Urlaubszusammenfassung

Ein lan­ger Urlaub in Frank­reich ist zu Ende. Wir haben viel gese­hen und sind mit vie­len Ein­drü­cken zurück. Und es sind nicht nur die übli­chen Urlaubs­er­leb­nis­se die wir mit­ge­bracht haben. Tol­les Wet­ter, wun­der­ba­re Land­schaf­ten, Küs­te und Meer, essen und trin­ken usw.

Nein, es sind auch ganz all­täg­li­che Din­ge die wir erlebt haben und wo wir uns fra­gen: „War­um machen wir das nicht auch bei uns?“.

Das Tem­po­li­mit funk­tio­niert. Max. 130km/h (110km/h bei Regen) auf Auto­bah­nen und 80km/h auf Land­stra­ßen. Fast ohne Ver­kehrs­schil­der. Kann man sich spa­ren, man weiß ja was gilt.

Kreis­ver­kehr ohne Ampeln und mit Fuß­gän­ger-Über­we­gen. Tol­le Sache – funk­tio­niert. Da könn­ten wir bei uns ganz viel umrüs­ten. Viel­leicht gibt es eine Ampel-Lob­by? Ach, das ist sicher nur eine bös­wil­li­ge Ver­mu­tung.

Tem­po­li­mit von 30km/h in vie­len Berei­chen der Städ­te mit mas­si­ven Boden­wel­len oder Schwel­len. Da fährt man ganz vor­sich­tig und es funk­tio­niert. Wäre eine gute Sache für Tele­gra­fen- und Köl­ner-Stra­ße. Damit kriegt man das Tem­po garan­tiert gere­gelt. Übri­gens fah­ren in Frank­reich auch die Bus­se dar­über – eben lang­sam.

Fast alle Fuß­gän­ger­zo­nen (nicht nur in Can­nes oder St.Tropez) wer­den durch mas­si­ve Pol­ler geschützt, die aus dem Boden aus­fah­ren. Auch unse­re fran­zö­si­schen Nach­barn haben ja schlim­me Erfah­run­gen mit Ter­ror­an­schlä­gen gemacht. Wäh­rend wir noch dis­ku­tie­ren hat man dort mas­siv reagiert. Aber wir haben ja Glück: Wir haben kei­ne Fuß­gän­ger­zo­ne und kön­nen uns mit was­ser­ge­füll­ten Behält­nis­sen behel­fen.

Apro­pos mas­siv: In allen Städ­ten erleb­ten wir ein mas­si­ves Poli­zei­auf­ge­bot. Zu Fuß, mit Rol­ler, mit Motor­rad oder mit Auto auf Strei­fe. Ein gutes Gefühl ent­steht – da schaut jemand hin, da passt jemand auf.

Über die tol­len öffent­li­chen Toi­let­ten habe ich ja schon vol­ler Begeis­te­rung geschrie­ben. Und waren Sie schon mal in einem Park­haus, dass Sie mit einer wun­der­ba­ren Pia­no-Musik emp­fängt? Hell, freund­lich und sau­ber ist selbst­ver­ständ­lich und blau mar­kiert sind die Wege für Fuß­gän­ger. Rote und grü­ne Lämp­chen zei­gen an wo besetzt oder ein Platz frei ist. Ein „Park­haus-Traum“.

Natür­lich ist Frank­reich kein Para­dies. Auch dort die übli­chen Pro­ble­me: Arbeits­lo­sig­keit, Wirt­schaft, Migra­ti­on, rech­te Par­tei usw. Aber eini­ge all­täg­li­che Din­ge sind schei­nen bes­ser und ein­fa­cher gelöst wor­den.

Den ver­ant­wort­li­chen Ent­schei­dungs­trä­gern bei uns sei zu emp­feh­len mal über den Tel­ler­rand bzw. über die Gren­zen zu schau­en. Was und wie machen die das? Ist das eine gute Idee und funk­tio­niert das? Ein­fach nach­ma­chen – vie­les braucht man nicht neu zu erfin­den.

Foto: Wal­ter Schu­bert

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