Im Folgenden veröffentlichen wir einen Kommentar von Stefan Wiersbin, aktives SPD-Mitglied und Sachkundiger Bürger in Wermelskirchen, der sich kritisch mit den jüngsten Verschärfungen des Asylrechts sowie mit dem Abstimmungsverhalten der SPD im Bundestag auseinandersetzt. Der Text bringt persönliche Betroffenheit, politische Enttäuschung und deutliche Worte zur aktuellen Bundesregierung zum Ausdruck.
Hinweis: Dieser Kommentar gibt die persönliche Meinung des Autors wieder.
Verschärfung des Asylrechts am 05.12.2025
Die jüngsten Äußerungen des ehemaligen SPD-Vorsitzenden und Bundesaußenministers Sigmar Gabriel zum Handeln des jetzigen Bundesinnenministers Alexander Dobrindt, CSU, lässt mich fassungslos zurück. – Kein Wort zu der Tatsache, dass sich der Bundesinnenminister über Gerichtsurteile hinwegsetzt. Kein Wort zu dessen Inhumanen, unchristlichen Migrationskurs. Stattdessen Zustimmung.
Und was machen die SPD-Bundesminister, was macht die SPD-Fraktion im Bundestag? – Sie stimmen im Schatten der Abstimmung des Rentenpakets mit CDUCSU + der AfD für weitere Verschärfungen des Asylrechts. So sollen unteranderem Menschen in Abschiebehaft kein Recht mehr auf einen Anwalt, Pflichtverteidiger, haben. Das bei dem Hintergrund, dass laut Pro Asyl, die Inhaftierung in 8 von 10 Fällen unrechtsmäßig ist.
Christlich ist die Politik der Bundesregierung, aus CDU/CSU + SPD, nicht im Geringsten!
Ich schäme mich für unser Land und für meine Partei, SPD.
Bild: Stefan Wiersbin / SPD Wermelskirchen


Kommentare
2 Antworten zu „Kommentar von Stefan Wiersbin zur Verschärfung des Asylrechts“
…das hat mich in einer ähnlichen Situation in den 1990er Jahren bewogen, die SPD zu verlassen…
Es ist ein himmelschreiendes Unrecht, das oben so richtig kommentiert wird. Ich habe keinerlei Verständnis mehr für die CDU/CSU, die sich immer mehr der AfD anbiedert und annähert. Ich bedauere es zutiefst, diese Partei bislang gewählt zu haben. So wie sich in Wermelskirchen die CDU mit den Freien Wählern verbrüdert hat, um Bürgermeister Bernd Hibst zu etablieren, so biedert sich die Bundes-CDU in Berlin der AfD an. Angeblich sei dies der Versuch, ultrarechte Bürger wieder zur bürgerlichen Mitte zurück zu gewinnen. Aber das funktioniert natürlich nicht.