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	<title>Wermelskirchen gegen Rechts Archive - Forum Wermelskirchen</title>
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	<description>Ein Ort für Informationen, Meinungen, Kommentare, Hinweise, Tipps und Service, Termine und Veranstaltungen, Meldungen, Wermelskirchen betreffend und von öffentlichem Belang.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 31 Aug 2026 18:37:57 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Wermelskirchen gegen Rechts Archive - Forum Wermelskirchen</title>
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		<title>„Keiner ist allein” – Ein Porträt von „Wermelskirchen gegen Rechts”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Ulinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 08:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik/Wirtschaft/Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Wermelskirchen gegen Rechts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses über Zivilcourage, Ermutigung und Ernüchterung sowie über den Wunsch, wieder miteinander reden zu können Es gibt in Wermelskirchen kein Vereinsregister, in dem „Wermelskirchen gegen Rechts” verzeichnet wäre. Es gibt keinen Vorstand, keine Satzung, keine Mitgliederversammlung. Auf die Frage, wie man sich dieses Bündnis vorstellen müsse, kommt die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forumwk.de/2026/09/03/keiner-ist-allein-ein-portraet-von-wermelskirchen-gegen-rechts/">„Keiner ist allein” – Ein Porträt von „Wermelskirchen gegen Rechts”</a> erschien zuerst auf <a href="https://forumwk.de">Forum Wermelskirchen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><em>Ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses über Zivilcourage, Ermutigung und Ernüchterung sowie über den Wunsch, wieder miteinander reden zu können</em></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Es gibt in Wermelskirchen kein Vereinsregister, in dem „Wermelskirchen gegen Rechts” verzeichnet wäre. Es gibt keinen Vorstand, keine Satzung, keine Mitgliederversammlung. Auf die Frage, wie man sich dieses Bündnis vorstellen müsse, kommt die Antwort ohne Zögern: locker. Man trifft sich, wie es zeitlich und mental passt. Was 2024 als Kommunikationskanal für eine einzelne, spontan angemeldete Demonstration begann, ist zu etwas geworden, das die Gründerinnen und Gründer selbst überrascht hat. Ausgelöst wurde es durch die Recherchen und Veröffentlichungen über ein Treffen rechtsextremer Kreise in Potsdam, die bundesweit Empörung und große Demonstrationen auslösten. Auch in Wermelskirchen wollte und konnte man nicht abseitsstehen. Aus einem einfachen Instagram-Kanal, gedacht als Ankündigung für einen einzigen Termin, wurde eine Plattform, über die sich Menschen bis heute austauschen, verabreden und – vor allem – einander finden.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Genau darum, sagt eine der Sprecherinnen des Bündnisses, sei es am Anfang gegangen: zu zeigen, dass niemand allein ist. Man habe eine Weile das Gefühl gehabt, zu dritt oder zu viert die Einzigen zu sein, die eine bestimmte Haltung teilen. Inzwischen wisse man, dass das nicht stimmt.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Eine Frage des Grundgesetzes, keine der Parteizugehörigkeit</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Wer die Mitglieder des Bündnisses nach ihrer Motivation fragt, bekommt keine parteipolitische Antwort, sondern eine, die sich auf unsere Verfassung beruft. Es gehe darum, für Vielfalt und für ein Miteinander einzustehen, für Demokratie „natürlich”, wie es eine Sprecherin formuliert – nicht in erster Linie gegen etwas, sondern für etwas. Eine andere Stimme aus der Runde bringt es auf den Punkt: Sie hätte nie gedacht, dass das Grundgesetz einmal an einem Punkt ankommen würde, an dem man sich persönlich aufgerufen fühlt, für die Würde des Menschen einzustehen. Genau dieser Satz aus Artikel eins, der zwar oft zitiert, aber selten in seiner ganzen Tragweite ausgesprochen wird, ist für viele im Bündnis der eigentliche Ausgangspunkt: nicht Ideologie, sondern ein Grundgesetzartikel, der plötzlich wieder verteidigt werden muss.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das Altersspektrum der Unterstützerinnen und Unterstützer ist breiter, als der öffentliche Eindruck vermuten lässt. Es reicht von Schülerinnen und Schülern bis in Parteien und Institutionen hinein. Wer sich aktiv engagiert, bei Demonstrationen mitorganisiert oder online sichtbar wird, ist allerdings überwiegend jung.