Roswitha Geisler – 14. März 2026
Frauenfrühstück in Eipringhausen verbindet Gemeinschaft und globale Perspektiven

Am 14. März 2026 lud Sabine Preyer Frauen jeden Alters zu einem besonderen Frühstück in das Gemeindehaus in Eipringhausen ein. Das Frauenfrühstück hat sich inzwischen zu einer offenen und lebendigen Begegnungsrunde entwickelt: Hier treffen sich Frauen aus unterschiedlichen Lebensbereichen, lernen sich kennen, tauschen Erfahrungen aus und beginnen den Tag in freundlicher, entspannter Atmosphäre.
Damit das gemeinsame Frühstück nicht nur kulinarisch, sondern auch inhaltlich bereichert wird, gehört ein thematischer Impuls mittlerweile fest zum Programm. Dieses Mal war Apothekerin Ulla Buhlmann als Referentin zu Gast. Unter dem Titel „Lust auf Kaffee“ nahm sie die Zuhörerinnen mit auf eine Reise nach Uganda – in eines der bedeutenden Kaffeeanbaugebiete Afrikas.
Kaffee – mehr als ein alltägliches Getränk
Uganda ist der zweitgrößte Kaffeeproduzent Afrikas. Rund 1,7 Millionen Kleinbauern bauen dort Kaffee an, häufig auf kleinen „Gärten“ in Höhenlagen zwischen 900 und 2400 Metern. Frau Buhlmann berichtete anschaulich von ihren Eindrücken, die sie auf einer Reise mit einer Kaffeegruppe vor Ort gesammelt hatte. Mit Dias und kurzen Videos vermittelte sie ein lebendiges Bild vom Alltag der Menschen in den Anbaugebieten.

Besonders beeindruckend war für viele Zuhörerinnen die Rolle der Frauen in diesen Regionen. In zahlreichen kleinen Familienbetrieben sind es mutige und engagierte Frauen, die Verantwortung übernehmen, neue Ideen entwickeln und sogar Marketingkonzepte für ihre Produkte erarbeiten. Mit großem Einsatz tragen sie dazu bei, die Qualität des Kaffees zu verbessern und ihren Familien eine wirtschaftliche Perspektive zu sichern.
Herausforderungen für die Kleinbauern
Doch der Kaffeeanbau steht auch vor großen Herausforderungen. Klimawandel, Pflanzenkrankheiten, Starkregen und Erdrutsche gefährden immer wieder die Ernten und damit die Lebensgrundlage vieler Familien. Umso wichtiger sind stabile Partnerschaften und faire Handelsstrukturen.
Hier wurde der Blick auch auf die Möglichkeiten vor Ort gelenkt: Der Weltladen in Wermelskirchen bietet Kaffee aus fairem Handel an und unterstützt damit direkt die Produzenten in den Herkunftsländern. Fairer Handel bedeutet nicht nur einen angemessenen Preis, sondern auch langfristige Zusammenarbeit, Respekt und Solidarität mit den Menschen im globalen Süden.
Stimmen aus der Frühstücksrunde
Für viele Teilnehmerinnen gehört das Frauenfrühstück längst zu einem festen Termin im Kalender.

„Wir sind schon von Anfang an dabei und besuchen diese interessanten Veranstaltungen regelmäßig“, erzählen Frau P. und Frau K., Freundinnen aus Wermelskirchen
Am Nebentisch zeigt sich Doris Spickermann begeistert von der Atmosphäre: „Ich bin heute zum ersten Mal hier, aber bestimmt nicht zum letzten Mal“, sagt sie mit Blick auf die liebevoll und stimmungsvoll gedeckten Tische. Ihre Tischnachbarin ergänzt schmunzelnd: „Meinen nächsten Kaffee werde ich auf jeden Fall im Weltladen kaufen – um die Frauen in den afrikanischen Ländern zu unterstützen.“

Dank an die Organisatorinnen
Ein herzlicher Dank gilt Sabine Preyer für die Organisation dieses anregenden und zugleich sehr herzlichen Vormittags sowie allen Mitwirkenden, die ihn mit Freude und Engagement gestaltet haben. Veranstaltungen wie dieses Frauenfrühstück zeigen, wie wertvoll solche Begegnungsorte in Wermelskirchen sind: als Räume des Kennenlernens, des Austauschs und des gemeinsamen Nachdenkens über Themen, die weit über den eigenen Alltag hinausreichen.
Das nächste Frauenfrühstück findet am 10. Oktober 2026 statt.
Text und Fotos: Copyright Roswitha Geisler


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