Nach über 120 Jahren schließt das Wermelskirchener Bestattungshaus Nußbaum seine Türen. Inhaberin Gundel Nußbaum hat sich entschieden, den Familienbetrieb an der Luisenstraße Anfang Januar zu beenden, da es keine Nachfolge innerhalb der Familie gibt und sie den Betrieb nicht an Dritte übergeben möchte. Der Name Nußbaum stehe für persönliche, vertrauensvolle Begleitung in Ausnahmesituationen – ein Anspruch, den sie nicht gefährden will. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1902 zurück. Vorsorgekundinnen und ‑kunden werden schriftlich informiert; bestehende finanzielle Absicherungen bleiben erhalten und können auf andere Bestattungsunternehmen übertragen werden. Das Büro bleibt für Rückfragen noch bis zum 27. Februar 2026 geöffnet.
Foto: Gundel Nußbaum (rechts) mit Prokuristin Linda Madel / Christian Vogeler


Kommentare
3 Kommentare zu „Bestattungshaus Nußbaum schließt nach über 120 Jahren bewusst seine Türen“
Es anscheint immer tragisch, wenn etwas Alteingesessenes – ein Mensch, eine Familie, ein Unternehmen – von uns geht. Hier geschieht es stil- und würdevoll (wenn auch nicht ganz still), ganz im Sinne der hauseigenen, 120-jährigen Tradition und Bestattungskunst. Am fehlenden Stammhalter sind auch früher schon ganze Dynastien gescheitert, zB. im Jahr 1700 die spanischen Habsburger. Hier hätte früher vorgesorgt werden können durch weitsichtige Verheiratungspolitik. In Dankbarkeit: R.I.P. – wir werden dem Haus Nußbaum ein ehrendes Andenken bewahren.
Wurde tatsächlich vergessen, sich in benachbarten Königreichen nach heiratswilligen Prinzen und Prinzessinen umzusehen? lol
Sehr traurig. Wieder ein Traditionsbetrieb weniger.