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Alltagsrassismus, der vor fünf Jahren so nicht existierte</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Einer der Gesprächspartner, in Wermelskirchen geboren und aufgewachsen, beschreibt, was es bedeutet, hier mit dunkler Hautfarbe zu leben. Sei es der Umgang im Rathaus, der spürbar anders ausfalle. Sei es das Einkaufen, bei dem man – wenn er mit seiner Mutter eine andere Sprache spricht – von anderen Menschen angesprochen werde, mit der Bemerkung, man könne doch ruhig „mal&nbsp; deutsch sprechen”, dabei sei er ja Deutscher, der aber auch noch eine andere Sprache beherrscht. Oder die zuweilen hinterher gerufenen Beleidigungen auf offener Straße. Was ihn besonders beschäftigt, sind die Erfahrungen von Menschen im Bündnis, die sich um Wohnungen oder Arbeitsplätze für Geflüchtete bemühen, die hochqualifiziert sind, in ihrem Heimatland etwa als Ingenieur gearbeitet haben – aber allein am Namen scheitern. Hieße die Person nicht Mohammed, wäre es leicht. So bleibt es schwer, obwohl an der Qualifikation nichts auszusetzen ist.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Solche Beobachtungen, sagt eine andere Stimme aus der Runde, seien vor vier oder fünf Jahren in Wermelskirchen noch undenkbar gewesen. Man habe Begriffe, die früher allenfalls in bestimmten Regionen Ostdeutschlands verortet wurden, nicht in der eigenen Stadt gehört. Inzwischen sei eine gewisse Gleichgültigkeit eingekehrt, gegenüber Formulierungen wie auch gegenüber Haltungen, die noch vor kurzem als Tabubruch gegolten hätten.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Wenn Fakten nicht mehr zählen</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Ein wiederkehrendes Thema des Gesprächs ist der Zustand der öffentlichen Debatte selbst. Die Bereitschaft, Argumente überhaupt noch zuzulassen und sich einer Diskussion zu stellen, schwinde, berichtet ein Bündnismitglied. Wer mit Zahlen, mit Fakten oder mit dem Versuch komme, eine Aussage einzuordnen, stoße häufig auf verschlossene Ohren – und danach auf keine Lust mehr, überhaupt noch über Politik zu sprechen. Zugleich beobachtet jemand anderes aus dem Bündnis, dass persönliche Schicksale, konkret erzählt, sehr wohl noch etwas bewegen: Wer von einem Einzelschicksal erzählt statt von abstrakten Zahlen, erlebt oft echte Betroffenheit. Der Unterschied liege zwischen der emotionalen und der vermeintlich „sachlichen” Ebene der Debatte – nur dass auf der sachlichen Ebene, etwa in der öffentlichen Diskussion über das sogenannte Stadtbild, keine sachliche Debatte mehr zustande komme.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Genau hier liegt, was sich als roter Faden durch das ganze Gespräch zieht: der Wunsch, zu einer Debattenkultur zurückzufinden, in der unterschiedliche Meinungen ausgehalten und Argumente wieder ausgetauscht statt nur behauptet werden. Eine Stimme aus der Runde formuliert es als Appell – auch an Politik und Institutionen –, Aufklärung sachlich anzubieten, statt selbst populistisch um möglichst viele Stimmen zu werben. Das sei in den vergangenen Jahren erkennbar gescheitert.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Die Angst, die bleibt</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Bei aller Zuversicht, die im Gespräch immer wieder aufblitzt, verschweigt niemand aus dem Bündnis die Sorge vor Eskalation. Man arbeite bewusst als Bündnis und nicht als einzelne Personen, gerade weil Übergriffe inzwischen auch hier angekommen seien – „man hat das im Hinterkopf”, sagt eine Sprecherin. Diese Vorsicht hat längst den Alltag junger Menschen in Wermelskirchen erreicht, die mit dem Bündnis sympathisieren oder sich dort engagieren: Wer abends vom Jugendzentrum am Bahndamm aufbricht, geht inzwischen nicht mehr allein nach Hause, sondern zu zweit oder in Gruppen. Was früher selbstverständlich war, ist es nicht mehr. Es ist eine kleine, fast beiläufig erzählte Beobachtung – und zugleich eine der eindringlichsten des ganzen Gesprächs: Die Sorge vor Anfeindungen oder Gewalt hat längst begonnen, das Verhalten von Jugendlichen im öffentlichen Raum einer Kleinstadt zu verändern, die sich selbst gern als weltoffen versteht.