Beitrag von der Webseite der Stadt Wermelskirchen / 15.02.2026
Die Gesamtschule in Wermelskirchen startet in ihr viertes Anmeldeverfahren. Die Anmeldungen für die kommende Klasse 5 im Schuljahr 2026/27 finden von Montag bis Donnerstag, 23. bis 26. Februar, statt. Passend zum Start des vierten Jahrgangs hat die Schule ihr Profil geschärft und positioniert sich künftig als Schule mit europäischem Profil mit dem Schwerpunkt Wirtschaft.
Damit setzt die Gesamtschule einen eigenen Akzent in der Wermelskirchener Bildungslandschaft. Während das Gymnasium seinen Schwerpunkt im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sieht, legt die Gesamtschule besonderen Wert auf wirtschaftliche Bildung, Berufsorientierung und europäische Perspektiven.
„Wir wollen mit dieser Ausrichtung einen zukunftsorientierten Akzent in der Bildungslandschaft in Wermelskirchen setzen“, sagt Schulleiter Moritz Lohmann. „Wir haben viele Unternehmen in der Stadt, die Fachkräfte suchen. Deshalb ist es unser Anspruch, die Schülerinnen und Schüler durch eine intensive Berufsorientierung gezielt auf das Leben nach der Schule vorzubereiten.“
Mit der europäischen Ausrichtung und dem wirtschaftlichen Schwerpunkt reagiert die Gesamtschule auf gesellschaftliche Entwicklungen und die Anforderungen einer zunehmend international geprägten Arbeitswelt. „Wir wollen Europa positiv erlebbar machen“, betont Lohmann. Dabei sollen auch die vielfältigen Kompetenzen im Kollegium stärker genutzt werden. Mehrere Lehrkräfte verfügen neben Englisch und Spanisch über weitere Sprachkenntnisse, etwa in Portugiesisch, Französisch, Polnisch oder Ukrainisch. Diese zusätzlichen Sprachen können beispielsweise im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften eingebracht werden.
„Viele Kinder mit europäischem Hintergrund besuchen bereits unsere Schule. Deshalb soll Europa für uns kein abstrakter Begriff bleiben, sondern selbstverständlicher Teil unseres schulischen Alltags sein. Wir möchten Offenheit, Sprachkompetenz und interkulturelles Verständnis aktiv fördern“, erklärt der Schulleiter.
Neben wirtschaftlicher Bildung und Berufsorientierung legt die Gesamtschule großen Wert auf eine praxisnahe Vorbereitung auf die Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler. Technik- und Hauswirtschaftsunterricht sind fester Bestandteil des Stundenplans. Dabei geht es um ganz konkrete Fragen: Wie gehe ich sicher mit Werkzeug um? Was sollte ich über Elektrik wissen? Wie kaufe ich preisbewusst ein? Wie koche ich gesund und ausgewogen?
„Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern Lebenserfahrung mit auf den Weg, damit sie später eigenverantwortlich handeln können“, so Lohmann. Die Gesamtschule verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz: Neben fachlichem Wissen stehen Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit im Mittelpunkt.
Mit der weiteren Entwicklung der Schule wächst auch die organisatorische Struktur. Zur Schulleitung gehört neben Moritz Lohmann und Joanna Licht bereits Christina Bakker, als Abteilungsleitung 1 für die Klassen fünf bis sieben. Nun wird das Leitungsteam bis zum Beginn des neuen Schuljahres um eine zweite Abteilungsleitung (Klassen acht bis zehn) sowie eine didaktische Leitung erweitert. „Die Stellen sind aktuell ausgeschrieben, und wir führen bereits Gespräche“, berichtet Lohmann, der sich auf Verstärkung seines Teams freut. „Die Erweiterung der Schulleitung ist ein wichtiger Schritt, um unser wachsendes System professionell zu begleiten und unsere konzeptionellen Ziele umzusetzen.“
Info
Mit ihrem geschärften Profil versteht sich die Gesamtschule als moderne Alternative im weiterführenden Schulangebot in Wermelskirchen.
Das gemeinsame Anmeldeverfahren für die Gesamtschule und das Gymnasium findet von Montag bis Donnerstag, 23. bis 26. Februar, statt. So besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler, die an einer Schule nicht aufgenommen werden, im Anschluss noch an der jeweils anderen Schule angemeldet werden können, sofern dort Plätze frei sind.
Als Schulträgerin kann die Stadtverwaltung bei Bedarf zusätzliche Plätze schaffen, indem für eine oder beide Schulen eine Mehrklasse beantragt wird. Für diesen Weg hat sich die Stadt entschieden, um zu vermeiden, dass Schülerinnen und Schüler abgelehnt werden und anschließend nicht mehr an Anmeldeverfahren in anderen Kommunen teilnehmen können, weil diese dort bereits abgeschlossen sind.
Beitrag und Foto: Stadt Wermelskirchen / Autorin: Kathrin Kellermann


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