning Rehse

    1. Es ist schön, dass das Land sich end­lich die­ser Pro­ble­ma­tik bewusst wird und han­delt.
    2. Es wäre schön, wenn der Bund dem fol­gen wür­de.
    3. Bei aller Freu­de über den war­men Geld­re­gen soll­ten wir uns alle bewusst sein, dass es sich auch bei die­sem Geld um Steu­er­gel­der han­delt, die zuvor die Bür­ger und Unter­neh­men direkt und indi­rekt gezahlt haben.
    4. Ich habe vor eini­gen Jah­ren in einer Haus­halts­re­de etwas flap­sig bemerkt, dass wohl irgend­wann der Zeit­punkt kom­men wird, wo die Kom­mu­nen bestraft wer­den, die weni­ger Schul­den haben als ande­re. Genau das ist jetzt ein­ge­tre­ten:
    Mül­heim: Von Schul­den in Höhe von 1,1 Mrd. Euro wer­den 76.4 Pro­zent (839,6 Mio. Euro) vom Land über­nom­men.
    Ober­hau­sen: Von Schul­den in Höhe von 1,5 Mrd. Euro wer­den 79 Pro­zent (1,2 Mrd. Euro) vom Land über­nom­men.
    Wobei ich in ers­ter Linie weni­ger die Sum­men beacht­lich und beacht­lich fin­de als die Pro­zent­sät­ze.
    5. Ich möch­te etwas wie­der­ho­len, dass ich in der Begrün­dung für unse­re Ent­hal­tung betreffs der Steu­er­hö­hun­gen am 22.12.2025 im Rat ange­ris­sen habe:
    – Jeder Euro, mit dem wel­che staat­li­che Ebe­ne auch immer han­tiert, kommt am Anfang des Tages von den Bür­gern und Unter­neh­men.
    – Des­halb ist auch der Ruf nach aus­kömm­li­cher Finan­zie­rung der Kom­mu­nen durch Bund und Land trü­ge­risch, wenn die­se selbst mit dem Geld vor­ne und hin­ten in Sum­me nicht klar­kom­men. Das Schlie­ßen einer Lücke durch Umver­tei­lung ist schon rech­ne­risch nicht mög­lich: ein geschlos­se­nes Loch reißt ein neu­es.
    – Wir müs­sen dazu kom­men, dass alle staat­li­chen Ebe­nen mit den Gel­dern aus­kom­men, die sie haben.
    – Dabei gehört ALLES auf den Prüf­stand, es darf KEINE Tabus geben.
    – Schul­den müs­sen die Aus­nah­me nicht die Regel sein.
    – Das Prin­zip, Gewin­ne aus wirt­schaft­li­chen Betä­ti­gun­gen und Ver­än­de­run­gen zu pri­va­ti­sie­ren und die Fol­gen zu sozia­li­sie­ren muss durch­bro­chen wer­den: Inter­net­ak­ti­vi­tä­ten und Finanz­trans­ak­tio­nen müs­sen genau­so inten­siv ihren Steu­er­bei­trag leis­ten wie das Gros der Bür­ger und tra­di­tio­nel­len Unter­neh­men; die­ses The­ma muss min­des­tens im euro­päi­schen Kon­text bes­ser noch glo­bal ange­gan­gen wer­den. Das hilft am Ende des Tages auf der Ein­nah­me­sei­te, schafft aber auch Gerech­tig­keit.

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