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Zuversicht mit Vorbehalt</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob das eigene Engagement eher aus Sorge oder aus Zuversicht gespeist sei, fällt die Antwort nicht eindeutig aus. Zuversicht sei da, sagt ein Sprecher – aber er würde sie sich nicht mehr für Gespräche „verausgaben”, von denen er wisse, dass sie ohnehin nicht zu einer Verständigung führen. Was bleibe, sei die Zuversicht, dass das eigene Engagement etwas bewirkt und dass sich gesellschaftliche Entwicklungen wieder „auf die richtige Schiene” bringen lassen – wie lange sich diese Haltung durchhalten lässt, wisse man allerdings selbst nicht. Andere im Bündnis verweisen auf kleine, aber reale Erfolge: Momente, in denen Menschen im persönlichen Gespräch, in der Schule oder im Freundeskreis tatsächlich umdenken. Und auf so etwas wie eine politische Hoffnung, dass Strömungen etwa innerhalb der SPD wieder zu einer sozialeren, an sozialer Gerechtigkeit orientierten Politik zurückfinden könnten – auch wenn, oder vielleicht gerade wenn dafür, wie es im Gespräch heißt, „ein reinigendes Gewitter” innerhalb der Partei nötig wäre.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Für die Zukunft wünscht sich das Bündnis vor allem eines: mehr junge Menschen in Verantwortung, etwa über Quoten im Stadtrat, damit Zukunftsthemen wie Stadtentwicklung oder Klima nicht länger von einer Generation entschieden werden, die diese Zukunft selbst kaum noch erlebt. Und einen öffentlichen Diskurs, der nicht länger von Angst bestimmt wird, sondern von der Bereitschaft, einander zuzuhören.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Am Ende des Gesprächs bleibt ein Satz hängen, der zu Beginn fiel und der wie eine Zusammenfassung der ganzen Haltung des Bündnisses klingt: Man wolle zeigen, wofür man steht – für ein Miteinander, für Vielfalt, für Demokratie – und eben nicht in erster Linie gegen jemanden. Dass daraus, in einer Kleinstadt wie Wermelskirchen, ein Netzwerk geworden ist, das junge Menschen dazu bringt, wieder in Gruppen statt allein nach Hause zu gehen, ist hinsichtlich des Zusammenhalts zwar Erfolg aber auch Mahnung: Sichtbarkeit für Demokratie zu schaffen, ist offenbar nötiger, als es noch vor wenigen Jahren war.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="has-medium-font-size has-text-align-justify wp-block-paragraph"><em>Dieser Beitrag beruht auf einem Gespräch, das der Autor am 26. August 2026 mit vier Vertreterinnen und Vertretern von „Wermelskirchen gegen Rechts” geführt hat. Auf Wunsch des Bündnisses und zum Schutz der Beteiligten wurden alle Namen anonymisiert</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Bild: mit freundlicher Genehmigung von “Wermelskirchen gegen Rechts”</p>
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		<title>AfD-Sommerfest an der Bever – Gegenwind auch aus Wermelskirchen</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/30/afd-sommerfest-an-der-bever-gegenwind-auch-aus-wermelskirchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Ulinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 09:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik/Wirtschaft/Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Gegendemo]]></category>
		<category><![CDATA[Hückeswagen]]></category>
		<category><![CDATA[Wermelskirchen gegen Rechts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>30. August 2026 Ein kleiner Bauernhof bei Hückeswagen, ein geheim gehaltener Veranstaltungsort, knapp 100 Demonstranten: So lässt sich der Samstag zusammenfassen, an dem die AfD zu ihrem Sommerfest am Ufer der Bever geladen hatte. Es war kein Zufall, dass die Partei den Ort erst in allerletzter Minute bekanntgab – sie wusste, dass es zu Protesten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forumwk.de/2026/08/30/afd-sommerfest-an-der-bever-gegenwind-auch-aus-wermelskirchen/">AfD-Sommerfest an der Bever – Gegenwind auch aus Wermelskirchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://forumwk.de">Forum Wermelskirchen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph"><strong>30. August 2026</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Ein kleiner Bauernhof bei Hückeswagen, ein geheim gehaltener Veranstaltungsort, knapp 100 Demonstranten: So lässt sich der Samstag zusammenfassen, an dem die AfD zu ihrem Sommerfest am Ufer der Bever geladen hatte. Es war kein Zufall, dass die Partei den Ort erst in allerletzter Minute bekanntgab – sie wusste, dass es zu Protesten kommen würde. Genau so kam es dann auch, auch wenn die Polizei mit einer abgeriegelten Zufahrtstrasse dafür sorgte,&nbsp; dass die Demonstranten die Gäste nicht wie geplant direkt mit lauten Sprechchören empfangen konnten.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Die Demonstranten kamen nicht nur aus Hückeswagen selbst, sondern aus dem gesamten Oberbergischen Kreis – aus Oberberg, Wermelskirchen, Wipperfürth und Radevormwald, dazu Bündnisse wie „Oberberg ist bunt“. Auch Menschen aus Wermelskirchen waren anwesend, darunter Mitglieder einiger der dortigen politischen Parteien und des Bündnisses „Wermelskirchen gegen Rechts“ – ein weiterer Beleg dafür, dass die Auseinandersetzung mit der AfD nicht mehr nur eine Angelegenheit von Hückeswagen ist, sondern die gesamte Region betrifft.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Die Organisatorin der Demonstration, die anonym bleiben wollte und aus Angst vor Repressalien darum bat, nur als Lena H. bezeichnet zu werden, fasste das Problem zusammen: Die AfD vertrete „rechte, rassistische und antidemokratische Ideen“ und sei „zunehmend mit der extremen Rechten verflochten“ – selbst im „beschaulichen“ Bergischen Land.&nbsp; Andere Teilnehmer zog eine Parallele zum Ländern, wo sich derzeit zeigt, was passiert, wenn Menschenrechte und grundlegende demokratische Werte verloren gehen.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Markus Lietza, Vorsitzender der AfD in Hückeswagen und Organisator des Sommerfestes, wies die Vorwürfe zurück: Der Begriff „Nazi“ werde überstrapaziert, sagte er, und die Gleichsetzung der Partei mit dem historischen NS-Regime verharmlose dessen Terror und werde den Opfern nicht gerecht. Er bezeichnete Rassismusvorwürfe als „absurd“, da viele Parteimitglieder einen Migrationshintergrund hätten – seine eigene Mutter stamme aus Italien und sein Vater aus Polen. Laut Lietza bringen radikale Mitglieder die Partei in Verruf; die Partei distanziere sich von ihnen und gehe notfalls sogar so weit, sie auszuschließen.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Die Kundgebung verlief überwiegend friedlich. Kurzzeitig kam es zu Unruhe, als eine Gruppe die Absperrung unter dem Vorwand einer Pinkelpause umging und sich in unmittelbarer Nähe zum Sommerfest positionierte – mit Rufen wie „Nazischweine raus”.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph"><em>Nachtrag (30. August 2026): Zu diesem Punkt erreichte uns die Zuschrift einer Person, die nach eigenen Angaben selbst vor Ort war und widerspricht: Eine Absperrung sei nicht umgangen worden, die Toilettennutzung habe eine Anwohnerin angeboten, wofür man über eine angrenzende Weide zu ihrem Wohnhaus habe gehen müssen. Wir können das nicht verifizieren, geben die unmittelbare Zeugenschilderung aber ergänzend wieder.</em></p>



<p class="has-x-large-font-size has-text-align-justify wp-block-paragraph"><strong>Was bedeutet das für Wermelskirchen und das Bergische?</strong></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Ein Sommerfest an einem Stausee mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Entscheidend ist jedoch, was Lena H. als Kern des Problems beschrieben hat: die zunehmende Vernetzung der AfD über Kreisgrenzen hinweg – und genau das ist die eigentliche Botschaft für uns in Wermelskirchen. Wer glaubt, das Thema bleibe an der Bever oder im Oberbergischen stehen, unterschätzt, wie solche Strukturen arbeiten: Sie suchen gezielt Anschluss an Ortsverbände, Vereine und lokale Milieus – auch bei uns.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Für Wermelskirchen bedeutet dies konkret: Es lohnt sich, genau hinzusehen, wo die AfD in den kommenden Monaten versucht, vor Ort Fuß zu fassen – sei es durch Auftritte bei Vereinsfesten oder durch gezielte Annäherungsversuche an Kulturvereine und ehrenamtliche Organisationen. Die Positionen der Partei zu Migration, Inklusion und der Frage, wer als „förderungswürdig“ gilt – wie bundesweit dokumentiert –, sind bekannt und keineswegs nebensächlich für eine Stadt wie Wermelskirchen, die auf Vielfalt, gut funktionierende Schulen und ein lebendiges Gemeinschaftsleben setzt. Genau deshalb ist die Präsenz von Wermelskirchener Bürgern und des Bündnisses „Wermelskirchen gegen  Rechts“ bei der Gegendemonstration nicht nur ein symbolischer Ausflug ins Nachbardorf, sondern ein logischer Schritt: Wer dieser schleichenden Normalisierung entgegenwirken will, muss dort hinschauen, wo sie tatsächlich stattfindet – auch über die eigenen Stadtgrenzen hinaus.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="has-medium-font-size has-text-align-justify wp-block-paragraph"><em>Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf dem WDR-Bericht „Unruhiger Samstag in Hückeswagen: Protest gegen AfD-Sommerfest” (29.08.2026) sowie auf der Teilnahme von Wermelskirchener Bündnismitgliedern. Der Einordnungsteil gibt die politische Einschätzung des Autors wieder</em></p>



<p class="has-small-font-size has-text-align-justify wp-block-paragraph">Bild: Privat, Wermelskrichen gegen Rechts</p>
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